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Digitales Lernen in Bewegung: Technologie ohne Bildschirm in der Schule

03. November 2026 um 16:52

Digitalisierung in der Schule bedeutet oft mehr Bildschirme. Tablets und Laptops gehören zum Unterricht, während sich Kinder und Jugendliche immer weniger bewegen. Laut der deutschen MoMo-2.0-Studie des Karlsruher Instituts für Technologie erreichen nur etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen die WHO-Empfehlung von mindestens 60 Minuten Bewegung pro Tag (KIT, MoMo 2.0).

Picoo zeigt, dass digitales Lernen auch ohne Bildschirm funktioniert. Die Technologie steckt nicht in einem Tablet, sondern in den Picoo-Controllern, die die Schülerinnen und Schüler in der Hand halten. So verbindet Picoo den Reiz des Gamings mit Bewegung und Zusammenspiel, und die Aufmerksamkeit bleibt beim Miteinander und beim Lernstoff.

 

Von der Forschung auf den Schulhof

Die Idee hinter Picoo stammt aus der Wissenschaft. Picoo entstand aus einer Doktorarbeit über Motivation, soziale Interaktion und aktives Spielen an der Technischen Universität Eindhoven. Dieser forschende Ansatz ist geblieben: Wir entwickeln neue Spiele noch immer gemeinsam mit den Menschen, die damit spielen. Deshalb testen wir sie mit Schülerinnen und Schülern sowie Betreuungskräften an Schulen und in der Ganztagsbetreuung. So wissen wir sicher, dass ihnen die Spiele Spaß machen und verständlich sind.

Technologie, die du siehst, hörst und fühlst

Jede Spielerin und jeder Spieler bekommt einen Picoo-Controller. Licht, Ton und Vibration zeigen, was im Spiel passiert, zum Beispiel in welchem Team du bist oder wann du an der Reihe bist. Manche Spiele spielst du im Team, andere allein. Bei Teamspielen stellt Picoo die Teams automatisch zusammen. In jedem Spiel leitet Picoo den Ablauf, sodass die Schülerinnen und Schüler selbstständig nach klaren Regeln spielen. Der Controller erfasst auch Bewegung. Beim Spiel „Ampel“ rennst du zum Beispiel auf die andere Seite des Spielfelds. Leuchtet der Picoo-Controller rot, musst du stehen bleiben, und der Controller misst, ob du das auch wirklich tust.

Eigener Lernstoff im Spiel

Neben Bewegung bringt der Controller auch Lernstoff aufs Spielfeld. Dafür nutzen Lehrkräfte die Smartsleeves. Ein Smartsleeve ist eine Karte mit RFID-Chip in einer durchsichtigen Hülle. Neben die Karte schiebst du eine eigene Druckvorlage, zum Beispiel mit Rechenaufgaben, englischen Wörtern oder Begriffen aus Erdkunde. Die Picoo-Controller scannen den Chip und verarbeiten den Inhalt direkt in Spielen wie Doppelpack, Dreiklang und Linienlauf. Bei Doppelpack und Linienlauf üben die Schülerinnen und Schüler einzeln, während sie über den Schulhof rennen. Bei Dreiklang suchen zwei Teams im Staffellauf die drei Karten, die zusammengehören. In unserer Online-Bibliothek findest du fertige Sets mit Druckvorlagen, erstellt von Picoo und von anderen Lehrkräften.

Immer aktuell mit der Picoo-App

Wie andere digitale Lernmittel bleibt Picoo über Software auf dem neuesten Stand. Mit der kostenlosen Picoo-App spielst du die neueste Version auf die Controller. Manche Spiele startest du direkt aus der App. Die Spielebibliothek umfasst mehr als 60 Spiele und wächst jedes Quartal. Mit dem Infinite Play Pass erhältst du Zugang zu mehr als 55 Spielen.

Aus der Praxis: Eine Klasse testet Picoo

Wie das in einer echten Klasse aussieht, zeigte Lehrer Bernd Heilgemeir. Er ist bekannt durch den Instagram-Account @bewegtes_lernen und hat Picoo Anfang dieses Jahres mit seinen Schülerinnen und Schülern getestet. Sie spielten unter anderem Zombierun, Ampel, Maulwurfsmanie und die Pfannkuchenparade. In diesem letzten Spiel sammeln die Kinder Zutaten, mixen sie, indem sie den Controller kräftig schütteln, und backen so schnell wie möglich drei Pfannkuchen. Zwei Kinder nannten dieses Spiel ihren Favoriten! Bernd beschreibt Picoo als vielseitig und schnell in den Unterricht einzubauen. Nach einer kurzen Einführung in den Startablauf hatte seine Klasse viel Spaß. Sein Fazit: eine klare Empfehlung. Sieh dir seine Erfahrungen im Video auf YouTube an.

Für den ganzen Schultag

Bernds Erfahrung zeigt, wie schnell Picoo seinen Platz im Schultag findet. Du setzt Picoo als bewegte Lernform im Unterricht ein, als kurze Bewegungspause, auf dem Schulhof oder im Sportunterricht. Für die Grundschule und die weiterführenden Schulen gibt es eigene Spielepakete mit jeweils 15 Spielen. Im Ganztag bringt Picoo Kinder unterschiedlichen Alters in einem Spiel zusammen. Pädagogische Fachkräfte bleiben mit ihrer Aufmerksamkeit bei den Kindern, statt ein Spiel erklären und organisieren zu müssen. Die Spiele sind kontaktlos und es geht nicht darum, wer am stärksten ist, sodass alle mitmachen können.

Erst erleben, dann entscheiden

Erlebe selbst, wie digitales Lernen ohne Bildschirm an deiner Schule funktioniert. Mit deiner Schule oder deinem Ganztagsangebot probierst du Picoo zunächst in einer Testphase von 2 oder 4 Wochen aus. Entscheidest du dich innerhalb von 2 Monaten nach der Testphase für den Kauf eines Premium Sets, ziehen wir die Kosten der Testphase vom Kaufpreis ab.

Ein guter Vorsatz für 2027: mehr Bewegung im Klassenzimmer. Wir helfen dir gern dabei. Mit dem Code N4T-2026-PC erhältst du als Leserin oder Leser von News4teachers 25 % Rabatt auf eine Testphase. Plane Picoo direkt nach den Weihnachtsferien ein und sieh zu, wie deine Schülerinnen und Schüler ins neue Jahr rennen. Buchen und spielen kannst du bis einschließlich 28. Februar 2027.

Testphase anfragen

Mehr erfahren? Vereinbare ein unverbindliches Online-Meeting über https://meetings.hubspot.com/sjannet/introduction-picoo oder schreib an info@picoo.com.

Dies ist eine Pressemeldung/ein Advertorial der Infinite Play B.V.

Hier geht es zu allen Beiträgen des Themenmonats “Digital lehren und lernen”. 

 

Lernen in Bewegung und ohne Bildschirm: Wie Picoo in der Schule die Fähigkeiten für das 21. Jahrhundert fördert

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Digitalpakt 2.0: Jetzt entscheidet sich, wie Schulen künftig digital arbeiten – der News4teachers-Themenmonat bietet Orientierung

03. November 2026 um 06:14

DÜSSELDORF. Der Digitalpakt 2.0 ist auf den Weg gebracht, die Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet. Damit beginnt für Schulen und Schulträger eine entscheidende Phase: Welche Investitionen sind notwendig, welche Technologien sinnvoll – und wie lässt sich sicherstellen, dass digitale Ausstattung den Unterricht tatsächlich verbessert? News4teachers greift diese Fragen im November mit dem Themenmonat „Digitales Lehren und Lernen“ auf. Geplant sind tägliche Beiträge mit Analysen, Praxisbeispielen und Orientierungshilfen. Auch Unternehmen, Stiftungen und andere Akteure aus der Bildungslandschaft können sich beteiligen.

Orientierungshilfe (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung durch Bundesbildungsministerin Karin Prien ist der Digitalpakt 2.0 einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Bund und Länder wollen in den kommenden fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen bereitstellen. Während die Länder die Förderverfahren konkretisieren, beginnt für die Schulträger die heiße Phase der Entscheidungsfindung: Welche Investitionen sollen vorbereitet, welche Schwerpunkte gesetzt werden?

Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Anschaffung von Computern oder Tablets. Leistungsfähige Netzwerke, digitale Lernplattformen, interaktive Displays und zuverlässige IT-Betreuung gehören ebenso zu den Voraussetzungen zeitgemäßen Unterrichts wie geeignete Software und die Qualifizierung von Lehrkräften.

Hinzu kommt die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz. KI-Anwendungen können Lehrkräfte bei der Unterrichtsvorbereitung, der Differenzierung von Lernangeboten und der individuellen Förderung unterstützen. Gleichzeitig stellen sich neue Fragen nach Datenschutz, Urheberrecht, Prüfungskultur und Chancengerechtigkeit.

Welche Technologien brauchen Schulen wirklich?

Die Herausforderungen sind erheblich – nicht zuletzt, weil die Ausgangsbedingungen höchst unterschiedlich sind. Während manche Schulen bereits über eine leistungsfähige digitale Infrastruktur verfügen, fehlt es andernorts noch an stabilem WLAN, zeitgemäßen Endgeräten oder verlässlichem technischem Support.

Vor allem aber stellt sich eine pädagogische Frage: Welche digitalen Werkzeuge helfen Schülerinnen und Schülern tatsächlich beim Lernen? Welche Anwendungen erleichtern Lehrkräften die Arbeit? Und wie können Schulen verhindern, dass Investitionen in Technik an den Bedürfnissen des Unterrichts vorbeigehen?

Diesen Fragen widmet News4teachers im November einen eigenen Themenmonat unter dem Titel „Digitales Lehren und Lernen“. An jedem Werktag erscheinen redaktionelle Beiträge, die aktuelle Entwicklungen aufgreifen, wissenschaftliche Erkenntnisse einordnen und Beispiele aus der Schulpraxis vorstellen.

Geplant sind unter anderem folgende Schwerpunkte:

  • Digitalpakt 2.0: Was jetzt auf Schulen und Schulträger zukommt
  • Digitale Infrastruktur: WLAN, Netzwerke, Cloudlösungen und technischer Support
  • Digitale Ausstattung: Endgeräte, interaktive Displays und Präsentationstechnik
  • Lernplattformen und Unterrichtssoftware: Welche Lösungen sich im Schulalltag bewähren
  • Künstliche Intelligenz: Chancen für Unterrichtsvorbereitung, Diagnostik und individuelle Förderung
  • Neue Lernwelten: Robotik, 3D-Druck, Virtual und Augmented Reality
  • Schulorganisation: Wie digitale Anwendungen Kollegien entlasten können
  • Datenschutz und digitale Souveränität: Wie Schulen ihre Handlungsfähigkeit sichern
  • Fortbildung: Welche Kompetenzen Lehrkräfte für den digitalen Wandel benötigen
  • Praxisbeispiele: Wie Schulen digitale Technologien pädagogisch sinnvoll einsetzen

Der Themenmonat knüpft an einen Schwerpunkt an, den News4teachers bereits im November 2025 veröffentlicht hat. Auch damals standen die Erfahrungen von Schulen, aktuelle Entwicklungen und konkrete Lösungen für die Praxis im Mittelpunkt.

Gute Ideen und Erfahrungen aus der Praxis sind gefragt

Mit dem Themenmonat möchte News4teachers nicht nur über politische Entscheidungen und technische Entwicklungen informieren, sondern auch den Austausch zwischen Schulen, Wissenschaft, Bildungsverwaltung und Bildungswirtschaft fördern.

Denn die Digitalisierung von Schule ist eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe. Schulträger müssen Investitionen planen und finanzieren, Schulleitungen tragfähige Konzepte entwickeln, Lehrkräfte neue Werkzeuge in ihren Unterricht integrieren. Wissenschaft und Bildungswirtschaft können dazu Erkenntnisse, Erfahrungen und Lösungen beitragen.

Deshalb sind auch Hinweise auf interessante Projekte, innovative Anwendungen und gelungene Praxisbeispiele willkommen. Unternehmen, Stiftungen, Verbände und andere Einrichtungen können sich darüber hinaus als Partner am Themenmonat beteiligen und passende Angebote vorstellen. Entsprechende werbliche Beiträge werden selbstverständlich transparent gekennzeichnet.

Die Beiträge erscheinen im November gebündelt auf der Startseite von News4teachers und bleiben anschließend dauerhaft online verfügbar.

Wer Anregungen zum Themenmonat hat, ein interessantes Praxisbeispiel vorstellen oder sich als Partner beteiligen möchte, kann sich an die Redaktion wenden: redaktion@news4teachers.de.

Eine Information der Agentur für Bildungsjournalismus.

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„Zukunftsstudie Schulmanagement 2026“ von Wolters Kluwer: Schon neun von zehn Schulleitungen nutzen Künstliche Intelligenz

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„Zukunftsstudie Schulmanagement 2026“ von Wolters Kluwer: Schon neun von zehn Schulleitungen nutzen Künstliche Intelligenz

03. November 2026 um 16:07

KI gehört für viele zum Arbeitsalltag – doch rechtliche Unsicherheiten und fehlende gemeinsame Strategien bremsen die weitere Entwicklung

HÜRTH. Künstliche Intelligenz ist im Schulleitungsalltag angekommen: Rund 91 Prozent der befragten Schulleitungen nutzen inzwischen KI für ihre Leitungsarbeit. Rund 62 Prozent greifen täglich oder regelmäßig darauf zurück. Gleichzeitig zeigt sich: Die Nutzung ist vielerorts weiter fortgeschritten als die Entwicklung gemeinsamer Strategien und verlässlicher Rahmenbedingungen. Datenschutz- und Haftungsfragen sowie fehlende Zeit zur Einarbeitung erschweren einen stärkeren oder sichereren Einsatz.

Dies sind Ergebnisse der „Zukunftsstudie Schulmanagement 2026 – Digitalisierung im Schulleitungsalltag“ von Wolters Kluwer, führender Anbieter von Fachinformationen, Software und Services. Die mittlerweile fünfte Untersuchung der Studienreihe beleuchtet, wie Schulleitungen und Schulträger den digitalen Wandel erleben und welche Unterstützung sie benötigen.

„Schulleitungen benötigen nicht nur leistungsfähige Werkzeuge, sondern vor allem verlässliche Informationen, praxisnahe Unterstützung und rechtssichere Handlungsmöglichkeiten“, erklärt Thomas Henseler, Verlagsleiter Bildungswesen bei Wolters Kluwer Deutschland. „Unser Ziel bleibt es, Schulleitungen und Schulträger dabei zu unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen und die Chancen der Digitalisierung verantwortungsvoll zu nutzen.“

KI wird bislang vor allem für Textarbeit, Recherche und Informationsaufbereitung sowie zur Ideenfindung und Strukturierung eingesetzt. Rund 43 Prozent der Schulleitungen geben an, dass KI ihnen vor allem hilft, Zeit zu sparen. Weitere 31 Prozent sehen den wichtigsten Nutzen in der Unterstützung bei organisatorischen Aufgaben. Nur rund vier Prozent betrachten die Unterstützung strategischer Entscheidungen als ihren wichtigsten Anwendungsbereich.

Von der individuellen Nutzung zur gemeinsamen Strategie

„Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Frage nicht mehr lautet, ob KI genutzt wird. Entscheidend ist vielmehr, wie Schulen diese Nutzung pädagogisch, organisational und ethisch reflektieren“, sagt Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs, Professorin für Allgemeine Pädagogik mit Schwerpunkt Schulentwicklung an der RPTU Kaiserslautern-Landau. Sie gehört zu den drei wissenschaftlichen Berater:innen der Studie.

An vielen Schulen fehlen bislang verbindliche Konzepte, Leitlinien oder gemeinsame Strategien für den KI-Einsatz im Schulleitungs- und Schulverwaltungsbereich. Nur rund sechs Prozent der befragten Schulleitungen berichten hier von einer klaren Strategie. Die große Mehrheit bewegt sich dagegen zwischen ersten Absprachen und Überlegungen, einzelnen Initiativen ohne Gesamtkonzept oder dem Fehlen einer bewussten Strategie. Die verbreitete individuelle Nutzung ist damit vielerorts noch nicht durch ein gemeinsames Vorgehen abgesichert.

„Die Herausforderung der Digitalisierung verschiebt sich von der technischen Ermöglichung zur institutionellen Verarbeitung. Entscheidend ist, wie Verantwortlichkeiten, Unterstützungssysteme und professionelles Handeln miteinander verbunden werden“, erklärt Prof. Dr. Kai Maaz, Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und ebenfalls wissenschaftlicher Berater der Studie.

Rechtliche Orientierung und praxisnahe Fortbildungen gefragt

Rund 46 Prozent der befragten Schulleitungen nennen Datenschutz- und Haftungsfragen als Hürde für einen stärkeren oder sichereren KI-Einsatz. Rund 40 Prozent fehlt die Zeit zur intensiveren Einarbeitung, 38 Prozent sind unsicher, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten. Eine grundsätzliche Skepsis gegenüber KI nennen dagegen nur rund neun Prozent.

Entsprechend deutlich fällt der Unterstützungsbedarf aus: Rund 84 Prozent wünschen sich speziell auf die Aufgaben von Schulleitungen zugeschnittene Fortbildungen. Nahezu ebenso viele halten praxisnahe Beispiele aus der Schulleitungsperspektive für hilfreich. Rund 81 Prozent wünschen sich rechtssichere Orientierungshilfen.

Die eigene KI-Kompetenz bewerten die Schulleitungen im Durchschnitt mit der Schulnote 2,84. Rund 40 Prozent schätzen ihre Fähigkeiten als gut oder sehr gut ein. Etwa jede fünfte befragte Schulleitung bewertet die eigene KI-Kompetenz dagegen nur als ausreichend, mangelhaft oder ungenügend.

Digitale Werkzeuge entlasten und schaffen neue Aufgaben

Auch über KI hinaus ist Digitalisierung fest in der Leitungsarbeit verankert. Rund 82 Prozent der Schulleitungen bezeichnen digitale Werkzeuge als festen Bestandteil ihres Leitungshandelns, 68 Prozent halten Digitalisierung dafür inzwischen für unverzichtbar. Zugleich berichten rund 65 Prozent, dass digitale Prozesse ihre Arbeit grundsätzlich erleichtern, aber auch zusätzlichen Aufwand verursachen. Weitere 32 Prozent erleben sie überwiegend als Erleichterung.

Dabei unterscheiden sich die Wahrnehmungen von Schulleitungen und Schulträgern: Nur rund 42 Prozent der befragten Schulträger sehen digitale Werkzeuge als festen Bestandteil des Leitungshandelns – gegenüber 82 Prozent der Schulleitungen selbst. Die beiden Gruppen beurteilen allerdings nicht zwingend dieselben Schulen. Schulträger setzen bei der Unterstützung vor allem auf schnellen, verlässlichen Support sowie geprüfte und datenschutzkonforme Werkzeuge.

„Die Studie zeigt, dass Schulleitungen den digitalen Wandel längst gestalten. Die eigentliche Zukunftsaufgabe besteht nun darin, aus persönlichen Erfahrungen gemeinsames Lernen in der Organisation hervorzubringen“, sagt Prof. Dr. Michael Schratz, Gründungsdekan der School of Education und ehemaliger Leiter der Leadership Academy an der Universität Innsbruck, der dritte wissenschaftliche Berater der Studie.

Fünfte Untersuchung zur Digitalisierung im Schulmanagement

An der Zukunftsstudie Schulmanagement 2026 beteiligten sich insgesamt 577 Personen. Darunter waren 389 Schulleitungen und 79 Vertreter:innen von Schulträgern. Weitere 109 Teilnehmende, etwa Lehrkräfte und Beschäftigte der Schulaufsicht, ordneten sich der Kategorie „Sonstiges“ zu. Die Zahl der Antworten variiert je nach Frage; die Angaben zur Häufigkeit der KI-Nutzung beruhen auf den Antworten von 342 Schulleitungen.

Die vollständige Studie steht hier zum Download bereit. 

Für das Schul- und Kitamanagement bietet Wolters Kluwer in Deutschland unter anderem hochwertige Fachinformationen auf Wolters Kluwer Online sowie praxisnahe Lösungen.

Pressekontakt

Steffen Martini
Senior Communications Specialist Wolters Kluwer Deutschland GmbH
Telefon: +49 (0) 2233 3760-7706
E-Mail: presseinfo@wolterskluwer.com

Dies ist eine Pressemiteilung von Wolters Kluwer Deutschland. 

 

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„Schulen müssen immer mehr zu lernenden Organisationen werden“ – Wie eine Ex-Lehrerin Kollegien bei der Digitalisierung berät

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Wenn KI schwierigste Beweise führt: Was bedeutet das für den Mathe-Unterricht?

03. November 2026 um 11:41

BERLIN. Künstliche Intelligenz löst mathematische Probleme, an denen Wissenschaftler teilweise jahrelang gearbeitet haben. Doch unter Mathematiker*innen stößt diese Entwicklung nicht nur auf Begeisterung. Denn ein korrektes Ergebnis bedeutet noch lange nicht, dass die zugrunde liegenden Zusammenhänge verstanden wurden. Die Debatte wirft damit auch eine grundsätzliche Frage für die Schulen auf: Was müssen Kinder und Jugendliche künftig in Mathematik lernen, wenn Maschinen die Lösungen in Sekunden liefern können?

Vorrechner. (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Damit war wohl zu rechnen: Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) will OpenAI Antworten zu fast 400 mathematischen Rätseln gefunden haben, an denen die Fachwelt seit langem tüftelt. Was nach bahnbrechendem Erfolg klingt, feiern jedoch gerade viele Mathematikerinnen und Mathematiker nicht. Die Veröffentlichungen im Oktober und andere in den Monaten davor haben eine Debatte ausgelöst, die weit über die Mathe- und KI-Bubbles hinausreicht.

Es geht um viele grundlegende Fragen, etwa nach technischen Revolutionen und wie altehrwürdige Wissenschaften damit umgehen. Um Wissensklau und -austausch, Urheberrecht sowie Gefahren, wenn Ergebnisse ungeprüft sind.

Aktueller Anlass der Diskussion: Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat im Oktober mehr als 700 Manuskripte zu über 370 Themenkomplexen veröffentlicht, die nach seinen Angaben unter anderem mit einem noch nicht veröffentlichten KI-Modell erzielt worden sind – im Schnitt in drei Stunden pro Manuskript.

Dabei geht es etwa um die Riemannsche Vermutung, eines der berühmtesten ungelösten Probleme der Mathematik, das im Zusammenhang mit Primzahlen eine Rolle spielt. Auch das Unternehmen Anthropic hatte sich dem Thema vor einigen Monaten mit einem KI-Modell gewidmet. Gelöst ist das Problem zwar nicht, aber die Ergebnisse gelten als Fortschritte auf dem Gebiet.

Arbeitet KI unwissenschaftlich?

Was nach einer mehr oder weniger großen Sensation klingt, stößt allerdings auf heftige Kritik: „Mathematiker haben diese Arbeit nicht in Auftrag gegeben“, schrieb die von namhaften und preisgekrönten Fachleuten aus aller Welt gegründete Vereinigung für menschliche Mathematik in einer Reaktion. Die gleichzeitige Publikation von über 700 Dateien sei kein Beweis für wissenschaftliche Kompetenz, sondern eine Machtdemonstration.

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV) argumentierte unter anderem, KI arbeite bisher rein ergebnisorientiert, im Fokus stünden schnelle Lösungen. Bei mathematischer Forschung gehe es aber um den Weg dorthin. Darum, neue Methoden anzuwenden oder zu entwickeln – statt um maximale Rechenpower. „Der Beweis an sich liefert herzlich wenig Einsichten“, bringt es Demian Nahuel Goos im Podcast „Geschichten aus der Mathematik“ auf den Punkt.

Daher gehe es der Fachwelt auch darum: „Wer soll das jemals alles kontrollieren?“, erklärte Alke Martens, Professorin für Praktische Informatik und Didaktik der Informatik an der Uni Rostock, jüngst auf Instagram. Fragen seien, warum eine Antwort stimme, auf welchem Weg sie erreicht worden sei und was auch falsche Annahmen gezeigt hätten. Wenn Menschen die Ergebnisse der KI nicht alle durchgucken könnten, „dann sind diese automatisierten Ergebnisse quasi das virtuelle Papier nicht wert, auf dem sie entstanden sind“.

Goos betonte zudem die wissenschaftliche Integrität: Wer etwa Arbeiten anderer nutzt, müsse dies kenntlich machen. „Diesen Regeln nicht zu folgen, das ist halt unwissenschaftlich“, sagte der Mathematiker von der Humboldt-Universität zu Berlin. Bei einem Lösungsansatz für ein anderes Mathe-Problem gibt es genau hierüber Streit. Zwei Mathematiker fühlen sich übergangen.

Neue Schwerpunkte nötig?

Ein weiterer Punkt der DMV: KI-Modelle nutzten meist ungefiltert vorhandenes Wissen. Darunter auch solches, das Experten des jeweiligen Teilgebiets noch nicht geprüft und für korrekt befunden haben. „Abgesehen von dem Raub geistigen Eigentums bedeutet das auch, dass solches Wissen noch nicht gesichert ist, und daher bei der Beweisführung mit Vorsicht zu genießen ist“, so die Vereinigung.

Manche Forschende stellten ihre Erkenntnisse schon nicht mehr ins Internet. „Dies bremst den Fortschritt bei der mathematischen Forschung deutlich aus und verhindert einen offenen Austausch innerhalb der mathematischen Community, der für den Fortschritt des Faches jedoch von zentraler Bedeutung war und ist“, erklärte DMV-Präsident Jürg Kramer.

Der Stuttgarter Mathematik-Professor Christian Hesse, der derzeit als Gastwissenschaftler an der University of California in Los Angeles ist, teilt die Sorge um den wissenschaftlichen Nachwuchs. Wenn Doktoranden jahrelang an mathematischen Problemen arbeiteten, die eine KI in wenigen Minuten löse, gerate die bisherige Praxis unter Druck, erläuterte er. „Die mathematische Doktorarbeit wird sich neu erfinden müssen.“ Künftig sollten die Entwicklung neuer Fragestellungen, mathematisches Verständnis und die kritische Einordnung von Ergebnissen stärker zählen.

Was bedeutet das für den Mathematikunterricht?

Das berührt auch eine grundlegende Frage schulischer Bildung: Welche mathematischen Fähigkeiten müssen Kinder und Jugendliche künftig erwerben, wenn KI-Systeme selbst hochkomplexe Aufgaben in kürzester Zeit bearbeiten können?

Der Deutsche Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU) warnt davor, mathematisches Wissen angesichts der technischen Entwicklung für verzichtbar zu halten. „Wer Ergebnisse beurteilen will, muss etwas wissen. Wer Fehler erkennen will, braucht fachliche Maßstäbe“, heißt es in einem Beitrag des MNU-Landesverbands Nordrhein. Die Fähigkeit, KI-generierte Lösungen zu überprüfen, setze gerade jene fachlichen Kenntnisse voraus, die Schülerinnen und Schüler im Unterricht erwerben sollen.

Für den Mathematikunterricht bedeutet das: Nicht allein das richtige Ergebnis zählt, sondern auch die Fähigkeit, Rechenwege nachzuvollziehen, Annahmen zu hinterfragen und Ergebnisse zu begründen. KI-generierte Lösungen könnten deshalb selbst zum Gegenstand des Unterrichts werden – etwa indem Schülerinnen und Schüler untersuchen, ob ein von der KI vorgeschlagener Rechenweg tatsächlich korrekt ist, wo möglicherweise Fehler liegen und ob sich das Ergebnis auf anderem Wege bestätigen lässt.

Diese Perspektive findet inzwischen auch bildungspolitischen Rückhalt: Die Bildungsministerkonferenz hat im Oktober ihren Kompetenzrahmen „Bildung in der digitalen Welt“ um KI-bezogene Kompetenzen erweitert und ausdrücklich festgelegt, dass Schülerinnen und Schüler KI-Ergebnisse kritisch bewerten und die Grenzen der Systeme erkennen können sollen (News4teachers berichtete).

Damit stellt sich auch die Frage nach der Leistungsbewertung neu: Wie lässt sich feststellen, ob Schülerinnen und Schüler mathematische Zusammenhänge tatsächlich verstanden haben, wenn KI-Systeme die geforderten Lösungen selbst erzeugen können? Und wie müssen Aufgaben gestaltet sein, damit nicht nur das Ergebnis, sondern auch die dahinterstehende mathematische Kompetenz sichtbar wird?

„Was OpenAI in der Mathematik derzeit vorführt, ist sensationell“

Nichtsdestotrotz finden manche Fachleute auch lobende Worte. „Was OpenAI in der Mathematik derzeit vorführt, ist sensationell“, erklärte Hesse. Gewiss müssten die präsentierten Beweise auf Richtigkeit und Neuheit überprüft werden. Aber wenn KI zunehmend Probleme löse, an denen menschliche Mathematiker jahrelang gearbeitet haben, scheine ihm zunächst einmal Beifall angebracht. Auch erwachse Mathematikern aus bisherigen Mankos der KI-Resultate „kein Recht auf einen wissenschaftlichen Artenschutz“.

Die Debatte würde es so auch nicht geben, wenn 500 Krankheiten mit KI geheilt worden wären, sagte Robert Lange, KI-Forscher und Gründungsmitglied beim japanischen Unternehmen Sakana AI, auf dem YouTube-Kanal „Everlast AI“. Hier gehe es aber noch um reine Wissenschaft, die Umwandlung in ein Gemeingut sei relativ weit weg.

Vielleicht werden Maschinen schon bald elegantere Beweise finden, überraschendere Vermutungen formulieren und Zusammenhänge entdecken, auf die Menschen nie gekommen wären, meint Hesse. „Und vielleicht müssen wir dann ausgerechnet von Maschinen lernen, was mathematische Kreativität wirklich bedeutet.“

Dass die Begeisterung unter Mathematikern nicht überall überschäumt, sei verständlich, so der Professor. „Wer zehn Jahre an einem Problem herumgewissenschaftelt hat und dann zusehen muss, wie eine KI es in zehn Minuten löst, dürfte erst einmal ziemlich bedient sein.“

Wie kann es weitergehen?

Aus Sicht der DMV könnte klassischen Wissenschaftsverlagen eine neue Rolle zukommen, weil sie nur Arbeiten veröffentlichen, die im Zuge eines Begutachtungsprozesses für gut befunden wurden. Diese Ergebnisse lägen dann hinter einer Bezahlschranke, die von den KI-Modellen bisher noch nicht einfach umgangen werden könne. Hesse hat dafür wenig Verständnis: „Wissenschaft lebt schließlich vom Austausch, nicht vom Aussperren.“

Auch OpenAI argumentierte bei der Präsentation: „Wir möchten mit diesen Fortschritten die Grenzen des menschlichen Wissens erweitern und weitere Fortschritte in der Mathematik ermöglichen.“ Die internen Modelle sollten in der Mathematik und anderen Wissenschaften evaluiert werden. „So können wir schneller Werkzeuge entwickeln, die diese Fachgebiete voranbringen.“

Die eigentliche Revolution könnte aus Hesses Sicht darin liegen, dass Mathematiker neu bestimmen müssen, worin mathematisches Verstehen eigentlich besteht. „Ein korrekter Beweis ist schließlich noch nicht dasselbe wie die Einsicht, warum ein Satz gilt, welche Zusammenhänge er offenlegt und welche neuen Fragen er aufwirft.“ KI werde die Mathematik nicht abschaffen, ist er überzeugt. „Aber sie wird uns Mathematikern einiges abnehmen – möglicherweise auch manche Illusion über unsere Unersetzlichkeit.“ News4teachers / mit Material der dpa

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„Physikunterricht muss Geschichten erzählen“:  Wie Gamification die MINT-Fächer beleben kann – ein Interview

Der Beitrag Wenn KI schwierigste Beweise führt: Was bedeutet das für den Mathe-Unterricht? erschien zuerst auf News4teachers.

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