Der Bildungsmedienanbieter Westermann hat mit Pearson, dem weltweit führenden Unternehmen für lebenslanges Lernen, eine Vertriebspartnerschaft vereinbart. Künftig können Schulen und Lehrkräfte über Westermann die international anerkannten Englisch-Prüfungen und -Zertifizierungen von Pearson beziehen.
Von Beginn kommenden Jahres an wird Westermann, der Partner von Pearson für Schulen in Deutschland, den Alleinvertrieb für zwei Assessment-Tools von Pearson übernehmen. Es handelt sich um Prüfungen für zertifizierte Englischkenntnisse in Studium und Beruf sowie um Prüfungen für den mittleren Schulabschluss in Klasse 10. Ergänzt werden die Sprachtests um gedruckte Materialien und KI-gestützte Vorbereitungstools.
Schulen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler können damit alles für den Englischunterricht über Westermann erhalten: Beratung, qualitätsgeprüfte Bildungsmedien mit den ergänzenden Materialien sowie bewährte Englisch-Einstufungstests und Zertifizierungen.
„Wir freuen uns, unser Angebot im Unterrichtsfach Englisch um international anerkannte Tests und passende Übungsmaterialien von Pearson ergänzen zu können. Damit erhalten Lehrkräfte zuverlässige Tools für Sprachstandserhebungen bei ihren Schülerinnen und Schülern. Diese wiederum können sich mit den Tests fit für Anforderungen in Studium und Beruf machen und entsprechende Kenntnisse nachweisen. Damit bieten wir einen wichtigen Mehrwert in unserem Portfolio“, sagt Nicole Bornemann, Geschäftsführerin der Westermann Service und Beratung GmbH.
„Englisch kann Türen zum Studium, zum Beruf und zur weiten Welt öffnen, aber Lernende brauchen am Ende mehr als nur ein Zertifikat. Sie brauchen Übung, Feedback und einen klaren Weg, dem sie folgen können. Mit dem Unterrichtswissen und der Praxiserfahrung des Westermann-Teams bündeln wir unsere Stärken, um Lehrkräften alle Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen und Unterrichten an die Hand zu geben“, sagt Sharon Hague, President, Pearson English Language Learning.
Über Westermann Wir gestalten die Zukunft des Lernens: Die Westermann Gruppe mit Stammsitz in Braunschweig ist einer der großen Anbieter für Bildungsmedien im deutschsprachigen Raum. Unsere Verlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz decken den Medienbedarf fürs Lehren und Lernen vom Kleinkinderalter bis zur Berufsausbildung ab. Unser Angebot umfasst Produkte für alle Schulformen, Schulstufen und Fächer, Medien für die vorschulische Bildung und privates Lernen sowie Kinder- und Jugendbücher. Zur Westermann Gruppe gehören außerdem Betriebe für Druck und Logistik. westermanngruppe.de
Über Pearson Unser Ziel bei Pearson ist ganz einfach: Wir möchten Menschen dabei helfen, durch Lernen das Leben zu verwirklichen, das sie sich vorstellen. Wir sind davon überzeugt, dass jede Lernmöglichkeit eine Chance für einen persönlichen Durchbruch ist. Deshalb setzen sich unsere rund 18.000 Mitarbeitenden dafür ein, lebendige und bereichernde Lernerfahrungen zu schaffen, die auf die Alltagspraxis ausgerichtet sind. Wir sind das weltweit führende Unternehmen für lebenslanges Lernen und versorgen Kunden in fast 200 Ländern mit digitalen Inhalten, Prüfungen, Qualifikationen und Daten. Für uns ist Lernen nicht nur das, was wir tun. Es ist das, was wir sind. Besuchen Sie uns unter plc.pearson.com
Dies ist eine Pressemeldung der Westermann Gruppe.
Montagmorgen, 7 Uhr 30, Lehrerfreund-Redaktion. Wie wird dort gearbeitet? Und vor allem: WAS wird dort gearbeitet? Wird dort überhaupt gearbeitet? Was sind die heißen Themen? Antwort auf diese Fragen gibt der Imagefilm »Hartnäckig wie die Auster«.
Warum gibt es eigentlich Werbung auf Dem Lehrerfreund? Verdient sich da einer eine goldene Nase? Ein schonungslos offenes Interview mit Diego Ducato, CFO (Finanzdirektor) Des Lehrerfreunds.
Lehrerfreund-Newsletter vom 13.04.2026 mit diesen Themen: Die Lehrerfreund-Apps (Timer, Gruppenmaker, Wortwolke, Mindboard/Metaplan, Lektürekonverter II), Pomodoro-Technik, höhere Schülerbeteiligung durch Spielkartenmethode.
Auch wenn man sie mittags auf dem Tennisplatz trifft - am Abend sitzen sie alle da und bereiten ihren Unterricht vor, korrigieren oder verfassen Elternbriefe. Stundenlang. Die meisten Lehrer/innen arbeiten dabei höchst ineffizient. Durch die einfache 20-Minuten-Methode können Sie Ihre Effizienz vervielfachen. Das heißt: Wofür Sie bisher zwei Stunden brauchten, erledigen Sie jetzt in 25 Minuten.
Unterrichtsgespräche sind in der Praxis oft eine zähe Angelegenheit, da sich meist nur sehr wenig SchülerInnen freiwillig daran beteiligen. Die Spielkarten-Methode führt zu einem drastischen Anstieg der freiwilligen Schülerbeteiligung. Ein Bericht aus der Unterrichtspraxis mit Evaluation.
Im März haben wir eine App-Suite für Unterricht, Unterrichtsvorbereitung und Korrektur veröffentlicht. Alle Apps sind kostenlos und lassen sich mit einem Klick starten (Rechner, Tablet oder Smartphone).
Mit NotebookLM können Sie buchstäblich mit einem Klick anschauliche Infografiken, Präsentationen und Podcasts erzeugen lassen. Das Tool ist von Google und kann kostenlos genutzt werden. Stand 02/2026.
Am 10. April 2005 (Gipfel der Abikorrekturen) baten wir die Abonnent/innen des Lehrerfreund-Newsletters in einem beispiellosen Wettbewerb um Hinweise, wie man mit dem Korrekturstress am besten umgeht. Auszüge aus den besten Einsendungen.
[]“>HAMBURG. Marode Schulgebäude, fehlende Räume für den Ganztag und eine digitale Infrastruktur, deren Betrieb nicht dauerhaft gesichert ist: Viele Kommunen können die bildungspolitischen Anforderungen kaum noch erfüllen. Der Investitionsrückstand bei Schulen beläuft sich laut KfW-Kommunalpanel 2026 inzwischen auf 68,9 Milliarden Euro. Während Bund und Länder neue Aufgaben beschließen, müssen Schulträger vor Ort häufig mit unzureichenden Mitteln zurechtkommen. Der Bildungsexperte Udo Beckmann warnt in seinem Gastbeitrag: Wo politische Versprechen im Alltag nicht eingelöst werden, leidet auch das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates.Sanierungsstau. (Symbolbild.) Illustration: News4teachers
Wenn der Putz bröckelt, bröckelt das Vertrauen in die Politik gleich mit!
Ein Kind weiß nicht, welche staatliche Ebene für seine Schule zuständig ist. Es kennt weder die Einzelheiten des Bundeshaushalts noch die Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Es erlebt etwas sehr viel Konkreteres: Schließen die Fenster? Ist das Klassenzimmer warm? Funktionieren die Toiletten? Wird der Schimmel beseitigt?
Auch Eltern unterscheiden im Alltag kaum zwischen Bund, Land, Kommune und Schulträger. Sie sehen, unter welchen Bedingungen ihr Kind lernen muss. Sie hören politische Versprechen von Bildungsgerechtigkeit, moderner Ausstattung und guten Lernbedingungen – und erleben gleichzeitig sanierungsbedürftige Gebäude, überlastete Strukturen und jahrelange Provisorien.
Wo politische Ankündigungen und die Wirklichkeit vor Ort dauerhaft auseinanderfallen, bleibt das nicht ohne Folgen. Die Diskrepanz prägt nicht nur den Schulalltag. Sie berührt auch das Vertrauen von Familien in die Handlungsfähigkeit von Politik und Verwaltung.
Schulträger tragen die sichtbare Verantwortung
Für die Schulträger entsteht daraus eine schwierige Situation. Sie stehen vor Ort in der Verantwortung für die äußeren Schulangelegenheiten. Sie sollen Gebäude sanieren, Räume für den Ganztag schaffen, digitale Infrastruktur bereitstellen, Inklusion ermöglichen und Schulen zu zeitgemäßen Lern- und Lebensorten weiterentwickeln.
Wenn das Dach undicht ist, die Heizungsanlage ausfällt oder die digitale Ausstattung nicht funktioniert, richtet sich der Blick zunächst auf den Schulträger. Er ist für Schulen, Schulleitungen, Eltern und die Öffentlichkeit der unmittelbar erreichbare Ansprechpartner.
Viele der Anforderungen, die Schulträger erfüllen sollen, werden jedoch auf anderen staatlichen Ebenen beschlossen. Bund und Länder formulieren politische Ziele, schaffen Rechtsansprüche oder verändern Standards. Umgesetzt werden müssen diese Entscheidungen häufig von Städten, Gemeinden und Landkreisen. So wächst die Verantwortung der Schulträger – ohne dass ihre finanziellen und personellen Möglichkeiten automatisch mitwachsen.
Viele von ihnen fühlen sich deshalb von der Bundes- und Landespolitik im Stich gelassen. Nicht, weil sie sich gegen Ganztag, Digitalisierung, Inklusion oder moderne Schulgebäude stellen. Im Gegenteil: Die Schulträger wissen, wie wichtig diese Aufgaben sind. Sie erleben aber täglich, dass zwischen dem politischen Anspruch und den verfügbaren Mitteln eine immer größere Lücke entsteht.
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Wie können Schulträger die wachsenden Anforderungen an Schulen bewältigen – und wie lassen sich Investitionen, Ganztag, Digitalisierung und Schulentwicklung langfristig finanzieren? Der Deutsche Schulträgerkongress (DSTK) 2026 bietet Verantwortlichen aus Kommunen, Schulverwaltung und Bildungspolitik die Gelegenheit, sich über aktuelle Herausforderungen, Lösungsansätze und Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen.
Im Mittelpunkt stehen die Fragen, die Schulträger derzeit besonders beschäftigen: Wie lassen sich knappe Ressourcen wirksam einsetzen? Welche Strukturen braucht eine zukunftsfähige Schulinfrastruktur? Und wie kann die Zusammenarbeit zwischen Schulträgern, Schulen und Politik verbessert werden?
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Besonders deutlich zeigt sich diese Lücke, wenn neue Aufgaben beschlossen werden, ohne ihre Umsetzung dauerhaft und auskömmlich zu finanzieren. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, die Digitalisierung der Schulen, steigende Anforderungen an Inklusion, Klimaschutz und Gebäudesicherheit sowie der erhebliche Sanierungsbedarf sind jeweils große Aufgaben für sich. In den Kommunen treffen sie jedoch gleichzeitig aufeinander.
Dabei reicht es nicht, lediglich den Einstieg in eine neue Aufgabe zu finanzieren. Ein Ganztagsangebot benötigt nicht nur Räume, sondern dauerhaft Personal, Ausstattung, Reinigung, Energie und Instandhaltung. Digitale Technik muss nicht nur angeschafft, sondern administriert, gewartet und regelmäßig erneuert werden. Ein saniertes Schulgebäude verursacht auch nach Abschluss der Baumaßnahme laufende Betriebs- und Unterhaltskosten.
Förderprogramme berücksichtigen diese Zusammenhänge häufig nur unzureichend. Sie finanzieren einzelne Projekte oder Anschaffungen, nicht aber zwingend die dauerhafte Aufgabe, die daraus entsteht. Für die Schulträger bedeutet das: Sie sollen beginnen, ohne sicher zu wissen, wie es weitergeht.
Förderprogramme können Ungleichheiten verschärfen
Zeitlich begrenzte Förderprogramme sind nicht grundsätzlich falsch. Sie können Investitionen ermöglichen und wichtige Entwicklungen anstoßen. Sie ersetzen jedoch keine langfristig tragfähige Finanzierung. Hinzu kommt, dass Förderprogramme selbst erhebliche Anforderungen stellen. Kommunen müssen Anträge vorbereiten, Planungen vorlegen, Eigenanteile aufbringen, Fristen einhalten und Verwendungsnachweise erstellen. Dafür benötigen sie qualifiziertes Personal und freie Planungskapazitäten.
Gerade finanzschwache Schulträger verfügen darüber häufig nicht in ausreichendem Maß. Sie stehen deshalb vor einem doppelten Problem: Der Investitionsbedarf ist besonders hoch, gleichzeitig fehlen die personellen und finanziellen Voraussetzungen, um Fördermittel erfolgreich abzurufen.
Damit drohen Förderprogramme bestehende Unterschiede nicht nur abzubilden, sondern zu verstärken. Kommunen, die bereits über leistungsfähige Verwaltungen und eigene finanzielle Spielräume verfügen, können Programme häufig besser nutzen. Strukturell belastete Kommunen geraten weiter ins Hintertreffen. So entsteht ein Flickenteppich, der ausgerechnet dort am dünnsten ist, wo die Kassen ohnehin leer sind. Bildungschancen dürfen aber nicht davon abhängen, in welcher Kommune ein Kind aufwächst.
68,9 Milliarden Euro Rückstand bei den Schulen
Die Größenordnung der Herausforderung zeigt das KfW-Kommunalpanel 2026. Danach beträgt der von den Kommunen wahrgenommene Investitionsrückstand bei der Schulinfrastruktur 68,9 Milliarden Euro (KfW-Kommunalpanel 2026). Schulen weisen damit weiterhin den größten Rückstand unter den untersuchten kommunalen Infrastrukturbereichen auf. Insgesamt beziffert die KfW den wahrgenommenen kommunalen Investitionsrückstand auf 231,2 Milliarden Euro.
Das sind nicht nur Zahlen in einem Bericht. Dahinter stehen Kinder, die jeden Tag in Gebäuden lernen, deren Zustand dringend verbessert werden müsste. Dahinter stehen Eltern, die sich fragen, warum zwischen politischen Ankündigungen und der Lebenswirklichkeit ihrer Kinder eine so große Lücke besteht. Und dahinter stehen Schulträger, die die Situation verbessern wollen, die notwendigen Investitionen jedoch vielfach nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Sie werden zu Verwaltern eines Mangels, den sie oft nicht verursacht haben und den sie mit ihren eigenen Mitteln nicht beheben können.
„Wer bestellt, bezahlt“
Beim Deutschen Schulträgerkongress 2025 rückte der frühere saarländische Ministerpräsident und ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts Peter Müller das Konnexitätsprinzip in den Mittelpunkt. Seine Botschaft war ebenso einfach wie grundlegend: „Wer bestellt, bezahlt.“
Der vom Deutschen Städte- und Gemeindebund veröffentlichte Kongressbericht hält fest, dass Kommunen klare finanzielle Zuständigkeiten benötigen, um Ganztag, Digitalisierung und Schulentwicklung verlässlich umsetzen zu können. Wenn der Bund neue Aufgaben veranlasse, die von den Kommunen umgesetzt werden müssten, müsse das dafür benötigte Geld auch bei ihnen ankommen. Langfristige Planungssicherheit sei eine Voraussetzung dafür, Reformen tatsächlich zu realisieren.
Damit benennt Müller einen zentralen Konflikt der gegenwärtigen Bildungspolitik: Politische Entscheidungen entfalten ihre Wirkung nicht dort, wo sie beschlossen werden, sondern dort, wo sie umgesetzt werden müssen. Wird ein Rechtsanspruch geschaffen, ein Standard erhöht oder eine bestehende Aufgabe erweitert, entstehen vor Ort zusätzliche Kosten. Diese Kosten dürfen nicht nachträglich zu einem Problem der Schulträger erklärt werden. Konnexität bedeutet deshalb mehr als einen einmaligen Zuschuss. Sie bedeutet, dass die Ebene, die eine Aufgabe veranlasst, auch für deren vollständige und dauerhafte Finanzierung Verantwortung übernimmt.
Schulträger brauchen mehr als Anschubfinanzierungen
Es braucht einen grundlegenden Wechsel: weg von einer Abfolge befristeter Förderprogramme, hin zu einer verlässlichen Finanzierung dauerhafter Aufgaben. Investitionen, Instandhaltung, Betrieb und Personal müssen gemeinsam gedacht werden. Wer einen Ganztagsanspruch schafft, muss nicht nur den Bau oder Umbau der notwendigen Räume ermöglichen. Er muss auch berücksichtigen, welche dauerhaften Ausgaben daraus entstehen.
Wer Schulen digital ausstatten will, darf nicht nur Endgeräte und Netzwerke finanzieren. Er muss auch für Administration, Support, Ersatzbeschaffungen und die Weiterentwicklung der Infrastruktur tragfähige Lösungen schaffen. Wer Bildungsgerechtigkeit verspricht, muss dafür sorgen, dass finanzschwache Schulträger nicht dauerhaft schlechtere Bedingungen bieten können als wohlhabendere Kommunen.
Dazu braucht es mehrjährige Finanzierungsvereinbarungen, einen realistischen Ausgleich der tatsächlichen Kosten und Verfahren, die auch von personell belasteten Verwaltungen bewältigt werden können. Eigenanteile dürfen nicht dazu führen, dass gerade die bedürftigsten Kommunen von notwendigen Investitionen ausgeschlossen bleiben. Vor allem aber müssen Schulträger früher in politische Entscheidungen einbezogen werden. Sie sind nicht nur die letzte Station einer Umsetzungskette. Sie verfügen über das Wissen, welche Voraussetzungen vor Ort bestehen, welche Kosten tatsächlich entstehen und welche Zeiträume für eine seriöse Umsetzung erforderlich sind.
Verantwortung darf nicht weitergereicht werden
Die Debatte über Schulfinanzierung ist deshalb keine technische Auseinandersetzung zwischen staatlichen Ebenen. Sie berührt eine grundlegende Frage demokratischer Verantwortung. Für Bürgerinnen und Bürger ist der Staat vor allem dort sichtbar, wo sie ihm im Alltag begegnen: in der Verwaltung, im öffentlichen Nahverkehr, in der Kindertagesstätte – und in der Schule.
Wenn politische Versprechen im Klassenzimmer nicht ankommen, wird das Scheitern nicht nach Zuständigkeiten sortiert. Familien erleben nicht den Bund, das Land und die Kommune getrennt voneinander. Sie erleben einen Staat, der etwas angekündigt hat, es aber offenbar nicht umsetzen kann.
Der bauliche Zustand einer Schule sendet deshalb immer auch eine politische Botschaft. Eine funktionierende Schultoilette, ein warmes Klassenzimmer und ein sicherer, zeitgemäßer Lernort erscheinen auf den ersten Blick wie Selbstverständlichkeiten. Tatsächlich zeigen sie Kindern und Familien etwas Entscheidendes: Hier funktioniert öffentliche Verantwortung. Hier werden Versprechen ernst genommen. Hier ist der Staat handlungsfähig.
Bleiben notwendige Maßnahmen dagegen über Jahre aus, kann sich der gegenteilige Eindruck verfestigen.
Aus politischen Ansprüchen müssen verlässliche Mittel werden
Schulträger benötigen keine immer neuen Erwartungen ohne ausreichende Ressourcen. Sie brauchen die Möglichkeit, die Verantwortung, die ihnen übertragen wird, auch tatsächlich wahrzunehmen. Bund und Länder dürfen deshalb nicht nur darüber entscheiden, welche Aufgaben Kommunen erfüllen sollen. Sie müssen ebenso verbindlich klären, wie diese Aufgaben langfristig finanziert werden.
Eine der entscheidenden Fragen für die Glaubwürdigkeit von Politik lautet: Wie kann Bildungsgerechtigkeit unabhängig vom Wohnort gelingen, wenn immer neue Aufgaben auf strukturell unterfinanzierte Systeme treffen? Und wie können Schulträger gemeinsam so deutlich auftreten, dass aus politischen Ankündigungen verlässliche und auskömmliche Mittel werden? Denn wer politische Ansprüche schafft, darf nicht nur den Start finanzieren. Er muss dafür sorgen, dass die Verantwortung dauerhaft getragen werden kann.
Zur Person
Udo Beckmann., Illustration: News4teachers
Udo Beckmann ist Grund- und Hauptschullehrer, leitete zehn Jahre eine Hauptschule in herausfordernder Lage mit einer Schülerschaft, die zu 80 Prozent aus Familien mit Migrationshintergrund stammten.
Er war zudem 16 Jahre Vorsitzender der zweitgrößten Lehrergewerkschaft in Nordrhein-Westfalen (des VBE) und 13 Jahre Bundesvorsitzender. Heute ist er Leiter des Programmbeirats beim Deutschen Schulleitungskongress.
Kostenlose Jobsuche für ganz Deutschland. Die Anzeigen kommen direkt von den Arbeitgebern, auch von allen DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen, und werden jeden Tag aktualisiert. Eigene Seite für Ausbildungsplätze (https://jobkuppler.de/ausbildung). Ohne Konto und ohne Anmeldung.
Bemerkenswert und wichtig finde ich insbesondere, dass sie darin sehr gut konkretisieren, was Offenheit eigentlich heißt – und zwar mit Kriterien, die das Wozu der Offenheit deutlich machen.
Insgesamt finden sich diese fünf Dimensionen:
Technische Vollständigkeit: Offenheit ist hier wichtig, damit mit einem Modell tatsächlich gearbeitet werden kann. Lässt es sich also nicht nur nutzen, sondern auch nachbilden und weiterentwickeln?
Rechtliche Freiheiten (Lizenzierung): Das ist wohl das offensichtlichste Kriterium für Offenheit, weil sonst die Grundlage für selbstbestimmte Gestaltung und Nutzung fehlt.
Transparenz und Dokumentation: Offenheit kann hier dazu beitragen, dass auch Nicht-Expert:innen Funktionsweise, Grenzen und Verzerrungen erkennen und auf diese Weise Nutzung und Output einschätzen können.
Zugang und Interoperabilität: Offenheit ermöglicht hier im Sinne einer Schnittstellen-Perspektive, dass nicht einige wenige große Plattformen dominieren, sondern die Integration in bestehende und damit oft dezentrale Infrastrukturen gelingt. Hierzu gehört auch die Hoheit über die eigenen Daten.
Ethische und pädagogische Responsivität: Offenheit ermöglicht hier, Verantwortung für die Förderung sozialer Gerechtigkeit, Bildungsteilhabe und Demokratie wahrzunehmen. Diesen Punkt finde ich ganz besonders entscheidend.
Sehr unterstützen kann ich die formulierten Handlungsempfehlungen. Besonders stark machen möchte ich diese beiden Aspekte:
Eine Fokusverschiebung auf kleine Modelle. Diese erscheinen wahrscheinlich erst einmal weniger fancy, aber mit ihnen lässt sich im Sinne der obigen Kriterien in der Bildung wahrscheinlich sogar viel besser gestalten – und das, ohne all die Zerstörung in Kauf zu nehmen, die der LLM-Monopolismus mit sich bringt.
Eine Orientierung an Communities of Practice bei KI in der Bildung und damit ein Ansatz der Gestaltbarkeit von Technologie als unbedingte Voraussetzung digitaler Mündigkeit. Der Gedanke, dass Technologieentwicklung Verbundenheit befördern soll, statt Menschen auseinanderzubringen, findet sich auch im Leitbild der konvivialen Technik wieder.
Auf dem Weg zu diesem Nordstern ist noch viel zu tun. Bei der Untersuchung der Wikimedia zu insgesamt 53 Modellen fand sich kein einziges Modell, das etwa bei technischer Vollständigkeit, Lizenzierung und ethischer und pädagogischer Responsivität vollständig offen war. Die klare Ausrichtung in dieser Veröffentlichung stimmt mich aber sehr zuversichtlich, dass damit gemeinsam in diese Richtung gewirkt werden kann!
Alma Thomas machte Farbe zum Ereignis: Ihre kurzen Pinselstriche flimmern, wandern und öffnen helle Zwischenräume. Hinter dieser Leichtigkeit stecken jahrzehntelange Kunsterfahrung, genaue Vorzeichnungen und wiederholte Überarbeitung. Wenn du ihre Bilder Schritt für Schritt betrachtest, erkennst du, wie Planung und freie Bewegung darin zusammenwirken. Wer war Alma Thomas? Alma Woodsey Thomas war eine US-amerikanische...
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Reagenzgläser im Ständer, ein Mikroskop mit drei Objektiven am Revolver, ein kleiner Vulkan kurz vor dem Ausbruch: Auf dieser Seite findest du 32 kostenlose Wissenschaft-Ausmalbilder für alle, die gerne forschen, experimentieren und ins All schauen. Manche Vorlagen zeigen ein Kind mit Schutzbrille im Labor, andere einen Planeten, ein Fossil im Gestein oder ein Mandala aus...
Vor 35 Jahren verschwand die Weltmacht Sowjetunion geräuschlos von der Weltbühne. Wie kam es dazu und welche Folgen hatten die Ereignisse von 1991? Ein aktuelles Videoglossar bietet dazu viele Einsichten.
Das Ende der Sowjetunion
Der Rücktritt des Präsidenten der Sowjetunion und ehemaligen Generalsekretärs der KPdSU Michail Gorbatschow besiegelte am 25. Dezember 1991 das Ende der Sowjetunion. Zuvor waren bereits zwölf Staaten aus der Union ausgetreten und die Staatsoberhäupter Russlands, Weißrusslands sowie der Ukraine hatten mit der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) einen neuen Staatenbund gegründet. Damit verschwand das sowjetische Imperium, das durch Revolution und Bürgerkrieg entstanden war, nach 69 Jahren weitgehend geräuschlos von der Bühne der Geschichte.
Mit ihm löste sich auch das Militärbündnis des Warschauer Paktes auf, das im Kalten Krieg dem Westen gegenüberstand. Für viele Menschen im Westen war damit die Teilung der Welt überwunden, gar das „Ende der Geschichte“ (Francis Fukuyama) und die Vorherrschaft liberaler Demokratien erreicht.
Russland trat die Rechtsnachfolge der Sowjetunion an. Die Hoffnungen der russischen Bevölkerung auf mehr Wohlstand und Freiheit nach dem Ende der Sowjetunion wurden enttäuscht. Eine umfassende Wirtschaftskrise in den 1990er-Jahren verunsicherte die Menschen zutiefst. Autoritäre Strukturen und der Traum einstiger Größe lebten weiter. Heute sehen viele im Jahr 1991 den Ursprung des aggressiven und autoritären Putin-Regimes.
25. Dezember 1991: Über dem Kreml wird die rote Fahne der Sowjetunion eingeholt (links) und durch die weiß-blau-rote russische Trikolore ersetzt. Russland ist nun der Nachfolgestaat der Sowjetunion.
Videoglossar zum Ende der Sowjetunion
Zum 35. Jahrestag des Endes der Sowjetunion hat das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung ein Videoglossar entwickelt, das sich ideal für eine selbstständige Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht eignet. Kurze Videobeiträge von Historikerinnen und Historikern zu den Ereignissen und zentralen Aspekten der Transformation ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, ein differenziertes Bild der Epoche zu entwickeln, aber auch besondere Themen wie nationale Minderheiten und Sprachen, die neue Rolle der Religion oder die Migration aus postsowjetischen Staaten individuell zu vertiefen.
Wie kann das Videoglossar im Unterricht eingesetzt werden?
Gemeinsamer Einstieg
mithilfe des Einleitungstextes und Video 1
Erarbeitung in Gruppenarbeit
Aufteilung der Themen in zwei bis drei Gruppen.
Pflichtthemen: Aufgaben 1 bis 5
Wahlthemen: Videos 10, 11, 13 und 14
Welche Ereignisse markieren das Ende der Sowjetunion? Arbeiten Sie die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Auflösung der Sowjetunion 1990/1991 heraus (Einleitungstext, Videos 1 und 3).
Warum scheiterte die Sowjetunion? Untersuchen Sie, welche wirtschaftlichen und politischen Probleme zum Ende der Sowjetunion beigetragen haben (Videos 2 und 5).
Beurteilen Sie, inwiefern das Nationalbewusstsein zum Zusammenbruch des Vielvölkerstaats Sowjetunion beigetragen hat (Videos 4 und 12).
Wie entwickelten sich Russland und die anderen postsowjetischen Länder nach 1991? Beschreiben Sie die wirtschaftliche und politische Entwicklung (Videos 7 und 15).
Warum konnte sich die Demokratie in Russland nach 1991 nicht durchsetzen? Erklären Sie anhand der gesellschaftlichen Verhältnisse (Videos 8 und 9).
Ergebnissicherung und Präsentation
Erarbeitung der Themen und Gestaltung von Präsentationen (in Form von Plakat, Power Point usw.); anschließende Präsentationen in einem Gallery Walk
Gemeinsame Abschlussdiskussion im Plenum
War der Weg Russlands zu einem autoritären und aggressiven Staat bereits 1991 vorgezeichnet? Diskutieren Sie.
Der KI-Assistent Microsoft Copilot kann Fragen zu PDF-Dokumenten, Bildern und weiteren Dateien beantworten. So kannst Du Inhalte zum Prompt hinzufügen …
COTTBUS. Ein Musiklehrer gesteht vor Gericht, Schüler geschlagen und getreten zu haben. Das Amtsgericht Cottbus verurteilt ihn zu einer Bewährungsstrafe. Er muss auch Schmerzensgeld an die betroffenen Jungen zahlen – allerdings nur in symbolischer Höhe.
Das Oberlandesgericht hat entschieden. Foto: Shutterstock
Ein Lehrer ist wegen Körperverletzung von mehreren Schülern und wegen Bedrohung vom Amtsgericht Cottbus zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Mann, Quereinsteiger als Musiklehrer, sei im September 2023 in vier Fällen gewalttätig gegenüber Schülern an einer Cottbuser Oberschule geworden, urteilte das Gericht. Es verhängte ein Jahr und einen Monat Freiheitsstrafe auf Bewährung. Zudem muss der Angeklagte Schmerzensgeld zahlen: 100 Euro an einen Schüler, jeweils 200 Euro an zwei weitere.
Der Lehrer gab die Vorwürfe vor Gericht zu und entschuldigte sich. Er hatte den Angaben zufolge einen elfjährigen Jungen im Unterricht gegen die Hüfte getreten und mit der Hand gegen den Hinterkopf geschlagen. Der Junge musste im Krankenhaus behandelt werden. Zwei weitere Zwölfjährige bekamen von ihm Schläge. Zunächst war von zwei Opfern die Rede gewesen.
Die Jungen haben laut dem Verein Opferperspektive einen Migrationshintergrund. Ein mögliches rassistisches Motiv hatte die Polizei deswegen nach der Anzeige der Eltern bei den Ermittlungen geprüft. Im Prozess spielte der Vorwurf nur am Rande eine Rolle. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. News4teachers / mit Material der dpa