Google Chrome: Version 157 stopft 213 Sicherheitslücken
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Wer länger als ein paar Jahre in der WordPress-Welt unterwegs ist, kennt das Spiel: Alle paar Monate dreht sich das SEO-Karussell ein bisschen weiter, und plötzlich soll alles, was bis gestern noch galt, nicht mehr funktionieren. Mal sind es die Core-Updates, mal ein neues Ranking-Signal. Und seit etwa zwei Jahren stehen die generativen Antwortmaschinen wie Google AI Overviews oder ChatGPT mit im Raum und sortieren das Spielfeld neu.
Daher dachte ich mir, es ist Zeit für einen umfangreichen Rundumschlag. Kein Heilsbringer-Listicle, sondern ein nüchterner Blick auf das, was 2026 wirklich zählt, und auf das, was schon immer galt.
Dieser Artikel richtet sich an Blogger, kleinere Unternehmen und WordPress-Praktiker, die ihre Seite selbst betreuen. Wer ein Inhouse-SEO-Team mit drei Spezialisten hat, der braucht meine Einschätzung vermutlich nicht … kann sie aber gerne lesen. 🤓
Ich werde meine Meinungen klar als solche kennzeichnen. SEO ist ein Feld, in dem viele Leute viel mit großer Überzeugung behaupten, ohne dass am Ende jemand wirklich nachweisen kann, was den Ausschlag gegeben hat.
Bevor wir auf die ganzen neuen Themen kommen, AI Overviews, Core Web Vitals, llms.txt und so weiter, ein kurzer Realitätscheck: Die wirklich wichtigen Dinge in der Suchmaschinenoptimierung haben sich in den vergangenen Jahren erstaunlich wenig verändert.
Gute Inhalte. Saubere Technik. Geduld. Klingt langweilig, ist aber die Wahrheit.
Wenn ich mir meine eigenen erfolgreichen Artikel hier auf perun.net anschaue, dann lösen die fast immer ein konkretes Problem, ordnen ein Thema ein, zu dem es viele halbgare Erklärungen gibt, oder teilen eine eigene Erfahrung. Das Spannende: Diese drei Punkte sind unabhängig davon, wer den Artikel später liest: ein Mensch über die Google-Suche, eine KI, die ihn in einer Antwort zitiert, oder jemand aus einem Newsletter.
Was sich also wirklich nicht geändert hat: Inhalte, die einen echten Mehrwert liefern. Eine technisch saubere Website: crawlbar, schnell, mobil nutzbar. Ein Mindestmaß an Geduld, denn SEO war nie ein Sprint. Und Authentizität: Wer regelmäßig zu einem Thema schreibt und das über Jahre durchzieht, baut sich eine Position auf, die durch keinen Algorithmus-Trick zu ersetzen ist.
Ich kann das auch positiv lesen: Wenn die Grundlagen seit vielen Jahren halten, dann werden sie wahrscheinlich auch die nächsten zwei, drei Jahre überstehen, egal, was als Nächstes auf den Markt kommt. Klar, an den Rändern verändert sich einiges. Aber so heiß wird auch hier nicht gegessen, wie es gekocht wird. 🤓
Bevor wir uns über Schema-Markup, AI-Crawler und INP-Werte unterhalten, lohnt sich der Blick aufs Fundament. Die schönste SEO-Strategie nützt dir wenig, wenn dein Hoster im Schneckentempo ausliefert oder dein WordPress auf PHP 7.4 vor sich hin staubt.
HTTPS ist seit Jahren Standard, aber bei älteren Projekten findet man sporadisch noch Mixed-Content-Probleme oder abgelaufene Zertifikate. Bei den meisten Hostern ist Let’s Encrypt so gut integriert, dass HTTPS nur noch eine Frage von wenigen Klicks ist.
Bei der Domain selbst gibt es wenig Neues. Eine sprechende Domain ist besser als kryptischer Bindestrich-Salat, aber ein wirklicher Rankingfaktor von Bedeutung war das nie.
Hosting ist ein Bereich, in dem viele Leute viel ausgeben, ohne dass sich am Ergebnis etwas ändert. Klar, wenn du einen 2-Euro-Tarif bei einem zweifelhaften Anbieter hast, ist das Optimierungspotenzial groß. Aber sobald du bei einem soliden Anbieter gelandet bist, bringt dir der nächstteurere Tarif selten den großen Schub.
Wichtig sind Server-Standort in der Nähe der Zielgruppe, eine aktuelle PHP-Version, vernünftige Antwortzeiten und idealerweise Caching auf Server-Ebene. Den Rest erledigen ein gutes Theme und ein, zwei Plugins.
Das Thema PHP-Update habe ich vor einigen Jahren ausführlich behandelt. Das Grundprinzip gilt nach wie vor: Eine aktuelle PHP-Version ist deutlich performanter und sicherer. WordPress-Updates einspielen, ungenutzte Plugins entfernen, alte Datenleichen rauswerfen. Klingt banal, wird aber gerne aufgeschoben.
Beim WordPress-Theme sehe ich in der Praxis die meisten unnötigen Bremsklötze. Featurelastige Pakete mit Pagebuilder, dreißig Slider-Optionen und Animationen für jeden Anlass sind selten ein Performance-Gewinn. Wenn dein Theme beim Laden 80 CSS- und JavaScript-Dateien nachschiebt, wird es schwer, gute Core-Web-Vitals zu erreichen – egal, wie viele Cache-Plugins du draufpackst.

Beim technischen SEO gibt es 2026 wenige echte Neuerungen. Das meiste war auch 2020 schon Thema, nur dass die Schraube an der einen oder anderen Stelle angezogen wurde.
Die Core Web Vitals sind seit 2021 ein bestätigter Rankingfaktor. Aktuell besteht das Trio aus drei Werten. Wichtig: Google misst dabei nicht den Durchschnitt, sondern fordert, dass die Werte bei mindestens 75 Prozent aller Seitenaufrufe im grünen Bereich liegen.
Quelle: Google Search Central.
Klar, nicht jede Seite muss perfekte Werte haben. Aber wenn alle drei Werte rot leuchten, hast du ein Problem und nicht nur SEO‑mäßig. Niemand wartet gerne.
Mobile First ist seit Jahren keine Empfehlung, sondern Standard. Google bewertet primär die mobile Version. Wer noch eine separate mobile Variante oder ein nicht-responsives Theme hat, sollte dringend ran.
Damit Google deine Inhalte findet, muss die Seite crawlbar sein. Die Klassiker: eine sinnvolle robots.txt, eine aktuelle XML-Sitemap (bei WordPress liefert das mittlerweile der Core, ein SEO-Plugin verfeinert das) und eine vernünftige interne Verlinkung. Gerade letztere wird oft stiefmütterlich behandelt – dabei ist sie einer der wenigen SEO-Hebel, die du komplett selbst in der Hand hast.
Nachtrag: Im Artikel »KI-Crawler & robots.txt: zulassen, blockieren oder differenzieren« habe ich beschrieben, wie du vorgehen sollst, wenn du in der robots.txt die KI-Bots aussperren möchtest.
Bei Schema.org rate ich zur Mäßigung. Für bestimmte Inhaltstypen wie Rezepte, Veranstaltungen und FAQs bringt das sichtbare Vorteile. Aber jede Seite mit allen erdenklichen Schema-Typen zuzupflastern, ist meiner Erfahrung nach mehr Aufwand als Ertrag. Ich konzentriere mich auf das Wesentliche: Article für Blogartikel, BreadcrumbList für die Navigation, manchmal FAQ.
Bei Bildern ist WebP heute breit unterstützt, AVIF liefert oft noch bessere Kompression. Für die meisten Blogprojekte reichen WebP und ein Image-Optimization-Plugin völlig aus. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem empfehle ich meinen Leitfaden zur Bildoptimierung in WordPress. Was bei mir trotz aller Automatisierung manuell bleibt: die Alt-Texte. Eine echte Bildbeschreibung ist eine andere Qualität als eine generierte Phrase – und für die wichtigen Bilder lohnt sich die Mühe.
Bei aller technischen Optimierung: Wenn deine Inhalte nichts taugen, helfen dir die schönsten Core-Web-Vitals nichts. Und genau hier liegt ein Punkt, den ich für unterschätzt halte – nämlich dass guter Inhalt im Zeitalter der KI-Assistenten eher wichtiger geworden ist, nicht weniger.
Klar, KI-Tools wie ChatGPT, Claude, Grok oder Gemini können dir bei vielen Schritten helfen: Ideen sammeln, Gliederungen entwerfen, Überschriften vorschlagen, Texte umformulieren. Das ist kein Tabu, und ich nutze diese Werkzeuge auch selbst. Aber die eigentliche Substanz, deine Erfahrung, deine Sicht, deine konkreten Beispiele, die kann dir keiner abnehmen.
Klassische Tools wie der Google-Keyword-Planner oder Ahrefs sind nach wie vor nützlich, wenn du wissen willst, was Menschen tatsächlich suchen. Aber der Fokus hat sich verschoben. Statt dich auf einzelne Keywords zu fixieren, denke heute eher in Themenfeldern und konkreten Fragen, die deine Leser haben könnten.
Wer das umgekehrt macht – also zuerst das Keyword sucht und dann den Inhalt drumherum baut – produziert oft seelenlose und nicht wirklich hilfreiche Texte, die weder Google noch Menschen wirklich überzeugen.
Diese drei Elemente sind kleine Hebel mit großer Wirkung. Ein guter Seitentitel weckt Klickinteresse, eine vernünftige Meta-Beschreibung gibt einen ehrlichen Vorgeschmack, und eine saubere Überschriftenstruktur (h1, h2, h3) hilft sowohl Lesern als auch Suchmaschinen, den Aufbau zu verstehen.
Mein Pragmatismus dabei: eine H1 pro Seite, dann logisch verschachtelte H2 und H3. Fast nie h4 und h5 und h6 am besten gar nicht. Meiner Meinung nach reichen h1-h3 in den allermeisten Fällen.
Ein Aspekt, den ich für wichtiger halte als die meisten anderen On-Page-Themen: die interne Verlinkung. Wer von einem Artikel auf einen verwandten älteren Beitrag verlinkt, schafft drei Dinge gleichzeitig: mehr Kontext für den Leser, ein klareres Themenbild für Suchmaschinen und längere Verweildauer auf der Seite.
Eine Kleinigkeit am Rande, die oft vergessen wird: Linktexte sollten beschreiben, wohin sie führen. »Hier klicken« sagt weder dem Leser noch der Suchmaschine etwas. Besser ist eine kurze Beschreibung des Ziels. Das hilft beim Scannen des Textes und gibt Google einen zusätzlichen Hinweis darauf, worum es im verlinkten Artikel geht.
Das Schöne daran: Du brauchst kein Tool und kein Plugin. Du brauchst nur die Disziplin, beim Schreiben kurz zu überlegen, welche älteren Artikel zum aktuellen Thema passen. Und offen gesagt: Genau dort lasse ich mir mittlerweile auch von KI-Tools helfen, weil bei mehreren Tausend Artikeln im Archiv eine zweite Meinung nicht schaden kann.
E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness und ist ein Konzept aus Googles Quality-Rater-Guidelines. In der Praxis ist das schwer greifbar. Du kannst E-E-A-T nicht einfach »anschalten«. Aber du kannst dafür sorgen, dass dein Profil als Autor sichtbar ist, dass du zu deinen Themen tatsächlich etwas zu sagen hast und deine Inhalte nicht beliebig wirken.
Wer seit Jahren zu einem Themenfeld schreibt, dort nachweislich Erfahrung hat und das auch zeigt, durch Autorenseiten, persönliche Erfahrungsberichte, eigene Beispiele, der steht hier deutlich besser da als jemand, der erst gestern mit dem Thema angefangen hat.
Kurze Antwort wäre: Ja, eines macht das Leben einfacher. Aber bei der Auswahl ist weniger oft mehr.
Wer denkt, ohne SEO-Plugin sei sein WordPress hilflos, der irrt. Der Core liefert mittlerweile eine ordentliche XML-Sitemap, vernünftige Title-Tags und eine ganze Reihe sinnvoller Defaults. Für eine kleine Website mit überschaubarem Anspruch reicht das oft schon.
Ein SEO-Plugin lohnt sich aber, sobald du gezielt an Titeln und Meta-Beschreibungen schrauben, Schema-Markup einsetzen oder bestimmte Bereiche deiner Seite gezielt aus der Indexierung herausnehmen willst.
Die vier Plugins, die du immer wieder im deutschsprachigen Raum hörst, sind Yoast SEO, Rank Math, SEOPress und The SEO Framework. Alle vier können das Wesentliche, unterscheiden sich aber im Funktionsumfang und – das ist mir wichtig – in der Schlankheit der Oberfläche.
Yoast ist der Platzhirsch und hat alles, was man sich wünschen kann. Verursacht aber bei vielen Seiten Probleme bei Updates. Rank Math ist eine spürbar leichtere Alternative mit ähnlichem Funktionsumfang. SEOPress kommt aus Frankreich und hat einen guten Ruf im deutschsprachigen Raum, war mir aber zu überladen. The SEO Framework ist das schlankeste der vier und genau das, was ich bevorzuge.

Hier auf perun.net und bei mehreren Kundenprojekten setze ich seit einer Weile The SEO Framework ein. Wer wissen will, wie ich dort gelandet bin und was meine Kriterien waren, dem empfehle ich meinen Erfahrungsbericht: Wechsel von wpSEO zu SEOPress zu The SEO Framework. Spoiler: Die schlanke Oberfläche hat gegen die Feature-überladenen Alternativen gewonnen.
Was nicht heißt, dass die anderen schlecht sind. Wer Yoast bereits kennt und gut damit zurechtkommt, hat keinen Grund, umzusteigen. Aber wer gerade startet, sollte sich The SEO Framework auf jeden Fall anschauen.
Sobald WooCommerce ins Spiel kommt, wird die SEO-Geschichte etwas wuseliger. Aus einer Handvoll Beiträge und Seiten werden plötzlich Produktseiten, Produktkategorien, Varianten, Filter-URLs und je nach Setup auch noch Merchant-Center-Daten.
Was sich daraus an SEO-Aufgaben ergibt, ist anders gelagert als beim klassischen Blog. Drei Punkte halte ich für besonders wichtig:
WooCommerce-SEO ist ein Thema für sich und wird in einem späteren Artikel ausführlicher behandelt. Für den Pillar-Überblick reicht der Hinweis: Wer einen Shop betreibt, hat einen Teil der oben genannten Themen plus einen ganzen Strauß zusätzlicher Punkte auf dem Tisch.

Wenn ich diesen Artikel vor drei oder vier Jahren geschrieben hätte, wäre dieser Abschnitt nicht drin gewesen. Das Thema hatte damals einfach noch nicht die Relevanz, die es heute hat. Inzwischen haben sich Google AI Overviews, ChatGPT-Suche und ähnliche generative Antwortmaschinen so weit etabliert, dass kein SEO-Artikel daran vorbeikommt.
Die nüchternen Zahlen zuerst: Wenn Google für eine Suchanfrage eine KI-Zusammenfassung über den klassischen Suchergebnissen einblendet, gehen die Klicks auf die organischen Treffer messbar zurück. Verschiedene Studien aus 2025 und 2026 zeigen Rückgänge in einer breiten Spanne von rund 18 Prozent bis zu über 46 Prozent, je nach Methodik und Suchanfragen-Typ. Besonders betroffen sind informationelle Suchanfragen, also genau das, womit Blogs traditionell ihren Traffic generieren.
Klar, nicht jede Suchanfrage löst eine AI‑Overview aus, und in einigen Branchen sind die Auswirkungen begrenzter als in anderen. Aber die Richtung ist eindeutig: Wer früher allein vom organischen Suchtraffic gelebt hat, sollte das Geschäftsmodell überdenken. Ich habe das Thema – inklusive der praktischen Konsequenzen für kleine und mittlere Anbieter – in einem eigenen Artikel ausführlich behandelt: ChatGPT SEO: Die Evolution des Suchbegriffs. Wer sich mit den konkreten Gegenmaßnahmen beschäftigen möchte, findet außerdem in meinem älteren Beitrag Zero Click Searches: Fluch oder Segen für deine Website? eine Übersicht der Möglichkeiten: Newsletter, RSS, Community-Aufbau und Co.
Unter dem Begriff Generative Engine Optimization (GEO) hat sich seit 2024 eine ganze Marketing-Industrie zusammengefunden, die dir erklärt, wie du in KI-Antworten zitiert wirst. Wobei ich hier zur Mäßigung rate. Die meisten der bekannten GEO-Tipps, strukturierte Inhalte, klare Antworten auf konkrete Fragen, vertrauenswürdige Quellenangaben, sind im Kern altbekannte SEO‑Empfehlungen. Wer schon vorher saubere Inhalte mit guter Struktur veröffentlicht hat, ist auch für die KI-Welt halbwegs gerüstet.
Was sich allerdings tatsächlich verschiebt, ist der Fokus: Statt nur ranken zu wollen, geht es darum, zitiert zu werden. Und das ist eine andere Disziplin. Nicht radikal anders, aber mit eigenen Akzenten.
Eine praktische Frage, die mir oft gestellt wird: Soll ich die KI-Crawler von OpenAI, Anthropic, Google und anderen auf meiner Seite zulassen oder per robots.txt blockieren? Die Antwort hängt davon ab, was du erreichen willst.
Wer möchte, dass seine Inhalte in ChatGPT, Claude oder Gemini auftauchen, der muss die entsprechenden Crawler grundsätzlich zulassen. Wer das aus prinzipiellen Gründen ablehnt, kann sie blockieren. Verzichtet damit aber auch auf die Sichtbarkeit in den genannten Systemen. Eine Mischlösung gibt es ebenfalls: einzelne Crawler differenziert behandeln, je nachdem, wie der Anbieter mit Inhalten umgeht.
Meine pragmatische Linie: Ich lasse die meisten Crawler zu, weil mir die Sichtbarkeit wichtiger ist als das Prinzip. Aber ich kann jeden verstehen, der das anders entscheidet.
Seit 2024 geistert ein Vorschlag namens llms.txt durch die SEO‑Welt. Eine Art Sitemap, speziell für KI‑Modelle. Die Idee klingt zunächst plausibel: Du legst eine Markdown-Datei im Wurzelverzeichnis an, die LLMs auf die wichtigsten Inhalte deiner Seite hinweist.
Wobei ich ehrlich sagen muss: Die aktuelle Datenlage spricht eher gegen einen großen Effekt. Mehrere unabhängige Untersuchungen aus 2025 und 2026 (etwa von SE Ranking und ALLMO.ai) konnten keinen messbaren Zusammenhang zwischen vorhandenenllms.txt und tatsächlichen Zitaten in KI-Antworten feststellen. Auch Googles John Mueller hat in mehreren öffentlichen Aussagen klargestellt, dass die Google-Suche das Format nicht nutzt und keine AI-Systeme die Datei aktiv abfragen. Nachzulesen etwa beim Search Engine Roundtable.
Mein Fazit für 2026: llms.txt ist mit überschaubarem Aufwand einrichtbar, und manche Plugins wie Yoast SEO erstellen das mittlerweile automatisch. Wenn dich das Thema nicht abschreckt, kannst du es mitnehmen, aber als Ranking-Wunderwaffe würde ich es nicht verkaufen. Schau’n wir mal, ob sich daraus mittelfristig ein Standard entwickelt oder ob es im Sande verläuft.
Die KI-getriebene Veränderung des Suchverhaltens ist real und wird sich in den nächsten Jahren weiter verstärken. Mit dieser Einschätzung stehe ich nicht allein. Was ich allerdings nicht teile, ist die Panik, die damit oft einhergeht. Wer seit Jahren saubere, hilfreiche Inhalte zu seinem Themenfeld veröffentlicht und eine eigene Community aufbaut, sei es über Newsletter, RSS oder direkte Leserbeziehungen, der ist deutlich besser aufgestellt als jemand, der allein auf SEO-Traffic gewettet hat.
Die wichtigste Lektion aus den letzten Jahren: Verlasse dich nicht auf eine einzige Trafficquelle. Das war 2011 schon eine gute Idee und ist es heute mehr denn je.
Wer länger bloggt, hat irgendwann das Problem, das ich auch habe: einen Berg an Altartikeln, die teilweise nicht mehr aktuell, manchmal sogar peinlich, aber meist noch im Index sind. Was tun damit? Komplett löschen? Aktualisieren? In Ruhe lassen?
Meine Standard-Antwort: Es kommt darauf an. Aber ein paar Faustregeln gibt es schon.
Wenn ein älterer Artikel zu einem Thema gehört, das nach wie vor relevant ist, lohnt sich oft die Aktualisierung statt eines komplett neuen Beitrags. Vorteile: Die URL bleibt erhalten, eingehende Links bleiben aktiv, die bisherige Position in den Suchergebnissen bleibt erstmal stehen. Nachteil: Aktualisieren ist anspruchsvoller, als man denkt – manchmal ist es einfacher, einen neuen Artikel zu schreiben.
Mein Pragmatismus: Wenn der Originalartikel einen guten Aufbau hat und nur die Fakten veraltet sind, aktualisiere ich. Wenn die ganze Argumentation überholt ist, schreibe ich einen neuen Beitrag und setze, wo sinnvoll, eine Weiterleitung von der alten zur neuen URL.
Bei der Bewertung alter Inhalte hilft eine grobe Einteilung in vier Kategorien: aktualisieren (der Artikel hat noch Potenzial), zusammenführen (mehrere schwache Beiträge ergeben einen starken), weiterleiten (alter Artikel ist überholt, aber eine passende neue URL existiert) oder noindex (Inhalt soll online bleiben, aber nicht mehr in der Suche erscheinen).
Bei Artikeln, die ich nicht mehr in der Suche haben will, aber auch nicht löschen mag (Stichwort Lesezeichen, eingehende Links, eigene Verweise aus späteren Beiträgen), setze ich seit einer Weile gezielt auf noindex ohne nofollow. Das ist eine bewusste Entscheidung: Ich will den Artikel zwar aus dem Suchergebnis nehmen, aber die internen Links, die er auf andere – noch indexierte – Beiträge setzt, sollen weiter wirken.
Das Bulk-Vorgehen für genau diesen Fall habe ich in einem eigenen Artikel beschrieben: WordPress: Alte Artikel per Bulk auf noindex setzen. Dort findest du auch das Plugin, das ich dafür nutze.
Was du auf jeden Fall vermeiden solltest: einfach Artikel zu löschen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Jeder gelöschte Artikel produziert einen 404-Fehler, sobald jemand (ein Mensch oder ein Bot) die alte URL aufruft. Das ist nicht das Ende der Welt, aber unsauber.
Wenn du einen Artikel wirklich entfernen willst, gibt es drei sinnvolle Optionen: eine 301-Weiterleitung auf einen verwandten, aktuellen Beitrag, eine Weiterleitung auf eine passende Kategorie-Seite oder – wenn nichts davon passt – ein bewusstes 410 (Gone), das Suchmaschinen klar signalisiert: Diese Seite existiert nicht mehr und kommt auch nicht wieder.
SEO ohne Monitoring ist wie Autofahren mit verbundenen Augen: Du kommst vielleicht voran, aber wohin, weißt du nicht. Was du im Auge behalten solltest, hängt von deinen Zielen ab – die Werkzeuge sind aber weitgehend die gleichen.
Wenn du nur ein einziges SEO-Tool nutzt, dann dieses: Die Google Search Console ist kostenlos, verlässlich und liefert dir Informationen, die du nirgendwo sonst bekommst – etwa welche Suchanfragen zu deiner Seite führen, wie oft deine Seiten gezeigt und geklickt werden und welche Fehler Google beim Crawlen findet.
Die wichtigsten Berichte aus meiner Sicht: der Leistungsbericht (Suchanfragen, Klicks, Impressionen), der Indexierungsbericht (welche Seiten sind im Index, welche nicht) und seit einiger Zeit auch der Core-Web-Vitals-Bericht.
Beim Web-Analytics ist die Lage 2026 unübersichtlich. Google Analytics 4 ist nach wie vor verbreitet, aber rechtlich heikel und für viele Nutzer schlicht unverständlich aufgebaut. Datenschutzfreundliche Alternativen wie Matomo, Plausible oder Fathom sind aus meiner Sicht der bessere Weg, sofern dein Auswertungsbedarf nicht zu komplex ist.
Was ich praktisch empfehle: ein Analytics-Tool, mit dem du die wichtigsten Fragen beantworten kannst: Woher kommen meine Besucher und welche Inhalte funktionieren? Mehr brauchen die meisten kleineren Projekte gar nicht. Dafür ist Koko Analytics ausreichend.
Es gibt eine Menge Metriken, die hübsch aussehen, aber wenig sagen. Eine Kennzahl wie »Bounce Rate« beispielsweise ist für viele Inhaltstypen schlicht irreführend. Was ich mir tatsächlich anschaue:
Bei der Search Console schaue ich, welche Suchanfragen mir Klicks bringen und welche viele Impressionen, aber wenige Klicks erzeugen. Klarer Hinweis auf optimierbare Titel und Meta-Beschreibungen. Bei Analytics interessiert mich, welche Inhalte tatsächlich gelesen werden, woher die Besucher kommen und welche externen Quellen funktionieren.
Wie oft sollte man draufschauen? Aus meiner Erfahrung: Einmal pro Woche ist für viele Projekte ausreichend.
Bevor wir zum Fazit kommen, ein paar Fehler, die mir in den vergangenen Jahren sowohl bei eigenen als auch bei Kundenprojekten regelmäßig begegnet sind. Manche davon habe ich auch selbst gemacht. Das gehört zum Lernen dazu.
Klassiker Nummer eins: Eine Website läuft seit Jahren stabil, dann beschließt jemand, die Permalink-Struktur »schöner« zu machen. Aus /2024/03/15/artikelname/ wird /blog/artikelname/. Klingt aufgeräumter, ist aber ein Rezept für 404er auf breiter Front, sofern keine ordentlichen Weiterleitungen mit aufgesetzt werden.
Mein Rat: Permalinks ändert man nur, wenn es einen wirklich triftigen Grund gibt. Und dann nur mit einer sauberen 301-Weiterleitungs-Strategie für alle alten URLs.
Zweiter Klassiker: Für jedes kleine Problem ein eigenes Plugin. Am Ende stehen 30 oder 40 Plugins im Backend, von denen die Hälfte sich gegenseitig ins Gehege kommt, ein Drittel seit zwei Jahren keine Updates mehr bekommen hat und der Rest die Ladezeit verlängert.
Was ich versuche: Vor jeder Plugin-Installation zu prüfen, ob sich das Problem nicht auch ohne Plugin lösen lässt etwa mit ein paar Zeilen Code im Theme oder mit Bordmitteln von WordPress.
Ein Klassiker, der viel Schaden anrichten kann: Eine Staging- oder Testumgebung wird nicht richtig vor Suchmaschinen geschützt und landet im Google-Index. Oder – noch unangenehmer – beim Relaunch wird die noindex-Einstellung der Live-Seite vergessen.
Beides passiert schneller, als man denkt. Vor jedem Relaunch lohnt sich daher eine kurze Checkliste: Ist die Live-Seite wirklich indexierbar? Sind Test- und Staging-Systeme per noindex oder Passwortschutz abgesichert? Stimmen die Canonicals? Funktionieren die wichtigsten Weiterleitungen?
Es gibt eine Reihe von Mythen, die sich seit Jahren halten, und kaum jemand kann erklären, warum. »Keyword-Dichte muss bei 2 Prozent liegen« ist ein solcher Klassiker. Google hat die Keyword-Dichte als Ranking-Faktor seit über einem Jahrzehnt nicht mehr als bedeutsam betrachtet. Ähnlich die »Duplicate-Content-Panik«: Wer denselben Inhalt in zwei verschiedenen Sprachen oder als Print- und Online-Variante hat, muss sich keine Sorgen machen, dass Google das abstraft.
Wer immer noch nach starren Keyword-Quoten optimiert oder bei jeder identischen Phrase Panik bekommt, verschwendet Energie an die falschen Stellen.
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt: Viele Website-Betreiber stecken endlos Energie in technische Mikro-Optimierungen – das letzte Millisekündchen LCP, das perfekte Schema-Markup, das letzte Quäntchen Cache-Optimierung – und schreiben dabei seltener und schlechter. Aus meiner Sicht ist das Verhältnis falschherum. Lieber einmal pro Woche einen ordentlichen Artikel schreiben als zweimal pro Woche an der robots.txt feilen.

Wenn ich diesen Artikel auf einen Satz reduzieren müsste, dann würde der lauten: Mach die Grundlagen ordentlich, lass dich nicht von jedem Hype anstecken und verlasse dich nicht auf eine einzige Trafficquelle.
Was 2026 wirklich neu ist: Die KI-getriebenen Antwortmaschinen verändern, wie und wo Inhalte gefunden, gelesen und zitiert werden. Das ist eine reale Verschiebung, und sie wird sich in den nächsten Jahren weiter verstärken. Wer früher allein vom organischen Suchtraffic gelebt hat, sollte das Geschäftsmodell überdenken. Das war im Zero-Click-Artikel schon vor drei Jahren kein neues Thema mehr und ist heute akuter denn je.
Was bleibt: Inhalte, die einen echten Mehrwert liefern. Eine technisch saubere Website. Geduld. Und vielleicht der wichtigste Punkt: ein zweites oder drittes Standbein neben Google. Newsletter, RSS, eine eigene Community. Das sind die Kanäle, die dir niemand wegnehmen kann, weil keine Such-Engine zwischen dir und deinen Lesern steht.
Wer das im Hinterkopf hat, schaut auf die Entwicklungen der nächsten Jahre vermutlich entspannter als jemand, der bei jedem neuen Algorithmus-Update Schweißausbrüche bekommt. Mal schauen, wie sich das Ganze in den nächsten zwei bis drei Jahren entwickelt.
Wie schaut es bei euch aus? Welches der genannten Themen findet ihr 2026 am wichtigsten und welches überbewertet? Habt ihr eine eigene Strategie für die KI-getriebenen Veränderungen entwickelt? Ich freue mich über eure Erfahrungen in den Kommentaren.
Google hat am 15. Mai 2026 ein eigenes Dokument zur Optimierung für generative AI-Features veröffentlicht: Optimizing your website for generative AI features on Google Search. Lohnenswerte Lektüre, vor allem weil Google an mehreren Stellen offiziell festhält, was andere und ich auch schon vermutet haben. Die für mich wichtigsten Punkte:
blog.firma.de) oder einem Verzeichnis (firma.de/blog/) starten?Kurze Antwort: In den meisten Fällen mit dem Verzeichnis.
Suchmaschinen behandeln Subdomains technisch wie eigenständige Websites. Das heißt, der ganze Vertrauensbonus, den deine Hauptdomain über die Jahre aufgebaut hat, hilft dem Blog auf der Subdomain nur eingeschränkt. Beim Verzeichnis profitiert der Blog dagegen direkt von der gesamten Domain-Autorität.
Es gibt Situationen, in denen eine Subdomain Sinn ergibt: wenn der Blog technisch komplett getrennt laufen muss (anderes CMS, andere Server-Architektur) oder wenn es sich um ein eigenständiges Projekt mit eigener Identität handelt. Für den klassischen Unternehmensblog ist das Verzeichnis aber meine Standardempfehlung.
Ein Domain-Umzug ist einer der riskantesten Schritte, die man mit einer etablierten Website machen kann. Wenn die Vorbereitung schludrig ist, verlierst du im schlimmsten Fall einen großen Teil deines Suchtraffics auf Monate.
Was du auf jeden Fall brauchst: eine vollständige Liste aller URLs der alten Domain, dazu eine saubere 301-Weiterleitungs-Strategie, die jede einzelne alte URL auf das passende neue Gegenstück lenkt. Pauschal alles auf die neue Startseite weiterzuleiten, ist der häufigste Fehler und SEO-mäßig fast so schlecht wie gar keine Weiterleitungen.
Zusätzlich solltest du beide Domains in der Google Search Console verifizieren, dort den Adressänderungs-Antrag stellen und in den ersten Wochen nach dem Umzug intensiv beobachten, ob die Indexierung sauber durchläuft.
Praktischer Hinweis: Plane für den Umzug mindestens eine Woche reines Vorbereitungs-Zeitfenster ein, wenn du die Sache selbst stemmst. Den Umzug ein bis zwei Tage vor dem Flug in den Urlaub anzusetzen, ist keine gute Idee.
Kurze Antwort: ja, aber nicht in der Form, in der Backlinks früher gehandelt wurden.
Die Zeiten, in denen man Linktauschnetzwerke, Webkataloge oder gekaufte Gastbeiträge mit Linkboost als SEO-Strategie verkaufen konnte, sind seit Jahren vorbei. Google erkennt solche Muster relativ zuverlässig, und im schlimmsten Fall handelst du dir damit eine manuelle Maßnahme ein.
Was nach wie vor funktioniert, sind echte, redaktionell motivierte Verlinkungen: Jemand verlinkt deinen Artikel, weil er ihn relevant oder hilfreich findet. Diese Art von Backlink ist wertvoll wie eh und je, und sie ist auch eines der wenigen klaren Signale, an denen sich KI-Antwortsysteme wie ChatGPT oder Perplexity orientieren, wenn sie Quellen auswählen.
Wie bekommt man solche Backlinks? Indem man Inhalte schreibt, die es wert sind, verlinkt zu werden. Klingt banal, ist aber die einzige nachhaltige Antwort.
Ganz ehrlich: Niemand außerhalb der LLM-Anbieter weiß mit Sicherheit, wie deren Auswahlmechanismen funktionieren. Aber es gibt ein paar Muster, die sich in der Praxis abzeichnen.
KI-Systeme bevorzugen tendenziell Inhalte, die eine klare Frage direkt beantworten, eine eindeutige Position vertreten und sich an konkreten Beispielen festmachen lassen. Schwammige Allgemeinplätze und »Es kommt darauf an«-Texte werden seltener zitiert, auch wenn sie inhaltlich nicht falsch sind.
Praktische Ableitungen:
Was sich erkennbar nicht lohnt, ist die Anfertigung spezieller »KI-Versionen« von Inhalten oder die mechanische Optimierung auf vermeintliche GEO‑Faktoren. Gute Inhalte mit klarer Struktur sind 2026 auch die Inhalte, die KI-Systeme bevorzugt zitieren.
Ich hatte jahrelang Google Alerts im Einsatz. Für WordPress, für WooCommerce, für ChatGPT, Gemini, Claude und was sonst noch so im KI-Bereich passiert. Das waren manchmal bis zu acht einzelne E-Mails pro Tag, die in meinem Posteingang gelandet sind. Klingt zunächst nach einem guten System. Ist es aber auf Dauer nicht. ![]()
Google Alerts macht genau das, was man von dem Dienst erwarten kann: Es schickt dir alles, was es findet. Ungefiltert, unsortiert und häufig auch doppelt. Die gleiche Meldung über zwei bis drei verschiedene Alerts – zum Beispiel beim Thema WordPress und WooCommerce – war keine Seltenheit.
Dann mal eine News-Meldung, mal eine Anleitung, mal ein Forenbeitrag aus der grauen Vorzeit, der aus unerfindlichen Gründen wieder aufgetaucht ist. Das war weder effizient noch zufriedenstellend. Ich habe mehr Zeit damit verbracht, irrelevante Treffer zu überfliegen und Dopplungen zu ignorieren, als tatsächlich etwas Nützliches daraus mitzunehmen. Irgendwann war klar: Das muss besser gehen.
Seit einiger Zeit bietet Google mit Workspace Studio ein Tool an, mit dem du automatisierte Abläufe, sogenannte Flows, erstellen kannst. Verbinden kannst du eine Reihe an Google-Diensten: Gemini, Gmail, Docs, Sheets, NotebookLM, Chat, Meet, Kalender und Tasks.
Das Prinzip ist simpel und dadurch sympathisch: Du definierst einen Auslöser, verknüpfst das mit einer Aktion und am Ende kommt ein Ergebnis heraus. In meinem Fall ein Zeittrigger, der morgens den Flow auslöst. Dieser beauftragt Gemini, nach aktuellen Meldungen zu suchen, sie zu bewerten und zu sortieren. Im letzten Schritt übergibt Gemini den Text an Gmail und ich bekomme vor der Arbeit eine E-Mail mit allen relevanten Meldungen.
Du benötigst dafür kein technisches Vorwissen. Wer mit der Maus umgehen kann, kann das Tool bedienen.

Der Aufbau ist mehr als einfach. Ich habe zwei Flows erstellt. Einen für den Themenkomplex »WordPress & WooCommerce« und einen für »Alles rund um KI«. Aus den vorherigen sieben bis acht täglichen E-Mails sind damit genau zwei geworden.
Jeder Flow folgt dem gleichen Muster:
Den Zeitraum habe ich auf 24 Stunden gesetzt, da ich jeden Tag eine E-Mail bekomme. Möchtest du nur einmal die Woche eine E-Mail bekommen, dann erhöhst du entsprechend die Zeit. Du kannst anstatt Versand per E-Mail auch eine Chat-Nachricht wählen, oder speichern in Google Docs. Je nachdem, was du bevorzugst.
Bevor du den Flow dann endgültig startest, kannst du auch vorher testen. Das empfiehlt sich vor allem, wenn eine Nachricht oder Meldung an mehrere Empfänger verschickt wird. Falls du Inspirationen suchst, dann findest du unter »Discovery« knapp zwei Dutzend vorgefertigte Flows.
Wie bei allen KI-gestützten Lösungen gilt auch hier: Die Qualität der Ergebnisse hängt maßgeblich von der Frage ab. Oder in diesem Fall: vom Prompt. Ein Auszug aus meiner Anweisung an Gemini:
Handle als spezialisierter KI-News-Kurator. Deine Aufgabe ist es, ein präzises Update über die Entwicklungen der letzten 24 Stunden zu liefern. [...]
Dazu kommen weitere Anweisungen: keine Dopplungen, die Meldungen nach »News« und »Anleitungen« sortieren, und zu jeder Meldung einen Link zur Originalquelle einfügen. Das Ergebnis kommt als saubere Liste daher: Titel, kurzer Teaser und der Link zur Quelle. Kein unnötiger Fließtext, direkt auf den Punkt.
Nachtrag: In den Kommentaren wurde zu Recht darauf hingewiesen, dass hier nur der Anfang des Prompts steht. Diesen habe ich allerdings nicht weggelassen, um mögliche Geheimnisse verbergen zu wollen, sondern weil der Prompt wirklich nichts Besonderes ist. Ich habe mich einfach mit Gemini unterhalten, ihm geschildert, was ich benötige, und er hat mir dann einen Systemprompt erstellt. Den habe ich lediglich nach einigen Tagen an ein paar Stellen an meine Bedürfnisse angepasst. Hier der vollständige Prompt:
Handle als spezialisierter KI-News-Kurator. Deine Aufgabe ist es, ein präzises Update über die Entwicklungen der letzten 36 bis 48 Stunden zu liefern.
Kontext:
Fokus auf: ChatGPT, Claude, Gemini, Nano Banana (Gemini 3 Flash Image), NotebookLM und wichtige LLM-Entwicklungen. Suche in deutschen und englischen Quellen.
Anweisungen & Struktur:
1. 📰 KI-News (Letzte 36 Stunden):
- Liste wichtige Schlagzeilen und Ereignisse auf, die maximal 36 Stunden alt sind.
- Format: **Titel der Nachricht** - Kurze Zusammenfassung (1 Satz) - [Datum] - <link>
2. 💡 Hilfreiche Tipps & Tutorials (Letzte 48 Stunden):
- Liste Anleitungen, How-tos oder Tipps auf, die maximal 48 Stunden alt sind.
- Format: **Titel des Tutorials** - Kurzer Nutzen-Check (1 Satz) - [Datum] - <link>
Regeln für die Ausgabe:
- KEINE Einleitung, kein "Hier sind die News" oder Begrüßungen.
- Verwende Emojis passend zu den Themen.
- Links müssen DIREKT zum Artikel führen (keine Landingpages). Label der Links ist nur das Wort "link".
- Bleibe sachlich, keine eigene Meinung oder Kommentare.
- Sprache: Deutsch (Inhalt), Quellenangaben im Original (Titel/Links).
- Erfinde NIEMALS Quellen. Wenn nichts gefunden wurde, lass die Sektion leer oder schreibe "Keine neuen Einträge in diesem Zeitraum".
Ausgabe-Formatbeispiel:
## 📰 Top KI-News (36h)
* **Headline** - Zusammenfassung - [Datum] - <link>
## 💡 Tutorials & Guides (48h)
* **Headline** - Zusammenfassung - [Datum] - <link>
Die Unterschiede im Alltag sind deutlich. Statt mehrerer teils redundanter Mails bekomme ich morgens genau zwei übersichtliche Zusammenfassungen. Einmal alles rund um das Thema KI und AI und dann alles rund um WordPress & WooCommerce. Die sind sortiert, kuratiert und enthalten nur Meldungen, die tatsächlich aktuell und relevant sind. Ich schaue morgens kurz rein, sehe sofort, ob etwas dabei ist, das mich betrifft oder interessiert, und bin durch.
Im kostenlosen Google-Account ist Workspace Studio allerdings nicht verfügbar. Es ist (AFAIK) in allen Business- und Enterprise-Plänen von Google Workspace enthalten. Das heißt: Business Starter, Business Standard, Business Plus und Enterprise. Je nach Plan gibt es unterschiedliche Limits bei der Anzahl der monatlichen Flow-Ausführungen.
Workspace Studio ist auf Google-Dienste beschränkt. Es soll zwar Anbindungen an Drittanbieter geben, aber zumindest bei mir scheint das nicht möglich zu sein.
Außerdem ist Workspace Studio noch vergleichsweise jung. Es wurde erst Ende 2025 in der jetzigen Form ausgerollt und manche Funktionen sind noch in der Entwicklung. Google hat in der Vergangenheit nicht gerade selten Produkte gestartet und dann wieder eingestampft, obwohl sie in der Community beliebt waren. Stichwort Stadia, Google+ oder Google Reader. Wobei ich hier vorsichtig optimistisch bin, da das Thema KI und vor allem Automatisierung in Verbindung mit der KI nach wie vor gehypt werden, sowohl von den Anbietern als auch von Firmen, die es nutzen, da sie sich Effizienzgewinne versprechen.
Ich teste die beiden Flows seit mehreren Wochen und für mich hat sich der Umstieg gelohnt. Der Aufwand für die Einrichtung war überschaubar. Einmal den Flow aufsetzen, Prompt feinjustieren, fertig. Seitdem läuft das Ganze zuverlässig im Hintergrund und ich bekomme morgens meinen kompakten Überblick und habe dadurch ein kleines Problem weniger.
Nutzt ihr noch Google Alerts oder habt ihr euch schon mit Workspace Studio beschäftigt?
Vor einigen Tagen wurde die neue Version von Google Gemini veröffentlicht und daher wollte ich die KI-Bildtechnologie von Google (Nano Banana) ausprobieren. Da einige Leute das neue Modell mit Koordinaten und einem bestimmten Datum herausgefordert haben, wollte ich das ebenfalls machen und habe mir zwei Szenarien ausgesucht und wollte auch gleichzeitig schauen, wie sich ChatGPT schlägt. ![]()
Mein erster Prompt für Google Gemini 3 Pro lautete folgendermaßen:
Erstelle ein Bild von 46° 46′ 46″ N, 10° 50′ 26″ O im Jahr 3230 v. Chr.
Das folgende Bild hat Gemini dann erstellt. Es handelt sich hierbei um einen alten Kriminalfall und die Hauptrolle dabei hat ein sehr berühmter Südtiroler. 😉

Wie du spätestens anhand des Bildes erkennen kannst, handelt es sich hierbei um die Tötung von Ötzi vor 5250 Jahren. Google Gemini hat schnell und richtig erkannt, worum es geht. So hat das KI-Modell »nachgedacht«:
Focusing on Parameters
I’m now zeroing in on the request parameters: a precise location, a specific historical period (3230 BC), and the Ötztal Alps. My primary goal is a clear visualization of the event in this era, considering the landscape and potential human presence. The geographic coordinates need to be accurately represented for this specific event.
Pinpointing the Scene
I’m now fully immersed in the scene construction. The parameters are locked: the Ötztal Alps, 3230 BC. The goal is to capture Ötzi’s final moment in a realistic setting. I’m focusing on the environmental details, like the rugged terrain, the late autumn vegetation, and the harsh weather. The figure of Ötzi and his belongings are in the plan. […]
Gemini hat zügig erkannt, dass es sich hier um die Ötztaler Alpen handelt und ich, basierend auf der Jahresangabe, nach einem Bild von der Tötung von Ötzi erwarte. Und hier das Bild, welches ChatGPT 5.1 Thinking generiert hat:

Wie du erkennen kannst, hat ChatGPT zwar ein Bild erstellt, welches landschaftlich und auch in Bezug auf die Epoche recht gut passt. Es hat aber nicht erkannt, um welches Ereignis es mir geht. Das kannst du noch besser am Nachdenkprozess von ChatGPT erkennen:
Vorbereiten der Bildanforderung
Der Benutzer hat nach einem Bild eines historischen Szenarios gefragt, das vermutlich in den Alpen liegt, nahe der italienisch-schweizerischen Grenze, etwa am Stelvio Pass oder Südtirol. Die angegebene Jahreszahl liegt im Neolithikum oder Chalkolithikum, um 3230 v. C. Ich plane, ein realistisches Bild mit einer malerischen oder fotorealistischen Darstellung zu erstellen.
Bei dem ersten Test liegt Google Gemini 3 mit Nano Banana klar vorn. Schauen wir uns die Bilder aus dem zweiten Test an.
Der nächste Prompt, den ich für beide Modelle nutzte, sah so aus:
Erstelle ein Foto von 31,7785° N und 35,2296° O am 3. April 33 um 15:01.
Basierend darauf hat Google Gemini folgendes Bild erstellt:

Google Gemini hat schnell erkannt, um welches historische Ereignis es geht, und hat mit Nano Banana ein realistisch wirkendes Bild erstellt. Hier ein Auszug aus dem Denkvorgang:
Locating Golgotha’s Site
I’m now focusing on depicting Golgotha outside Jerusalem’s walls in 33 AD, using the provided coordinates. The location is set near the Damascus Gate. I plan to refine the scene’s details based on historical context.
Crafting the Golgotha Scene
I am working on capturing the somber atmosphere of Golgotha outside Jerusalem in 33 AD. I’m focusing on the historical accuracy of the Roman soldiers’ armor (Lorica Hamata) and the clothing of the Jewish onlookers. The scene should convey a sense of chaos and impending doom, with dark, stormy skies and signs of an earthquake. I aim to evoke the profound sorrow and tension of that moment in time. The cityscape of Jerusalem, with its walls, will be visible in the background. […]
Nun schauen wir uns an, was ChatGPT 5.1 mit dem gleichen Prompt generiert hat:

Einerseits hat ChatGPT hier erkannt, um welches Ereignis es sich handelt. Dabei hat ChatGPT keinen Denkvorgang generiert bzw. benötigt, obwohl ich 5.1 Thinking aktiviert hatte. Allerdings hat es mir, anstatt eines Fotos ein Gemälde erstellt.
Auch wenn ich es ungern sage, aber momentan hat Google hier die Nase vorn. Ich habe noch weitere historische Ereignisse bemüht und auch Infografiken erstellen lassen, und es sah nicht wirklich gut für ChatGPT aus. Die zwei oberen Prompts könnte man noch als nette Spielerei für History-Nerds abtun, aber vor allem bei Infografiken, war der Abstand von Google Gemini gegenüber ChatGPT teilweise richtig heftig.
Beim Reasoning konnte ChatGPT manchmal noch mithalten, aber bei der Umsetzung bzw. bei der Bildgenerierung lag Google meistens vor. Das kann sich natürlich in wenigen Wochen ändern. Aber es zeigt leider, dass wir als Nutzer weiterhin mehrere Modelle testen müssen.
Obwohl ich mittlerweile schon seit 27 Jahren im Web unterwegs bin, werde ich nach wie vor überrascht, wie schnell sich manche Sachen ändern können. Auch bei Themen, mit denen ich mich beschäftige, und bei denen ich mögliche Änderungen geahnt hatte. ![]()
Das ist mir neulich mal wieder aufgefallen, als ich mir die Suchergebnisse auf Google zum Thema “ChatGPT SEO” angeschaut habe. Dieser Begriff hat schon kurz nach dem Veröffentlichen von ChatGPT erste Ergebnisse gehabt und schnell tummelten sich Konkurrenten mit Artikeln.
Lange Zeit konntest du dort Anleitungen sehen, wie du mithilfe von ChatGPT deine Website für Suchmaschinen optimieren kannst. Es gab Anleitungen, wie du mit ChatGPT gute Seitentitel und gelungene meta-Beschreibungen generierst oder wie es deine Keyword-Recherche unterstützt. Später kamen auch Tipps, wie du mit ChatGPT die Texte inhaltlich analysieren und aufwerten kannst.
Das hat sich allerdings mittlerweile geändert. In den Suchergebnissen tauchen immer mehr Ergebnisse auf, die sich mit dem Thema beschäftigen, wie du mit deiner Website in ChatGPT und anderen KI-Chatbots als Quelle gelistet wirst. Das Thema verschiebt sich momentan von Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu Generative Engine Optimization (GEO).

Dass es diese thematische Verschiebung geben würde, war mir klar. In den letzten Wochen häuften sich englischsprachige Blogartikel und Postings im deutschsprachigen LinkedIn, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Allerdings hätte ich diese Verschiebung in den deutschsprachigen Suchergebnissen erst für August oder September erwartet.
Konkret geht es darum, was die Betreiber von Websites unternehmen können, um ihre Websites in den KI-gestützten Suchmaschinen sichtbarer zu machen. Viele Menschen suchen mittlerweile viel weniger in den klassischen Suchmaschinen, sondern konsultieren direkt die KI-Chatbots. Google selbst hat seit einiger Zeit auch in Deutschland für die meisten Anfragen die KI-Zusammenfassung aktiviert.
Das heißt, die Anzahl der sogenannten Zero-Click-Searches ist bereits stark gestiegen, weil zunehmend Fragen in den Suchmaschinen beantwortet werden, ohne dass es für die Sucher eine Veranlassung gibt, die Website auch aufzusuchen. Im Blog-Artikel Zero Click Searches: Fluch oder Segen für deine Website? habe ich dieses Problem und mögliche Gegenmaßnahmen schon vor mehr als zwei Jahren thematisiert.

Aus dem oberen Screenshot ist die Problematik schnell zu erkennen. Du bekommst mittlerweile auch auf Google eine komplette Antwort samt Anleitung. Im konkreten Fall gab es für mich keine Veranlassung, die Websites auch zu besuchen. Und das ist ein großes Problem für alle Betreiber von Websites. Nicht nur für diejenigen, die von Werbeeinnahmen leben, sondern auch für diejenigen, die mit SEO und Content-Marketing auf ihre Produkte und Dienstleistungen aufmerksam machen.
Jetzt könntest du entgegnen: “ja gut, das gab es vorher auch schon, warum die Aufregung?”. Das stimmt, Zero-Click-Searches waren vorher schon ein Problem, aber gegenüber dem, was zunehmend auf uns zukommt, war es bis jetzt ein Kindergeburtstag. Bei diversen Websites ist der SEO-Traffic um 40 Prozent eingebrochen.
Das GEO bzw. die Positionierung der eigenen Website als Quelle für KI-Modelle sollen gewissermaßen als Ersatz für die wegfallenden Klicks aus den Suchmaschinen dienen. Dem zugrunde liegt die (schwache) Hoffnung – ich würde es eher Verzweiflung nennen –, dass die wegfallenden Klicks durch Suchmaschinen durch Besucher via ChatGPT & Co. ersetzt werden. Dabei wären sie kein quantitativer Ersatz, sondern würden eher qualitativ die wegfallenden Klicks ersetzen, da sie mehr Klicks und Umsatz pro Besucher generieren würden. So die Theorie.
Ich sehe das allerdings skeptisch. Erstens bin ich der Meinung, dass auch wenn das funktioniert, die wenigen Besucher durch die Chatbots nicht die Masse an verlorenen Klicks durch die Suchmaschinen ersetzen werden. Ein anderer Faktor sind die Ressourcen. Schon seit längerer Zeit ist es so, dass durch die Bevorzugung großer Anbieter durch Google die kleinen Betreiber kaum noch mithalten können. Das GEO wird das Problem noch verstärken, da die zusätzlichen Optimierungen logischerweise auch zusätzliche Ressourcen in Anspruch nehmen werden und von den kleinen Betreibern kaum zu stemmen sind. Sowohl zeitlich als auch in vielen Fällen in Bezug auf die notwendige technische Expertise.
Wer jetzt als kleiner bis mittelgroßer Anbieter noch nicht über eine Community verfügt, sei es ein Forum oder eine Newsletter-Liste, der hat ein großes Problem und führt womöglich, wenn nicht das letzte, dann das vorletzte Rückzugsgefecht.