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Lese-Ansicht

Phil und das Traurigsein — Mit Kindern über Depression nachdenken

https://www.kika.de/schau-in-meine-welt/videos/phil-und-das-traurigsein-112

Der Unterrichtsvorschlag widmet sich dem gesellschaftlich hoch relevanten Thema Depression bei Kindern. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung ist dies ein Randthema, denn oft kommen (auch bei Bilderbüchern) erkrankte Erwachsene in den Blick. Allerdings: „Leichte depressive Verstimmungen bis hin zu schweren depressiven Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Im Vorschulalter sind ca. 1 % der Kinder und im Grundschulalter ca. 2 % betroffen. Aktuell erkranken etwa 3–10 % aller Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren an einer Depression.“ [Quelle: https://www.deutsche-depressionshilfe.de]

Behutsam, authentisch und durchaus hoffnungsvoll nähert sich die Kika-Doku „Phil und das Traurigsein” dem Thema. Der 11jährige Phil berichtet von seiner Depression und davon, wie er und sein familäres und schulisches Umfeld gelernt haben, mit der Erkrankung zu leben. Es wird dabei deutlich, was eine Depression von zeitlich begrenztem Traurigsein unterscheidet und welche große Bedeutung das Sprechen über die Krankheit hat. Der Religionsunterricht kann durch die Thematisierung der gesellschaftlich relevanten Erkrankung einen wichtigen Beitrag leisten, um tabuisierenden Tendenzen entgegen zu wirken. Der Film ist laut Kika für Menschen ab 6 Jahre geeignet.

Kernkompetenz: Die Schüler:innen können miteinander schmerzhafte Erlebnisse zur Sprache bringen und Erfahrungen der Bewältigung austauschen.

Jahrgang: 4.–6. Klasse

Arbeitsformen: Filmarbeit mit Unterrichtsgespräch,  Gruppenarbeit zu Kinderbüchern

Verlaufsplanung

Filmarbeit im Plenum

  1. Seht euch die Dokumentation „Phil und das Traurigsein” bis zur Minute 5:06 (stoppt bei der Szene, wo Phil Zettel an die Küchenwand klebt) an.
  2. Tauscht euch aus, wie es euch beim Anschauen der bisherigen Minuten ging. Was habt ihr nicht verstanden?
  3. Phil sagt, Depression ist „schon eher eine Krankheit”. Tragt eure Vermutungen zusammen, warum er das so für sich festlegt hat.
  4. Schreibt auf, welche Symptome einer Depression Phil benennt. Kennt ihr andere bzw. weitere Symptome? Ergänzt eure Liste!
  5. Überlegt: Was meint Phil, wenn er berichtet, dass er „ziemlich perfekt darin war, so zu tun, als würde es ihm gut gehen”?
  6. Diskutiert: Worin unterscheiden sich Traurigsein und Depression?
  7. Schaut nun den Film weiter bis zur Minute 10:02 (stoppt beim Ende der Abendbrotszene) und achtet dabei auf alles, was Phil hilft.
  8. Erstellt in Partnerarbeit eine Hilfe-Liste, auf der ihr alles sammelt, was Phil geholfen hat.  Tragt dann im Plenum eure Notizen zusammen. (wichtig: Notfallzettel in der Küche besprechen)!
  9. Überlegt: Werden in diesem Dokuabschnitt noch weitere Symptome der Depression benannt, die noch nicht auf eurer Liste stehen? Ergänzt!
  10. Schaut die Dokumentation weiter bis zur Minute 12:21 (stoppt am Ende Friedhofsszene).
  11. Tauscht euch über eure Gedanken aus, die euch beim Sehen des Abschnitts in den Kopf gekommen sind. Überlegt: Wieso kam Phil auf den Gedanken, er wäre schuld am Tod seines Vaters?
  12. Schaut die Dokumentation weiter bis zu Minute 15:59 (es klingelt an der Wohnungstür). Achtet dabei auf weitere Symptome einer Depression.
  13. Ergänzt dann eure Symptomliste!
  14. Tragt zusammen, wie die Klasse von Phil auf seine Erkrankung reagiert hat.
  15. Schaut nun die Dokumentation bis zum Ende. Achtet dabei auf alles, was Phil hilft.
  16. Tragt zusammen,was euch beim Schauen des letzten Abschnitts am besten gefallen hat. Klärt, was ihr nicht verstanden habt.
  17. Überprüft eure Hilfeliste! Was muss noch ergänzt werden?

Gruppenarbeit Depression in Kinderbüchern

  1. Prüft eines der drei unter 2. aufgeführten Kinderbücher zum Thema Depression mit Hilfe der Frage: Sollte dieses Buch in der Schulbibliothek angeschafft werden? Begründet eure Entscheidung schriftlich!
  2. Bildet interessengeleitet Kleingruppen zu den Büchern:
    Erdmute von Mosch, Mamas Monster, 7. Auflage 2024; Claudia Gliemann, Papas Seele hat Schnupfen-Papas bunte Brücke, 2022; Schirin Homeier, Sonnige Traurigtage, 2020 (Lehrkraftinformation: Das Buch „Sonnige Traurigtage” hat deutlich mehr Seiten als die anderen beiden- hier vielleicht mehrere Gruppen in Arbeitsteilung arbeiten lassen.)
  3. Stellt eure Ergebnisse im Plenum vor!

Metakognition

Beantwortet abschließend miteinander (oder in Einzalarbeit) folgende Fragen:

  1. Was habe ich gelernt durch das Anschauen und Besprechen der Dokumentation?
  2. Was ist für mich neu gewesen?
  3. Was habe ich nicht verstanden oder finde ich merkwürdig?
  4. Worüber will ich weiter nachdenken?

Weiterführender Link

https://www.deutsche-depressionshilfe.de/unsere-angebote/fuer-lehrkraefte

https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/depression-in-verschiedenen-facetten/depression-im-kindes-und-jugendalter

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Heilung und Vertrauen

Sie sagte ihm die ganze Wahrheit…

Die Erzählung von der „Blutflüssigen Frau” im Markusevangelium fasziniert. Zum einen beweist die Frau großen Mut und großes Vertrauen entgegen aller gesellschaftlichen und kulturellen Widerstände und wird damit gesund. Zum anderen stellt Markus sie in den Mittelpunkt, obwohl Frauen damals kaum wahr- und ernstgenommen wurden.

Ihr Mut, ihr Vertrauen und ihre Hoffnung auf Heilung bieten eine gute Vorlage, um mit Schülerinnen und Schülern über Herausforderungen, Gefühle und Lösungen in schwierigen Situationen zu arbeiten.

Kompetenzziel: Die SuS können am Beispiel der „Blutflüssigen Frau” reflektieren, wie hilfreich es in schwierigen Situationen sein kann, Mut zu finden und Vertrauen in die richtigen Menschen (und Institutionen) zu haben.

Teilziele: Die SuS können sich emotional in die Situation der blutenden Frau hineinversetzen und ihre Situation auf eigene Lebenssituationen übertragen. Die SuS können eigene Handlungsmöglichkeiten entwickeln, um eine schwierige Lebenssituation bewältigen zu können.

Zielgruppe: Jugendliche ab Klasse 9

Anforderungssituation zum Thema:

Stell dir vor, dein bester Freund/ deine beste Freundin fühlst sich jeden Tag müde und schlapp. Selbst geliebte und gewohnte Aktivitäten kosten ihn/ sie viel Kraft. Du merkst, dass etwas nicht mit ihm/ihr stimmt. Er/ Sie braucht Hilfe. Wie kannst Du ihn/ sie begleiten und mit ihm/ ihr gute Wege entdecken oder entwicklen, damit er/ sie diese schwierige Situation überwinden und heil werden kann?

1. Phase: Die SuS schauen das Video zur „Blutflüssigen Frau” und vergleichen dieses mit Markus 5,24–35. 

Aus beiden Quellen rekonstruieren die SuS in Gruppenarbeit eine Art „Diagnose” in Form eines Arztberichtes zum gesundheitlichen und emotionalen Problem der Frau. Dazu sind eventuell weitere Informationen der Lehrkraft nötig — etwa zu jüdischen Reinheitsvorschriften, zur Rolle der Frau in der antiken jüdischen Gesellschaft und zur wirtschafltichen Situation armer Menschen (insbesondere Frauen) damals in Israel.

Der Arztbericht sollte schriftlich festgehalten werden — z.B. in der Mitte eines A3 ‑Blattes.

2. Phase: Die SuS tragen durch Diskussion und Recherche zusammen, welche medizinischen, emotionalen und sozialen Hilfen der Frau damals zur Verfügung standen und welche Hilfsangebote ihr heute zur Verfügung stehen könnten. 

Die Lösungen werden z.B. in zwei verschiedenen Farben (damals und heute) rund um den Arztbericht festgehalten. Die im Gespräch  beste Hilfe von damals und heute wird markiert.

3. Phase:  Die SuS reflektieren die Antwort Jesu — dein Glaube hat dir geholfen, indem sie die Bedeutung von eigenem Zutrauen und Mut für die Überwindung einer Krankheit einschätzen. Dazu bewerten die SuS ihre zuvor gefundenen Lösungen danach, welche Lösungen das Zutrauen der Frau in ihre Heilung unterstützen würde (z.B. können sie eine Zahl zwischen 1–10 vergeben, wobei 1 wenig Unterstützung bieten würde, 10 sehr viel). Anschließend betrachten sie unterschiedliche Krankheitsbilder (Grippe, gebrochener Fuß, Krebs, Depressionen) und bewerten, welchen Einfluss eine positive Einstellung auf den Heilungsverlauf haben könnte. Eventuell ergänzen sie weitere Lösungen, die das Zutrauen vergrößern könnten.

4. Phase: Die SuS bekommen die Anforderungssituation zur Verfügung gestellt. In einem Rollenspiel sollen sie ausprobieren, wie sie ihren Freund/ ihre Freundin auf seine/ ihre Situation ansprechen können (je nach Anzahl der SuS mehrere Gesprächsgänge). Das Rollenspiel sollte hierfür gut vorbereitet sein und die persönliche Situation der SuS muss bekannt sein, damit es niemanden verletzt. Bei der Formulierung der Aufgaben zum Rollenspiel sollte darauf geachtet werden, dass herausgearbeitet wird, welche Gefühle die Freunde/ Freundinnen jeweils haben und welche Formulierungen bzw. Hilfsangebote motivierend wirken und welche nicht.

Motivierende Aussagen sollten anschließend mit allen besprochen und festgehalten werden.

5. Phase: Die SuS erarbeiten in Gruppenarbeit gemeinsam Lösungsschritte, die ihr Freund/ ihre Freundin gehen kann. Dazu nehmen sie den Arztbericht der „Blutflüssigen Frau” hervor mit den gefundenen Lösungen und vergleichen, welche dieser Lösungen auch für diese Situation hilfreich sein könnten. Davon ausgehend erarbeiten sie sich eine Übersicht, aus der ersichtlich wird, welche Hilfe bei ihnen selbst liegen könnte und wo professionelle Hilfe nötig ist. Am Ende schätzen sie ein, wie weit ihre Lösungen ihren Freund/ ihre Freundin auf dem Weg der Heilung bringen könnte.

6. Phase: Die SuS präsentieren ihre Ergebnisse und die Lehrkraft fasst daraus wesentliche Lösungsschritte zusammen. Im besten Fall wird dabei deutlich, dass es viele verschiedene Lösungsmöglichkeiten gibt und das Heilung bei gemeinsam gelebter Verantwortung möglich ist.

Alternativen: Material zur Telefonseelsorge benutzen, Schulseelsorger oder Telefonseelsorger anfragen…

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Pancake Day

Pancake Day dürfte den meisten SuS, die in social media unterwegs sind, ein Begriff sein. Warum es den Pancake Day gibt und die Verbindung zum Religionsunterricht ganz nah ist, wissen wohl die Wenigsten.
Die Fastenzeit steht vor der Tür und einige SuS überlegen, ob und was sie fasten. In einigen Elternhäusern spielt das Thema Fasten eine wichtige Rolle. Klimafasten, Autofasten, Zuckerfasten, Handyfasten, die Liste könnte noch endlos fortgesetzt werden. Dieser Unterrichtsentwurf befasst sich zum einen mit der Frage: Woher kommt das Fasten? Und zum anderen wird der Blick auf die Tradition des Pancake Days in Großbritannien gelegt. Diese Unterrichtsentwurf kann somit auch fächerübergreifend mit dem Englischunterricht umgesetzt werden.

Kernkompetenz: Die SuS setzen sich mit christlichen Traditionen und Lebensformen auseinander und nutzen diese als Möglichkeit der eigenen Lebensgestaltung.

Jahrgang: Klasse 3–6

Thema: Die historische und kulturelle Bedeutung der Fastenzeit wahrnehmen

Arbeitsformen: Fish Bowl, Think pair share und Plenum

Hintergrundinformation: 

Pancake Day (Text deutsch)

Pancake Day (Video englisch)

Verschiedene Videos von Pancake Races

Verlauf

Phase 1: Fish Bowl

Die SuS tauschen sich mit der Fish Bowl Methode zum Thema Fasten aus. Circa ein Viertel der SuS beginnen die Diskussion (,falls nicht genügend Platz für einen Stuhlkreis ist, können die SuS auch nach vorn kommen). Unterstützende Fragen können sein:

  • Was ist Fasten?
  • Hast du schon einmal gefastet?
  • Was hast du gefastet?
  • Wie hast du dich dabei gefühlt?
  • Hat deine Familie auch mit gemacht?
  • Woher kommt der Brauch des Fastens?
  • Wann ist die Fastenzeit?
  • Wann beginnt/endet die Fastenzeit?

Phase 2: Steckbrief Fastenzeit

 

Die Schüler bekommen den Fragebogen zur Fastenzeit, schauen sich das Video zur Fastenzeit an und machen sich Notizen.

Im Unterrichtsgespräch wird der Fragebogen anschließend ausgewertet. Hier sollte ein Fokus auf der persönlichen Dimension des Fastens liegen.

Dabei können vertiefende Fragen helfen:

  • Nennt Gewohnheiten, auf die man in der Fastenzeit verzichten könnte.
  • Warum denkt ihr, zählen die Sonntage nicht als Fastentage?
  • Gibt es vielleicht noch eine andere Fastenzeit im Kirchenjahr? Auf welches wichtige Fest könnte man sich noch besonders vorbereiten? (Advent und Weihnachten)
  • Könntest du dir vorstellen zu fasten?

In der Think — Pair — Share Methode bearbeiten die SuS die Frage: Was würdest du gern mal fasten? Im Plenum wird als „we listen and we don’t judge” das Ergebnis von jedem einzelnen SuS vorgestellt.

Phase 3: Pancake Day

Lehrer fragt SuS, auf welche Lebensmittel im Mittelalter hauptsächlich verzichtet wurde und welche Gerichte man daraus kochen könnte. Eventuell kommen SuS auf Pancakes, Pfannkuchen oder Eierkuchen.

Je nach Klasse und Belieben des Lehrers kann der Text zum Pancake Day auf Deutsch gelesen oder das Video auf Englisch geschaut werden.

Die SuS vergleichen die englische Tradition mit deutschen Traditionen, die sie zum Beginn der Fastenzeit kennen.

Anschließend beurteilen die SuS, warum solche Traditionen wichtig sind.

Zu guter Letzt können noch Video zu Pancake Races geschaut werden.

Phase 4: Pancakes selbst machen

Wer die Möglichkeit hat, kann mit den SuS in der Schule selbst einen Pancake Day veranstalten und Pancakes backen. Erfahrungsgemäß ist das in 90 min machbar. Alternativ kann jeder Pancakes mit zur Schule bringen.

Enjoy!

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Über Terror

Terrorismus ist ein komplexes und vielschichtiges Phänomen. Weltweit wird es als Bedrohung erlebt. Es verunsichert große Bevölkerungsgruppen. Dieser Extremismus greift auf Gewalt und Drohungen zurück, um politische, religiöse oder ideologische Ziele zu erreichen. Terroristische Gruppen nutzen Angst als Waffe, um Gesellschaften zu destabilisieren und Regierungen unter Druck zu setzen. Die Ursachen von Terrorismus sind vielfältig und umfassen politische Unterdrückung, soziale Ungerechtigkeit, wirtschaftliche Not und ideologische Radikalisierung.Die Ereignisse von Magdeburg reihen sich in eine lange Liste terroristischer Angriffe ein und sind zugleich singulär.

Die Bekämpfung von Terrorismus erfordert internationale Zusammenarbeit, effektive Sicherheitsmaßnahmen und präventive Strategien. Politische und religiöse Bildung sowie effiziente Integrationsmaßnahmen im Kontext einer Werteorientierung bilden die Grundlage für eine zeitgemäße Terrorismusbekämpfung. Nur so können Frieden und Sicherheit langfristig gewährleistet werden.

Kernkompetenz: Die eigenen Vorstellungen von Terror im Kontext von individuellen Erfahrungen und sozialen Faktoren erklären sowie die Bedeutung von Werten für demokratische Systeme reflektieren.

Jahrgang: ab 8. Klasse

Hintergrundinformationen:

  • Unterrichtsmaterialien: https://www.bildungsserver.de/elixier/elixier2_list.php?feldinhalt1=Extremismus&bool1=and

Phase 1: Gewalt und Terror gehört zu uns Menschen. Stimme zu — Stimme nicht zu.

  1. An diese terroristischen Anschläge kann ich mich erinnern …
  2. Von diesen Terrorangriffen habe ich gelesen oder gehört …
  3. Terrorismus gibt es seit …
    (Als der älteste archäologisch nachgewiesene Terrorakt in Europa gilt das Massaker von Talheim, Baden-Württemberg, 5100 v.Chr.)
  4. Entscheide Dich auf der Positionslinie und begründe Deine Entscheidung.

Phase 2: Als Terrorist oder Terroristin geboren …

  1. Entscheide Dich auf der Positionslinie.
  2. Begründe Deine Position.
  3. Tauscht Euch in der Lerngruppe aus. Sammelt Argumente.
  4. Positioniere Dich erneut.

Phase 3: Bestimmte Religionen, Weltanschauungen oder Kulturen sind anfälliger für Terror und Gewalt …

  1. Entscheide Dich auf der Positionslinie und begründe Deine Position.
  2. Recherchiert zu religiösem und weltanschaulichen Extremismus.
  3. Bereitet Präsentationen vor und vergleicht die einzelnen Phänomene.
  4. Diskutiert abschließend die Ergebnisse.

Phase 4: So wird man Terroristin oder Terrorist …

  1. Klärt mit Hilfe des Videos individuelle und soziale Faktoren, die Menschen verschiedenster Herkunft anfällig für extremistische Gedabnken machen.
  2. Die meisten auffälligen Extremisten sind Männer. Natürlich können sich auch Frauen „infizieren”.
    Recheriert zu Gudrun Ensslin und Beate Zschäpe.
  3. Erläutert, inwiefern die individuellen und sozialen Faktoren beide Frauen beeinflusst haben.

Phase 5: Das meinte Jesus von Nazareth zu Terror und Gewalt …

Da traten Männer heran, packten Jesus und nahmen ihn fest. Da zog einer von denen, die bei Jesus waren, sein Schwert. Er schlug nach einem der Männer, die dem Hohepriester unterstanden und hieb ihm ein Ohr ab. Da sagte Jesus: „Steck dein Schwert wieder zurück an seien Platz. Denn alle, die zum Schwert greifen, werden auch durch das Schwert umkommen.”
Mt 26,50f.

  1. Gib das Zitat aus dem Matthäusevangelim mit eigenen Worten wieder.
  2. Stimmst Du Jesus zu oder widersprichst du ihm? Formuliere eine Antwort.

Phase 6: Das kann man gegen Terror tun …

  1. Sammelt alle Argumente, die ihr im Film von Mirko Drotschmann findet (Individuelle und soziale Faktoren).
  2. Prüft jedes einzelne Kritierium und leitet daraus Regeln für den Umgang in Gruppen ab.
  3. Diskutiert zum Schluss die These:

„Der Terror wird in den Klassenzimmern, auf den Pausenhöfen und in den Lehrerzimmern bekämpft.”

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In der Schule über Terror sprechen

„Mit Schrecken schauen wir auf das furchtbare Geschehen auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt. Wir sind in unseren Gebeten und Gedanken bei den Opfern und Angehörigen. Sie brauchen jetzt unseren Beistand und unsere Anteilnahme. Ich danke der Polizei, allen Rettungskräften und Notfallseelsorgerinnen und ‑seelsorgern für ihren Einsatz.“
Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Magdeburg

Was soll man zum Anschlag von Magdeburg sagen? Wie spricht man in Grund- und weiterführenden Schulen über Gewalt und Terror? Was muss an- und ausgesprochen werden? Worüber kann man schweigen, ohne unglaubwürdig zu werden? Welche Bedeutung haben dabei die Medien? Welche Wirkmächtigkeit haben Gebete, Kerzen, Glocken und Lieder?

Heute, am 21. Dezember 2024, sind die Schulen geschlossen, in Magdeburg, in Sachsen-Anhalt, in ganz Deutschland. Erst im Januar werden sie sich wieder füllen, die Flure und Klassenräume. Mit Sicherheit ist das gut so, denn so wird die Informationslage dichter, vieles wird sich klären. Und die Lehrkräfte können sich vorbereiten, eigenen Positionen zum Magdeburger Anschlag und zum Terror klären und an geeigneten Szenarien für ihre Lerngruppen arbeiten.

Die folgenden Bausteine wollen als Instrumente für ein konstruktives Sprechen über Terror und Gewalt in Schule und Religionsunterricht verstanden werden.

Das eigene Verständnis klären

  1. Diese Gefühle sind gerade in mir … Sie erinnern mich daran, dass ich mir wünsche …
  2. Diese Informationen habe ich … und diese Informationen habe ich nicht …
  3. Diese Medien habe ich dazu befragt … Diese habe ich ausgeblendet … So schreibt man im Ausland über Magdeburg …
  4. Diese Verknüpfungen sind in meinem Kopf … (Messeranschlag von Solingen, 7/10, der Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9.10.2019, der LKW-Angriff auf dem Breitscheidtplatz 2016, die Madrider Zuganschläge, Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo, der Angriff auf das Jugendcamp auf Utøya in Norwegen, 9/11 …)
  5. Ich vermute, dass es meinen Schüler:innen am ersten Schultag in dieser Sache so gehen wird … Deshalb möchte ich es eintragen oder nicht eintragen oder abwarten, was passieren wird … oder …
  6. Über diese Kanäle könnten sie Informationen beziehen …
  7. Zu diesen Themen und Fragen könnten sie den Austausch suchen …

Sprechanlässe für die Lerngruppe vorbereiten

  1. Zurückhaltend mit eigenen Erklärungen, Gefühlen und Deutungen auftreten und zugleich aktiv zuhörend
  2. Das habe ich gehört, gesehen oder gelesen … (Zunächst in Einzelarbeit mit Moerationskarten/kleinen Zetteln, anschließend in Kleingruppen sprechen)
  3. Diese Frage bewegt mich …
  4. Auswahl in das Plenum eintragen und in geeigneter Form visualisieren (Gestaltete Mitte)
  5. Das bewegt mich … (Eigene Ängste und Sorgen formulieren und in der Lerngruppe vortragen oder für sich behalten, in die Visualisierung eintragen)
  6. Empathie und Solidarität Ausdruck verleihen: Wenn ich sehe oder höre, dann fühle ich … , weil …
  7. Dankbarkeit formulieren …
  8. Hoffnungen benennen …
  9. Respektvoll auf andere Beiträge aus der Gruppe reagieren, auch wenn man bestimmte Positionen nicht teilen möchte

Eine Mitte gestalten

  1. Raum für einen Sitzkreis aud Stühlen oder am Boden schaffen
  2. Ein rundes Tuch auslegen
  3. Eine Kerze oder LED-Imitation entzünden
  4. Von den Kindern bzw. Jugendlichen ausgewählte Moderationskarten oder Zettel der Sprechanlässe auslegen
  5. Aus einer Auswahl von Legematerialien auswählen:
    1. Steine für Beschwernis und Sorge
    2. Schnur mit Knoten für Verbindung und Mitgefühl
    3. Herzen für Dankbarkeit
    4. Blütenblätter für Wünsche und Hoffnungen
    5. Muscheln und ihr Geheimnis für alles Unausgesprochene

Einfache Lieder anstimmen oder mitsummen

  1. Das kann zu Beginn und zum Ende geschehen, um die Gruppe einzustimmen, zur Ruhe kommen zu lassen
  2. Über Spotify oder YouTube
  3. Lieder aus Taizé bieten sich an:, z.B. „Bleibet hier und wachet mit mir”, „Frieden, Frieden”, „Nada te turbe”.

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„Heute ist euer Retter geboren!”- Mit Klemmbausteinen Weihnachten begreifen

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas mit Klemmbausteinen erzählen? Das geht! Und erzeugt nachhaltige Lernerfahrungen!

Der vorliegende Unterrichtsimpuls basiert auf einen Artikel in der Fachzeitschrift für den Religionsunterricht in Berlin und Brandenburg „zeitspRUng” (2019, Heft 1), in dem u.a. Erfahrungen mit der Entwicklung der sogenannten „Berliner Bibel” beschrieben werden. Im Rahmen eines mehrjährigen Projektes der von Cansteinschen Bibelanstalt in Berlin (vCBA) und dem Evangelischen Religionsunterricht in der EKBO ist diese Bibel seit 2015 entstanden. Über 1.000 Schüler:innen in ca. 60 Gruppen aus Berlin und Brandenburg waren mitunter daran beteiligt und haben ein einmaliges Werk geschaffen. Mit individuellen und unterschiedlichen Ansätzen aus der Lebenswelt der Schüler:innen hat jede Gruppe ihre Geschichte gestaltet und dabei selbstläufig eigene Relevanzen eingetragen. So ist diese Bibel ist zu einer Bibel von Kindern für Kinder geworden. Dieses methodische Potential soll im vorliegenden Unterrichtsimpuls genutzt werden.

Kernkompetenz: Die Schüler:innen setzen sich mit christlichen Traditionen auseinander und entwickeln daraus Perspektiven für die eigene Lebensgestaltung.

Jahrgang: 3.–6. Klasse

Arbeitsformen: Textarbeit, Kreatives Gestalten, Unterrichtsgespräch

Verlaufsplanung

Textarbeit im Plenum

  1. Lest  euch (in einer Kinderbibel) die Weihnachtsgeschichte nach Lukas (1, 26–38 und 2, 1–20) durch.
  2. Erzählt euch, was in der Geschichte passiert.
  3. Teilt die Geschichte in mindestens 3 Szenen (Abschnitte).
  4. Notiert für jede Szene (jeden Abschnitt) eine kurze Zusammenfassung.
  5. Überlegt miteinander für jede Person in jeder Szene (jedem Abschnitt), welche Gefühle diese Person momentan hat.
  6. Tauscht euch darüber aus, welches Verhalten der Personen euch überrascht hat.

Kreatives Gestalten in Kleingruppen

  1. Bildet interessengeleitet Kleingruppen zu den verschiedenen Szenen. Es ist nicht schlimm, wenn eine Szene nicht bearbeitet wird. Wichtig ist, dass ihr an der Szene arbeitet, an der ihr arbeiten möchtet. (Erwartungshorizont: Es geht nicht um die Erarbeitung eines vollständigen Bibelcomics, sondern um die persönliche Aneignung einer Szene durch die Schüler:innen.)
  2. Verständigt euch untereinander in der Kleingruppe, warum ihr euch für diese Szene entschieden habt. Das sollt ihr später den anderen erklären.
  3.  Überlegt dann gemeinsam weiter:
    • Welche Personen sollen zu sehen sein?
    • Wie soll der Hintergrund aussehen?
    • Sagen die Personen etwas?
    • Denken sie etwas?
  4. Entscheidet nun, wie viele Bilder (max. 3) ihr braucht, um eure Szene als Bibelcomic darzustellen.
  5. Entwerft für jedes Bild eurer Szene eine Bildüberschrift und schreibt sie jeweils auf.
  6. Ihr benötigt für den Aufbau der einzelnen Bilder eurer Szene:
    • großes Papier oder Stoffe als Hintergrund. Ihr könnt etwas auf das Papier kleben oder malen,
    • LEGO©-Figuren und Bausteine (Erfahrungshintergrund: Viele Schüler:innen sind bereit, eigenes LEGO©-Material mitzubringen, wenn sehr gut dafür gesorgt wird, dass alles wieder zu Hause landet.)
    • eine Kamera (eine Handykamera reicht aus)
  7. Fotografiert die einzelnen Bilder eurer Szene nun mehrfach aus verschiedenen Perspektiven!
  8. Entscheidet euch, welche Fotos eure Szene am besten darstellen und lasst sie ausdrucken.
  9. Passt eure Bildüberschriften dem Fotoformat an und füllt gegebenenfalls Sprech- oder Denkblasen aus.
  10. Klebt die Texte auf die Fotos und die Fotos in der richtigen Reihenfolge eurer Szene auf ein Blatt Papier.

Unterrichtsgespräch im Plenum

  1. Stellt euch nacheinander im Plenum eure Bibelcomis vor. Geht dabei zunächst anhand folgender Fragen vor:
    • Was haben eure Mitschüler:innen, die den Bibelcomic gestaltet haben, besonders ausführlich dargestellt?
    • Was kommt im biblischen Text außerdem vor?
  2. Lasst nun die Schöpfer:innen des jeweiligen Bibelcomis zu Wort kommen und hört, was sie bewogen hat, diese Szene so darzustellen.
  3. Lasst ausreichend Kopien eurer Bibelcomis erstellen, sodass jedes Gruppenmitglied eine Kopie von eurer Gruppenszene im Hefter haben kann.
  4. Tragt drei Dinge zusammen, die durch die Weihnachtsgeschichte von Lukas über Jesus erfahren habt.
  5. Der Evangelist Lukas wollte mit seinen Geschichten von Gott und Jesus erzählen. Was denkt ihr, was wollte er mit seiner Weihnachtsgeschichte uns mitteilen? Tauscht euch aus!

Metakognition

Beantwortet abschließend miteinander (oder in Einzalarbeit) folgende Fragen:

  1. Was habe ich gelernt durch das Lesen der Weihnachtsgeschichte nach Lukas und dem Gestalten des Bibelcomics?
  2. Was ist für mich neu gewesen?
  3. Was habe ich nicht verstanden oder finde ich merkwürdig?
  4. Worüber will ich weiter nachdenken?

Weiterführende Links

  1. Bibelprojekt der von Cantsteinschen Bibelanstalt Berlin: https://canstein-berlin.de/berliner-bibel-projekt
  2. Unterrichtsimpuls zur „Berliner Bibel” in zeitspRUng 1/2019: https://akd-ekbo.de/religionspaedagogik/zeitsprung/

Bibelszenengestaltung und Foto: S.Blaszcyk, 2024

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Jojo Rabbit und die Würde des Menschen

Jojo Rabbit ist ein mehrfach preisgekrönter Film des neuseeländischen Regisseurs Taika Waititi, der auf beeindruckende Weise Humor und Tragik miteinander verbindet. Die Handlung spielt in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs und folgt dem Leben des zehnjährigen Johannes „Jojo“ Betzler, der in einem fiktiven deutschen Städtchen lebt. Jojo ist ein begeistertes Mitglied der Hitlerjugend und hat sich einen imaginären Freund geschaffen: eine skurrile Version von Adolf Hitler, die von Taika Waititi selbst gespielt wird. Dieser imaginäre Hitler ist gleichzeitig eine komische Figur und eine Verkörperung der absurden Ideologie, an die Jojo glaubt.

Der Film ist eine sogenannte Kriegstragigkomödie, die auf unvergleichliche Weise die Themen Krieg, Vorurteile und Menschlichkeit behandelt. Während Jojo sich zunehmend mit den Widersprüchen der nationalsozialistischen Propaganda und der Realität auseinandersetzen muss, erfährt er durch die Freundschaft zu dem jüdischen Mädchen Elsa, das sich heimlich im Haus seiner Familie versteckt, eine tiefgreifende Veränderung. Der Film bietet einen ungewöhnlichen, aber wirkungsvollen Einblick in die psychologische Entwicklung von Kindern während der NS-Zeit und thematisiert, wie Vorurteile in ihnen entstehen und durch die Gesellschaft gefestigt werden.

Der vorliegende Unterrichtsentwurf setzt sich mit den im Film dargestellten Vorurteilen gegenüber Juden auseinander. Ziel ist es, den Schülern nicht nur die historischen Dimensionen dieser Vorurteile aufzuzeigen, sondern auch eine Brücke zur Gegenwart zu schlagen. Angesichts des wachsenden Rechtsradikalismus und der zunehmenden Verharmlosung extremistischer Ideologien in vielen Teilen der Welt erscheint es dringender denn je mit Jugendlichen über die Gefahren solcher Denkweisen zu sprechen. Der Unterricht soll dabei helfen, die Ursprünge von Vorurteilen zu verstehen, ihre schädlichen Auswirkungen zu erkennen und Strategien zu entwickeln, wie man ihnen in der heutigen Gesellschaft entgegentreten kann. 

Ein wesentlicher Aspekt dieses Unterrichtsprojekts ist es, die christliche Vorstellung von Menschenwürde in den Mittelpunkt zu stellen. Im christlichen Glauben ist die Würde des Menschen unantastbar, da jeder Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen ist. Diese Grundidee bildet die ethische Basis, um den Wert jedes einzelnen Lebens zu betonen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Kultur. Der Film konfrontiert die Zuschauer mit den radikalen Konsequenzen, die das Verleugnen dieser Würde zur Folge hat, wie es während der NS-Zeit geschehen ist. Durch die Auseinandersetzung mit den Inhalten von Jojo Rabbit können die Schüler lernen, wie wichtig es ist, die Würde eines jeden Menschen zu achten und Vorurteilen sowie jeglicher Form von Diskriminierung entschieden entgegenzutreten.

Indem die Schüler die Parallelen zwischen der Geschichte und aktuellen Entwicklungen ziehen, sollen sie für die Bedeutung von Toleranz, Empathie und Zivilcourage sensibilisiert werden. Das Bewusstsein für die unantastbare Würde des Menschen soll ihnen dabei als moralische Orientierung dienen, um ein gerechtes und respektvolles Miteinander in der heutigen Gesellschaft zu fördern.

Kernkompetenz: Die SuS nehmen die Bedeutung von Vorurteilen im Hinblick auf extremistische Ideologien wahr und setzen sich aus der Perspektive des christlichen Menschenbilds mit Vorteilen dieser Weltanschauungen argumentativ auseinander.

Jahrgang: ab Klasse 10

Thema: Ethik: Sich zu ethischen Herausforderungen in einer globalen Welt positionieren

Arbeitsformen: Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Gestaltung eines diakonischen Projekts

Hintergrundinformation: 

Infotext: Vorurteile

Schülertext: Vorurteile

Rezension Jojo Rabbit

Genesis 1

Psalm 8

 

Verlauf: 

Phase 1: Jojos Ausbildungswochenende und seine Verletzung (0:00 — 21:00)

  1. Skizziere das Ereignis, welches aus Johannes Betzler Jojo Hasenfuß macht und zeige dessen Konsequenzen auf. 
  2. Benenne die Vorurteile gegenüber Juden, die im Ausbildungscamp vorherrschen. 
  3. Beschreibe die Darstellung Hitlers zu Beginn des Films und als Jojos imaginären Freund. 
  4. Charakterisiere Johannes Betzler.
  5. Verfasse einen Tagebucheintrag von Jojo im Krankenhaus. 

Phase 2a: Jojo und Elsa (21:00 — 84:00)

  1. Zeige auf, wie die erste Begegnung zwischen Jojo und Elsa abläuft. Arbeite dabei Jojos Entschluss heraus, Elsa nicht zu verraten. 
  2. Notiere alle Eigenschaften, die ins Jojos Buch „Juhu Jude“, kommen. Unterscheide dabei, was Elsa erzählt und was Jojo einbringt.
  3. Fertige ein Gefühlsbarometer für Jojos Gefühle gegenüber Elsa an und begründe eventuelle Veränderungen. 

Phase 2b: Jojo und seiner Mutter (21:00 — 84:00)

  1. Skizziere Jojos Familienverhältnisse und beschreibe das Verhältnisse zu seiner Mutter Rosie. 
  2. Charakterisiere Rosie. 
  3. Vergleiche Jojos politische Überzeugung mit der seiner Mutter und entwickle daraus Rückschlüsse auf beider Beweggründe.

Phase 3: Kriegsende (84:00 — 108:00)

  1. Führe Jojos Gefühlsbarometer hinsichtlich Elsa weiter. 
  2. Analysiere das Gespräch zwischen Jojo und Yorki (84:00 — 86:20).
  3. Fasse Yorkis Resümee zum Kriegsende zusammen. 
  4. Entfalte die Änderung in Yorkis Argumentation, arbeite dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. 

Phase 4: Vorurteilsbildung

  1. Lies folgenden Text zur Entstehung, Verfestigung und zu Gegenmaßnahmen von Vorurteilen. 
  2. Nenne Ursachen für die Entstehung von Vorurteilen. 
  3. Diskutiert die verschiedenen Dimension von Vorurteilen im Film Jojo Rabbit in Form eines Kugellagers. (Ursachen, Entstehung, Verfestigung, Gegenmaßnahmen je 2 min)
  4. Arbeitet in Gruppen von 4 SuS heraus, welche Vorurteile ihr gegenüber anderen Menschen habt. 
  5. Untersucht die Entstehung und die Verfestigung dieser Vorurteile. 

Phase 5: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

  1. Lies den ersten Schöpfungsbericht (Gen 1) und Psalm 8. 
  2. Arbeite das Menschenbild aus beiden Bibelstellen heraus. 
  3. Beschreibe die Konsequenzen, die diese Bibelstellen auf die heutige Sicht des Menschen haben. 
  4. Fasst in einem Schreibgespräch zusammen, was (christliche) Menschenwürde für euch bedeutet. 
  5. Untersucht in Gruppen von 4 SuS wie und warum die Menschenwürde durch Vorurteile bedroht wird. Nehmt im ersten Schritt Bezug auf den Film JoJo Rabbit und im zweiten Schritt auf die Gegenwart. 
  6. Nehmt die Überlegungen zu euren Vorurteilen und entwickelt Perspektiven wie ihr diese Vorurteile entkräften könnt.
  7. Gestaltet ein Projekt für die 6. Klasse eurer Schule zum Thema: Schutz der Menschenwürde. 

 

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