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mobilsicher.de sagt Tschüss

30. Dezember 2024 um 14:53

Vor fast zehn Jahren ist mobilsicher.de online gegangen – seitdem recherchieren und berichten wir rund ums Thema Smartphones. Immer im Fokus: Wie man das Smartphone als großartige Technologie genießt, ohne sich zum gläsernen Menschen machen zu lassen. In den letzten beiden Jahren ging es außerdem um die Frage, wie man das Handy so nachhaltig wie möglich nutzt.

Von unseren ersten Artikeln bis jetzt ist viel passiert – wir haben angefangen mit Texten zur sicheren Bildschirmsperre und dazu, was es mit den Berechtigungen auf sich hat. Die musste man damals noch vor der App-Installation gesammelt akzeptieren. Inzwischen kann man Berechtigungen ein- und ausschalten wie man will und fast jede*r hat eine Bildschirmsperre, weil die Geräte das beim Installationsprozess von selbst vorschlagen. Vor zehn Jahren haben wir uns gefreut, wenn Android-Geräte überhaupt ein Update bekommen haben – jetzt reden wir von verpflichtenden Updates für fünf Jahre oder länger. Dafür liegen jetzt ganz neue Themen auf dem Tisch, vor allem: KI und das Internet of Things.

Wir finden, das ist ein guter Zeitpunkt, dieses Projekt zu beenden und Platz für neue Köpfe zu machen, die sich dem aktuellen Stand der Technik mit neuen Ansätzen und Ideen widmen.

Bevor wir endgültig verabschieden, wollen wir auch nochmal ganz herzlich Danke sagen: Ihr wart uns eine engagierte, neugierige und geschätzte Leser*innenschaft für die wir gerne geschrieben haben.

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, der wir uns die letzten Jahre gewidmet haben, bleiben unsere Texte als Archiv online. Es wird also keine Updates mehr geben, aber viele unserer Informationen werden nicht in ein paar Wochen alt. Sie stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz, dürfen also auch von euch woanders verwendet werden, wenn ihr auf uns verweist.

Sehr viel Arbeit ist auch in unseren HandyHelfer geflossen. Das ist ein interaktives Portal, das euch dabei hilft, euer Handy länger zu nutzen oder richtig zu entsorgen. Der HandyHelfer bleibt online und kennt fast alle bis heute erschienen Handys.

An dieser Stelle möchten wir uns auch beim BMUV (früher BMJV) bedanken, das dieses Projekt über so viele Jahre begleitet und immer wieder ermöglicht hat.

Wir freuen uns nun auf neue Aufgaben, denen wir uns in Zukunft widmen werden (welche das sind, erfahrt ihr hier) und sagen Tschüss und macht es gut.

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Blauer Engel für das Fairphone 5: Was das bedeutet

16. Dezember 2024 um 14:17

Viele kennen ihn noch vom sympathisch graustichigen Recyclingpapier-Block aus der Schule: den Blauen Engel. Das Umweltzeichen der deutschen Bundesregierung gibt es seit 1978 und es wird mittlerweile auch für zahlreiche andere Produktarten verliehen – darunter auch Smartphones. Allerdings erfüllt aktuell nur eins die hohen Anforderungen: das Fairphone 5.

Wir wollten genauer wissen, was das bedeutet und ordnen für euch ein, welche Merkmale den größten Mehrwert bieten.

Welche Kriterien muss ein Handy für den Blauen Engel erfüllen?

Wechselakkus: Ein Klassiker, den man nur noch selten bei Smartphones findet – der Akku muss ohne Spezialwerkzeuge in nur sechs Arbeitsschritten zu wechseln sein.

Der Vorteil: Hier sticht das Fairphone fast alle der großen Handymarken aus. Die Verleihung des Blauen Engels ist eine Auszeichnung für den Beweis, dass Eigenregie-Akkuwechsel auch bei Smartphones mit modernem Design machbar ist, bei nur minimal mehr Klotzigkeit. Weil der Akku – als einziges Bauteil – chemisch verschleißt, ergibt es besonders Sinn, dass man ihn leicht wechseln kann.

Sammelsystem: Hersteller müssen ein eigenes Sammelsystem für ausgediente Handys haben und das aktiv kommunizieren.

Der Vorteil: Zwar gibt es ein staatlich geregeltes System fürs Sammeln von alten Handys in Deutschland. Wegen vieler Lücken im System – mangelnde Kontrollen etwa – ist es aber nicht gerade komfortabel. Außerdem sind eigene Sammelsysteme auch beim Recycling effizienter. Die Hersteller kennen ihre eigenen Geräte und können mehr aus ihnen herausholen.

Updates: Sieben Jahre Sicherheitsupdates und drei Jahre Systemupdates.

Der Vorteil: Ist begrenzt, denn fünf Jahre Updates schreibt die EU ab kommendem Jahr generell vor. Apple hat schon länger so guten Support geliefert, auch hochpreisige Androids sind in den letzten Monaten mit Zusagen von sieben Jahren nachgezogen.

Garantie: Der Blaue Engel schreibt für Smartphones eine Garantie von drei Jahren vor.

Der Vorteil: Bei den meisten Geräten im Handel gilt nur die gesetzlich vorgeschrieben Gewährleistung von zwei Jahren und im zweiten davon müsst ihr als Käufer*in auch noch selbst nachweisen, dass der Mangel schon beim Kauf vorlag. Für das Fairphone 5 gibt es sogar fünf Jahre Garantie (mehr Infos beim Hersteller), wenn ihr es 2025 oder 24 kauft.

Die weiteren Kriterien für den Blauen Engel für Smartphones könnt ihr hier nachlesen.

 

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Snapchat: Gelöscht ist nicht gleich gelöscht

09. Dezember 2024 um 15:16

Das ist Snapchat

Snapchat ist ein Messenger, mit der man sich Nachrichten in Form von Bildern und kurzen Video-Clips zuschicken kann. Es hat auch eine Textchat-Funktion. Das Besondere an Snapchat ist, dass die Nachrichten nach kurzer Zeit vom Gerät des Empfängers verschwinden.

Nach eigenen Angaben hat die App mehr als 443 Millionen aktive Nutzer*innen täglich (Stand Dezember 2024). Sie ist vor allem unter Jugendlichen sehr beliebt, die Nutzungsbedingungen sehen ein Mindestalter von 13 Jahren vor.

2016 änderte das 2011 gegründete Unternehmen aus Kalifornien seinen Namen von Snapchat Inc. zu Snap Inc. Seit Januar 2019 sind Fotos und Videos bei Snapchat Ende-zu-Ende-verschlüsselt, allerdings nicht die Textnachrichten. Die Firma sagte zwar 2019 auf einer Cybersecurity-Konferenz, dass sie daran arbeite, auch den Chat zu verschlüsseln. Allerdings scheint das Feature immer noch nicht implementiert zu sein.

Der Dienst verdient Geld durch spezielle Werbeformate: Firmen können gegen Bezahlung sogenannte „Discover-Channels“ einrichten, Werbung in Form von „Stories“ verbreiten oder eigene Foto-Filter anbieten.

Verschwinden Nachrichten restlos?

Snapchat löscht private Nachrichten, sobald beide Chattenden sie angesehen und den Chat verlassen haben. In Einzelkonversationen ist es auch möglich, sie so einzustellen, dass Nachrichten erst nach 24 Stunden verschwinden. Wenn die Snaps nicht angesehen werden, werden sie nach 31 Tagen vom Snapchat-Server gelöscht. Nachrichten an Gruppenchats werden nach 7 Tagen gelöscht, auch wenn noch nicht alle Gruppenmitglieder sie angesehen haben.

Wann genau es welche Inhalte löscht, erklärt Snapchat auf seinen Supportseiten: Wann löscht Snapchat Snaps und Chats?

Daneben gibt es – ähnliche wie bei Instagram – Storys, die 24 Stunden lang im eigenen Kanal sichtbar sind und die man innerhalb dieser Zeit beliebig oft anschauen kann. Sie bestehen aus Videos, Bildern und Animationen, die untertitelt und bearbeitet werden können. Man kann festlegen, wer die Storys sehen kann: Von der ganzen Welt bis zu bestimmten Kontakten ist alles möglich.

Die Bilder werden nicht nur auf dem Gerät, sondern auf den Servern von Snapchat in den USA gespeichert. Dort bleiben sie so lange, bis sie von den Nutzer*innen abgerufen werden oder die Anzeigedauer abgelaufen ist.

Wenn die Nachrichten „verschwinden“, werden sie allerdings nicht gleich vom Gerät gelöscht. Je nach Betriebssystem wird zunächst nur der Dateiname so verändert, dass der Foto-Manager einen Snap nicht mehr als Foto erkennt. Mit etwas technischem Hintergrundwissen und zusätzlichen Apps lassen sich die Snaps aber wiederherstellen.

Man kann Nachrichten in Chats unter bestimmten Umständen auch speichern. Darüber erhält der andere Nutzer aber eine Meldung. Auch Screenshots sind möglich, aber auch hier bekommt der Konversationspartner eine Benachrichtigung.

Trotz der Flüchtigkeit gilt also auch bei Snapchat: Bevor man etwas versendet, sollte man sich ganz sicher sein, dass man damit leben kann, wenn dieses Bild – aus welchen Gründen auch immer – doch länger im Umlauf bleibt.

Filter und Gesichtserkennung

Beliebt ist Snapchat vor allem wegen der Spaßfilter, mit denen Nutzer*innen Bilder bearbeiten können. Diese Filter heißen bei Snapchat „Linsen“. Mit ihnen kann man Portraits animieren und zum Beispiel eine Hundezunge hinzufügen. Dafür scannt Snapchat das Gesicht und legt dann eine Schablone darüber.

Die Snapchat-Hilfeseiten erklären, dass die Funktionen, die es verwendet, um Linsen korrekt auf dem Gesicht zu platzieren, „in manchen Ländern oder Staaten […] als biometrische Daten betrachtet werden.“

Aus einem Patent, das Snapchat 2016 laut dem Magazin Business Insider (Aktualisierung 10.2023: Beitrag auf Business Insider nicht mehr verfügbar) angemeldet hat, geht hervor, dass die Firma schon an Technologien zur Gesichtserkennung arbeitete. Ob und wann diese zum Einsatz kommt, ist unklar.

Snap Map: Freunde orten

Im Juni 2017 führte Snapchat die Funktion Snap Map ein. Dort kann man auf einer Karte Snaps aus der Umgebung ansehen und schauen, wo sich die eigenen Freunde befinden und was sie machen. Dabei kann man festlegen, wer den eigenen Aufenthaltsort auf der „Snap Map“-Karte sieht. So kann man nur ausgewählten Freunden, allen, oder niemandem („Ghost Mode“) den eigenen Standort freigeben.

Der Aufenthaltsort wird jedoch nicht nur dann übertragen, wenn man einen Snap postet – sondern jedes Mal, wenn man die App öffnet. Freigeschaltete Kontakte können also immer sehen, wo man sich befindet, wenn die App gerade läuft.

Hat man die App acht Stunden nicht geöffnet, verschwindet man laut Firmenangaben von der Karte.

My AI

Seit Frühjahr 2024 taucht in den Chats der Nutzer My AI auf. Das ist ein Chatbot, der laut Snapchat mithilfe der „großen Sprachmodelle wie den GPT-Modellen von OpenAI und den Gemini-Modellen von Google“ funktioniert. Man kann My AI zum Beispiel fragen, wissenschaftliche Themen auf einfache Weise zu erklären, einem ein paar Algebra-Grundlagen beizubringen, oder Ratschläge zum perfekten Geschenken für „den Geburtstag des superbesten Freundes“ anzubieten. Das sind alles Vorschläge, die Snapchat explizit auf seinen Introseiten macht.

Snapchat löscht das Gespräch mit My AI nicht automatisch, sondern man muss die Daten eigenständig entfernen. Ebenfalls weiß My AI immer, wo man sich befindet, auch wenn man eigentlich im Geist-Modus unterwegs ist. Das kann man nur verhindern, indem man in den Einstellungen des Smartphones der App vollständig verbietet, den Standort zu verwenden. Dann kann man ihn allerdings bei Snapchat überhaupt nicht mehr teilen.

Kritik gibt es auch, dass man My AI nicht aus der Chatliste entfernen kann – das geht nur, wenn man Snapchat+, also die Bezahlversion von Snapchat, verwendet.

Wie bei allen Chatbot-Modellen, sind die mitgeteilten Infos nicht immer zuverlässig. So sagt Snapchat auf den Hilfeseiten: „Dennoch ist es möglich, dass die Antworten von My AI voreingenommene, falsche, schädliche oder irreführende Inhalte enthalten. Da My AI eine sich weiterentwickelnde Funktion ist, solltest du die Antworten von My AI immer unabhängig überprüfen, bevor du dich auf einen Rat verlässt.“

Journalisten haben in Tests My AI dazu bekommen, ihnen Tipps zu geben, wie sie den Konsum von Rauschmitteln verheimlichen können, obwohl sie sich als Minderjährige ausgegeben haben. Gerade was den Jugendschutz angeht, scheint My AI also problematisch zu sein.

Snapchat für Eltern: Family Center

Über das sogenannte Family Center können Eltern die Unterhaltungen ihrer Kinder im Teenageralter beaufsichtigen. Dabei können sie nicht auf die Inhalte der Kinder zugreifen, aber sehen, mit wem diese sprechen.

Folgende Überwachungsmöglichkeiten gibt es:

  • Eltern können sehen mit welchen Freunden oder Gruppen die Teenager in den letzten sieben Tagen gechattet haben. Eer eigentliche Inhalt der Unterhaltungen wird (Snaps und Nachrichten) nicht angezeigt.
  • sie sehen eine vollständige Liste der Gruppenmitglieder in Gruppenchats, an denen ihr Kind Teenager teilgenommen hat und die in den letzten sieben Tagen aktiv waren;
  • sie können eine vollständige Liste der bestehenden Freunde ihrer Teenager sehen;
  • sie können bestimmte Inhalte in den Registerkarten „Storys“ und „Spotlight“ beschränken;
  • sie können My AI deaktivieren;
  • sie können kontrollieren, dass der Geburtstag ihres Kindes richtig ist.

US-Verbraucherschutz prüft Snapchat

2014 warf die amerikanischen Verbaucherschutzbehörde Federal Trade Commission Snapchat vor, Nutzer*innen zu täuschen und ihr Datenschutzversprechen zu brechen, indem sie anders mit Informationen und Snaps umging als erklärt.

Der Dienst habe sich ohne das Wissen oder das Einverständnis der iOS-App-Nutzer*innen mithilfe der Funktion „Freunde finden“ Zugang zu Adressbuch- und Standortdaten verschafft. Auch habe Snapchat diese Funktion nicht richtig abgesichert, sodass Angreifer Zugang zu Telefonnummern und Namen von 4,6 Millionen Nutzer*innen gehabt hätten.

Die Behörde stellte bei der Prüfung des Dienstes auch grobe Fehler in Sachen Datensicherheit fest: Aus der App gelöschte Bilder und Videos blieben etwa im Dateisystem des Empfängergeräts gespeichert, wo man sie problemlos auslesen und kopieren kann.

Insgesamt wurde eine ganze Liste an Vorwürfen bestätigt. Zusätzlich zu den Auflagen, ihre Praxis zu ändern und mehr Transparenz zu schaffen, wurde 2014 ein unabhängiger Sachverständiger eingesetzt. Er soll die App für die folgenden 20 Jahre kontrollieren – das heißt bis 2034.

Das sagt die Datenschutzerklärung

Snapchat erklärt verständlich und auf Deutsch, welche Daten das Unternehmen wofür sammelt und wie es sie weitergibt. Das Unternehmen speichert einerseits alle Daten, die man selbst angibt und über den Dienst versendet („Daten, die du uns freiwillig gibst“). Dazu gehören auch Telefonnummer, E-Mail-Adresse und das Geburtsdatum; diese Informationen fragt Snapchat bei der Anmeldung ab.

Wer Inhalte in Live-Storys, lokalen Storys oder anderen Crowdsourcing-Inhalten sendet, gewährt Snap Inc. und deren Geschäftspartner*innen das Recht, diese Inhalte uneingeschränkt zu nutzen und zu verkaufen. Dabei dürfen sie auch den Namen der Nutzer*innen veröffentlichen. Natürlich speichert Snapchat auch Verbindungs- und Metadaten – also wer wann was an wen sendet, welche Snaps man ansieht und so weiter.

Zudem erhebt die App bestimmte Informationen über das Gerät, zum Beispiel, die Art des Geräts und des Betriebssystems. Die Daten benutzt Snapchat, um die Services zu verbessern, zur Analyse der Nutzung, aber auch für personalisierte Werbung. Snapchat lässt sich das Recht einräumen, die Daten an Dritte weiterzugeben, etwa an Partnerunternehmen, Diensteanbieter und Händler, an Strafverfolgungsbehörden und Ähnliches.

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Anleitung: Ortungsdienste auf dem iPhone richtig einstellen

07. Dezember 2024 um 08:45

Viele Apps und iPhone-Funktionen können den Standort des Geräts abrufen, um bestimmte Dienste anzubieten, beispielsweise um Geschäfte anzuzeigen oder zu navigieren. Ob und zu welchem Zweck der Standort Ihres iPhones abgerufen werden kann, entscheiden Sie selbst.

Die Screenshots dieser Anleitung haben wir auf einem iPhone 11 mit iOS 15.2 erstellt.

Ortungsdienste aufrufen

Das Menü für die Ortungsdienste finden Sie über den Pfad Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Ortungsdienste.

Ortungsdienste einstellen

An dieser Stelle können Sie die Ortungsdienste komplett ausschalten. Außerdem können Sie Ihren Standort für andere Nutzer freigeben und Zugriffsrechte für einzelne Apps festlegen (siehe unten).

Hinweis: Wenn Sie die Ortungsdienste des iPhones deaktivieren, kann über die Mobilfunkmasten, mit denen sich Ihr Handy im laufenden Betrieb verbindet, immer noch grob bestimmt werden, wo sie sich aufhalten. Diese Information können in der Regel nur die Mobilfunkanbieter (zum Beispiel Telekom, Vodafone) abrufen.

Wie der Aufenthaltsort von iPhones und Android-Geräten technisch bestimmt werden kann, erfahren Sie hier: Handy orten – welche Möglichkeiten gibt es?

Standort freigeben

Der Menüpunkt Standort teilen erlaubt es externen Apps wie „Nachrichten“ oder „Freunde suchen“, anderen Personen den eigenen Standort anzuzeigen.

Ist die Standortfreigabe aktiviert, wird der Knopf grün angezeigt. Wenn sie nicht wollen, dass Apps die Standortfreigabe nutzen, müssen Sie den Schieberegler nach links bewegen.

Ortungsfunktion für Apps

Beim Menüpunkt Ortungsdienste sehen Sie eine Liste mit den Apps, die auf Ortungsdienste zugreifen wollen. Sie können jeder App einzeln den Zugriff erlauben oder verbieten. Tippen Sie dazu einfach auf die jeweilige App. Mehr zu den Systemdiensten erklären wir weiter unten.

Hier sollten Sie genau überlegen, welche App das Recht haben soll, auf die Ortungsfunktion zuzugreifen. Karten- und Navigations-Apps wie Google Maps können Sie ohne Ortungsfunktion nur eingeschränkt nutzen. Foto-Apps dagegen müssen nicht unbedingt wissen, wo Sie sich befinden.

Optionen für Apps

Apps unter iOS können unterschiedliche Optionen für die Zugriffsrechte auf Ortsdaten erfragen.

Es stehen die Optionen Nie, Beim Verwenden der App oder Nächstes Mal fragen zur Auswahl. Durch Tippen auf die jeweiligen Felder können Sie die Zugriffsrechte verändern.

Unter den drei Optionen steht eine kurze Erklärung, wozu die Ortungsdienste von der jeweiligen App genutzt werden. Bei der Einstellung, welche App welche Zugriffsrechte bekommt, sollten Sie sich genau überlegen, ob Sie die Funktionalitäten wirklich brauchen, die die App mit den Ortungsdiensten bietet.

Die Ortungsfunktion können Sie übrigens nach Belieben auch nachträglich ein- und ausschalten.

Warnsymbol im Display

Das Ortungssymbol wird auf dem iPhone oder iPad oben in der Statusleiste angezeigt, wenn eine App auf Ortungsdienste zugreift.

Protokoll für Apps

In der Liste der Apps unter Datenschutz > Ortungsdienste können Sie anhand von Pfeilsymbolen auch sehen, welche App vor Kurzem oder in den letzten 24 Stunden auf Ortungsdienste zugegriffen haben. Eine Erklärung zur Bedeutung der Symbole finden Sie unterhalb der App-Liste.

Apple-Apps: Optionen aufrufen

Die genannten Einstellungsmöglichkeiten gelten nur für Apps. Auch das Betriebssystem selbst hat viele Funktionen, die auf die Ortsdienste zugreifen wollen. Diese Funktionen heißen „Systemdienste“. Die Einstellungen dafür müssen Sie extra vornehmen.

Die Einstellungen für System-Apps finden Sie unter dem bekannten Navigationspfad Einstellungen > Datenschutz > Ortungsdienste. Ganz unten sehen Sie den Punkt Systemdienste. Tippen Sie darauf.
Als nächstes sehen Sie den Punkt Wichtige Orte. Bei dieser Funktion erfasst Apple, wo Sie sich oft aufhalten, um Ihnen dann ortsbezogene Informationen in der Karten- oder Kalender-App anzuzeigen. An dieser Stelle können Sie den Zugriff auf Ortsdaten entziehen. Bei einigen Systemdiensten fragt das Gerät zuvor nach Ihrem Geräte-PIN oder dem Passwort Ihrer Apple-ID.

Hier empfiehlt es sich, genau abzuwägen, ob Sie diese Dienste mit Ortungsfunktion nutzen möchten. Das geht nämlich nur, indem Apple nachverfolgt und speichert, wo Sie sich gerade befinden.

Apple-Apps: Standort einstellen

Wenn Apple-eigene Systemdienste auf Ortungsdaten zugreifen, gibt es voreingestellt keine Anzeige dazu in der Statusleiste. Diese Anzeige können Sie aber aktivieren.

Die Option dafür befindet sich ganz unten in der Liste der Systemdienste unter dem Namen Statusleistenobjekt. Der vollständige Navigationspfad dorthin lautet: Einstellungen > Datenschutz > Ortungsdienste > Systemdienste. Scrollen Sie dort ganz nach unten.

Ist die Funktion aktiviert, erscheint das Pfeilsymbol auch dann in der Statusleiste, wenn Systemdienste auf die Ortungsdaten zugreifen.

Abfrage bei erster App-Nutzung

Übrigens gibt es jedes Mal eine Abfrage, wenn Sie eine App, die auf Ortungsdaten zugreifen will, das erste Mal nutzen. Sie können ihr das erlauben oder den Zugriff verweigern. Die Einstellung können Sie in den oben beschriebenen Menüs auch nachträglich ändern.

Bei der ersten Nutzung einer App gibt es eine Abfrage per Pop-up-Box.

Apple selbst gibt es Informationen zum Thema: „Informationen zu Datenschutz und Ortungsdiensten in iOS, iPadOS und watchOS“

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Safari-Alternative: Firefox-Browser für iOS

05. Dezember 2024 um 17:30

Das ist der Firefox-Browser für iOS

Hinter dem Browser Firefox steht die Mozilla-Stiftung, die sich für Transparenz und Privatsphäre in der digitalen Welt einsetzt. Wie alle Produkte von Mozilla ist Firefox für iOS quelloffen, das bedeutet, jeder kann den Programmcode ansehen und überprüfen.

Um die genannten Einstellungen aufzurufen, öffnen Sie die Firefox-App auf Ihrem iPhone oder iPad und tippen Sie auf die drei waagerechten Striche unten rechts. Tippen Sie danach auf Einstellungen.

Dieser Text bezieht sich auf Firefox für iOS 133.00 (47866, zuerst veröffentlicht am 26. November 2024).

So schützt Firefox vor Tracking

Tracking nennt man sämtliche Methoden, die angewandt werden, um Nutzer*innen beim Surfen im Internet zu beobachten. Dazu gehören Cookies, aber auch viele andere Methoden. Mit der in vielen Browsern enthaltenen Einstellung „Drittanbieter-Cookies blockieren“ kommt man diesen Methoden leider längst nicht mehr bei.

Die wichtigsten Tracking-Methoden und wie man sie unterbindet erklären wir im Beitrag Tracking im Internet: Cookies, Cache & Co.

Firefox für iOS bietet einen Tracking-Schutz, der standardmäßig aktiv ist. Da fast alle Werbeanzeigen im Internet gleichzeitig auch Tracker sind, wirkt dieser Schutz effektiv ebenfalls als Werbeblocker.

Der „Schutz vor Aktivitätenverfolgung“ greift auf eine öffentlich zugängliche Sperrliste der Firma Disconnect zu, auf der bekannte Tracker verzeichnet sind. Alle Verbindungen zu Adressen auf dieser Liste werden blockiert.

Über den Menüpunkt Schutz vor Aktivitätenverfolgung können Sie den Trackingschutz ein- oder ausstellen. Zudem haben Sie die Auswahl, die Funktion im Modus „Standard“ oder im Modus „Streng“ zu verwenden. Wenn Sie den Modus „Streng“ auswählen, werden alle Cookies geblockt, auch solche von der Seite, die Sie gerade aufrufen. Damit werden aber viele Seiten nicht mehr richtig funktionieren.

Man kann aber auf einzelnen Seiten den Tracking-Schutz auch deaktivieren, wenn man die Seite trotzdem ordnungsgemäß anschauen möchte.

Keine Add-ons bei iOS

Apple verhindert, dass Firefox die in Android und für den Desktop verfügbaren Add-ons auch in der iOS-App anbieten kann.

Add-ons sind Zusatzprogramme, mit denen neue Funktionen zum Browser hinzugefügt werden können. Funktionen zur automatischen Cookie-Löschung und Ähnliches stehen daher leider nicht zur Verfügung. Man kann aber innerhalb der Einstellungen manuell die Website-Daten löschen, etwa besuchte Seiten, Cache, Cookies, Offline-Website-Daten und heruntergeladene Dateien.

Außerdem können Sie den privaten Modus verwenden, bei dem diese ganzen Daten nach der Sitzung gelöscht werden.

Zugangsdaten speichern

Firefox für iOS bietet an, sich Zugangsdaten von Webseiten zu merken. Wenn Sie das nächste Mal eine Seite besuchen, hilft der Browser Ihnen beim Eintragen.

Wichtig: Falls Sie Zugangsdaten in Firefox hinterlegen, richten Sie unbedingt ein Masterpasswort ein, das Sie eingeben, bevor Sie die gesammelten Zugangsdaten im Browser ansehen können. Ansonsten kann jeder mit Zugang zu Ihrem Handy die Passwörter auslesen. Das Ganze funktioniert auch mit dem Fingerabdruck oder der Face ID.

Sie finden den Punkt unter: Einstellungen (die allgemeinen iOS-Einstellungen > Face ID & Code > Andere Apps. Dort kann man die Abfrage aktivieren und deaktivieren.

Schade: Firefox kann nicht auf den Apple-eigenen Passwort-Manager „Schlüsselbund“ zugreifen, der auch die Passwörter aus anderen Apps verwalten kann. Diese Funktion gilt als sehr sicher und erlaubt es, Zugangsdaten aller Art über die iCloud mit verschiedenen Apple-Geräten zu synchronisieren.

Auch Firefox für iOS überträgt Daten

Auch Firefox für iOS fragt Daten von Nutzer*innen ab. Laut Datenschutzerklärung überträgt der Browser standardmäßig folgende Daten an Mozilla:

  • installierte Firefox-Version,
  • eingestellte Sprache,
  • Betriebssystem (mit Version),
  • Hardware-Konfiguration (Speicher, Systemabstürze usw.,)
  • IP-Adresse (wird nach kurzer Zeit gelöscht),
  • Anzahl geöffneter Tabs und Fenster,
  • Anzahl der besuchten Webseiten,
  • Sitzungslänge,
  • Interaktion mit Firefox-Suchfunktionen
  • Empfehlungen von Partnersuchdiensten.

Zusätzlich erhebt Firefox Daten, um Abstürze und Performance des Browsers zu analysieren. Zur Verbesserung seiner Dienste gibt Firefox auch Nutzungsdaten an die Analysedienste Adjust, Google (mit der die Google-WerbeID) und LeanPlum weiter. Die vollständige Datenschutzerklärung findet sich hier.

Diese Datenerfassung können Sie deaktivieren. Navigieren Sie dafür zu Firefox-Einstellungen > Nutzungdaten senden (ganz nach unten scrollen).

Fazit: Wann sich Firefox für iOS lohnt

Mit Firefox steht ein iOS-Browser zur Verfügung, der aus unserer Sicht alle wichtigen Funktionen abdeckt. Auch in Sachen Tempo muss sich Firefox nicht verstecken. Vergleichstests zur Geschwindigkeit zeigen keinen systematischen Nachteil gegenüber Safari.

In Sachen Datenschutz gewinnt Apples Standard-Browser Safari aber gegen Firefox, da er mehr Einstellungsmöglichkeiten bietet. Das liegt vor allem daran, dass Apple die Installation von Add-ons in Firefox für iOS verhindert. Diese bieten für Android und Windows PC noch viele weitere Möglichkeiten, Sicherheit und Privatsphäre zu erhöhen.

Interessant ist Firefox daher momentan vor allem für Personen, die auch auf ihrem Computer oder Laptop Firefox benutzen. Über ein Firefox-Konto können sie dann Passwörter, Lesezeichen und Tabs zwischen Rechner und iPhone oder iPad synchronisieren und müssen nicht zwischen unterschiedlichen Browsern wechseln.

 

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Sammelprojekte für alte Handys: Unsere Empfehlung

05. Dezember 2024 um 10:31

Wertstoffhof, Elektromarkt, Sammelbox – macht es irgendeinen Unterschied, wo ich mein altes Handy abgebe? Die Antwort ist Ja. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Erstens: Elektroschrott – auch alte Handys – muss in Deutschland recycelt werden. Er darf auf keinen Fall in der Müllverbrennungsanlage landen. Denn dabei gelangen Schwermetalle in die Umwelt und wertvolle Rohstoffe gehen verloren. Alte Elektronik gehört deshalb nicht in den Restmüll oder die Gelbe Tonne.

Zweitens: Ein Teil der Handys, die abgegeben werden, könnte noch repariert und dann weiter genutzt werden. Oder zumindest als Ersatzteillager für die Reparatur anderer Handys dienen. Die Frage ist: Macht sich irgendjemand die Mühe, die abgegebenen Handys einzeln auf ihre Brauchbarkeit zu prüfen? Das ist eigentlich für alle Sammelstellen vorgeschrieben. Aber nur, wenn es sich rechnet. Für unser Ranking haben wir uns angesehen, wo diese Untersuchung am häufigsten durchgeführt wird.

Warum ist länger nutzen besser als Recycling?

Es ist eine gute Sache, die Stoffe im Handy zu recyceln. Noch besser ist es aber, die Geräte möglichst lange zu nutzen. Das liegt daran, dass beim Recycling nicht alle Metalle wieder in den Kreislauf kommen. Und auch das Recycling verbraucht viel Energie.

Drittens: Mit alten Elektrogeräten lässt sich Geld verdienen. Am meisten bringen Handys, die als Second-Hand-Gerät weiterverkauft werden können. Aber auch die Metallverwerter bezahlen etwas Geld für schrottreife Handys – rund einen Euro pro Kilo. Für unser Ranking haben wir geschaut, wer dieses Geld bekommt.

 

Nicht alle Sammelstellen sind gleich: Das Ranking

Es gibt verschiedene (legale) Möglichkeiten, alte Handys abzugeben. Neben Wertstoffhöfen müssen auch Elektronik- und Supermärkte Handys annehmen.

Wer muss alte Handys annehmen?

Neben Wertstoffhöfen müssen auch Elektromärkte mit einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern oder mehr, sowie Supermärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern, Handys und andere kleine Elektrogeräte annehmen.

Die Regelung gilt nur für kleinere Elektrogeräte, mit weniger als 50 cm Kantenlänge.

Supermärkte mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern und mehr sind zur Annahme verpflichtet, wenn sie selbst Elektrogeräte verkaufen (immer oder mehrmals im Jahr). Zum Beispiel Rasierer oder elektrische Zahnbürsten.

Es spielt keine Rolle, ob ihr das Gerät dort gekauft habt.

Früher galt, dass nur beim Neukauf eines Gerätes ein altes abgegeben werden kann. Das gilt seit Juli 2022 nicht mehr. Ihr müsst also nichts in dem Markt kaufen, um ein altes Kleingerät abzugeben.

Ihr dürft nur drei Geräte derselben Art auf einmal abgeben.

Wir haben die unterschiedlichen Abgabestellen nach den Kriterien bewertet, die wir oben erklärt haben. Und da gibt es einen vorbildlichen ersten Platz, den ihr vielleicht nicht auf dem Schirm hattet.

Aber beginnen wir mit Platz 3, der geht an die Wertstoffhöfe der Gemeinden. Hier wird Elektroschrott in der Regel in riesigen Containern gemischt gesammelt. Hier werden eure Handys korrekt recycelt. Überprüft und weitergenutzt aber nur selten. Eine Ausnahme ist beispielsweise die Bremer Stadtreinigung, die noch funktionierende Geräte an Sozialkaufhäuser spendet.

 

Platz 2 geht an die Sammlung im Elektromarkt oder im Supermarkt. Auch hier gehen die Handys in die richtigen Kanäle und die Märkte sind für die allermeisten leichter zu erreichen als die Wertstoffhöfe. Auch wenn es an der Umsetzung mangelt.

Platz 1, Trommelwirbel und Applaus: Handy-Sammelprojekte für gute Zwecke. Hier wird genau geprüft, ob die gesammelten Handys noch gehen. Und zumindest ein Teil des Geldes, das dabei verdient wird, kommt einem guten Zweck zugute.

Wir haben uns verschiedene Organisationen angesehen, die solche Sammelprojekte betreiben. Hier kommt unsere Liste. Dabei war uns wichtig, dass diese Projekte bundesweit aktiv sind. Lokal gibt es weitere tolle Aktionen.

 

We4Kids: Ein Notfallhandy für jedes Kind

  • Gemeinnütziger Verein aus Thüringen. Betreut auch das Projekt Wunschpate. Ziel ist es, Kindern ein Handy zu ermöglichen, deren Familien das nur schwer bezahlen könnten.
  • Hier lohnt es sich besonders, neuere, noch nutzbare Handys abzugeben – sie gehen direkt an Kinder, die ein Handy benötigen. Informationen des Vereins.
  • Der Verein spendet zusätzlich eine SIM-Karte mit zehn Euro Guthaben für jedes Handy.
  • Kaputte Handys, die noch Updates bekommen, werden vom Verein repariert oder als Ersatzteillager verwendet.
  • Handys, die nicht mehr brauchbar sind, verkauft der Verein an ein Recyclingunternehmen. Der Erlös fließt in die Vereinsprojekte.
  • Handys könnt ihr per Post einschicken. Die Adresse findet ihr hier.

 

Berggorilla-Regenwald Direkthilfe: Die Wiedergutmacher

  • Gemeinnütziger Verein aus NRW. Setzt sich für den Lebensraum der Berggorillas ein. Dieser ist besonders durch den Abbau von Coltan bedroht, aus dem das Metall Tantal für Handys gewonnen wird.
  • Brauchbare Handys verkauft der Verein als Gebrauchtgeräte. Der Erlös fließt in die Projekte. Mehr Infos zum Sammelprojekt.
  • Was nicht verkäuflich ist, kommt ins Recycling. Recycling-Betriebe zahlen einen kleinen Betrag pro Handy – der Erlös fließt in die Projekte.
  • Du kannst dein Handy per Post schicken, oder selber für den Verein sammeln. Die Adresse findet ihr hier.

 

Pro Wildlife: Tierschutz statt Tonne

  • Gemeinnütziger Verein aus Bayern. Setzt sich für den Schutz von Wildtieren ein.
  • Die gespendeten Handys werden von einem Partner des Vereins repariert und verkauft oder recycelt.
  • Pro Wildlife bekommt einen Fixbetrag pro Gerät von dem Partner, der die Handys verwertet.
  • Du kannst dein Handy per Post an Pro Wildlife schicken. Hier ist die Adresse.
  • Pro Wildlife kooperiert außerdem mit dem Handysammelcenter der Telekom (siehe nächster Abschnitt).

 

Handysammelcenter der Telekom: Der Big Player

  • Der Mobilfunkbetreiber hat mit Partnern eine Plattform ins Leben gerufen, über die gemeinnützige Projekte Handy-Sammlungen organisieren können. Der Clou: Jede*r kann dort eine Sammelbox bestellen und für das Projekt seiner Wahl sammeln.
  • Ein Teil des Erlöses geht an das von dir gewählte Projekt.
  • Du kannst dein Handy auch direkt zum Sammelcenter schicken. Das Center übernimmt die Versandkosten und wählt selber aus, an welches Projekt der Erlös geht. Alle Infos zum Versand.
  • Die gesammelten Handys werden geprüft. Nutzbare Geräte werden verkauft, der Rest recycelt.
  • Das Center wird vom niederländischen Verwertungsunternehmen Foxway zusammen mit der Telekom betrieben.
  • Hier siehst du, wo es überall eine Sammelbox vom Center gibt: Karte mit den Sammelstellen.
  • Einschränkung: Das Sammelcenter nimmt nur bestimmte Modelle an und das Gerät darf nicht sichtbar beschädigt sein. Prüfe hier, ob dein Handy angenommen wird.

 

Wir packen’s an: Handys für Geflüchtete

  • Dann möchten wir noch das großartige Projekt von Wir packen’s an und resist.berlin erwähnen. Gespendete Geräte werden aufbereitet und an Menschen auf der Flucht weitergegeben. Unsere detaillierte Reportage findet ihr hier.
  • Flüchtenden werden die Handys oft abgenommen. Dabei können Funktionen wie Navigation und Messenger überlebenswichtig sein.
  • Ihr könnt das Handy per Post einschicken, die Adresse steht hier.
  • Für besonders bedrohte Menschen bereitet das Kollektiv die Handys mit dem unabhängigen und sicheren Android-Ableger GrapheneOS auf.
  • Bisher konnten die Geräte zu großen Teilen weitergenutzt werden, selbst solche mit gerissenen Displays. Aber die Anzahl der Spendehandys ist auch vergleichsweise niedrig.

 

NABU / Telefónica: Sammelbox (coming back soon)

  • Mobilfunkanbieter und Umweltschützer haben sich für diese Sammelbox-Aktion zusammengetan. Aktuell gibt es allerdings beim Versand Veränderungen.
  • Schon seit 2011 läuft die Sammelbox-Aktion. 2022 wurden knapp 190.000 Handys gesammelt. Der NABU bekommt dafür einen jährlichen Fixbetrag von 150.000 Euro unabhängig von der Sammelmenge. Der fließt in den Insektenschutz.
  • Geprüft und repariert werden die Handys von AfB, einem gemeinnützigen Unternehmen, das Menschen mit Behinderung beschäftigt. Hier findet ihr den Shop mit den gebrauchten Geräten.
  • Wie bei allen Projekten, kann nur ein kleiner Teil wieder genutzt werden, der Rest wird stofflich recycelt.
  • Postversand ist hier nicht vorgesehen. Wo die Sammelboxen stehen, erfahrt ihr auf der Webseite. Hier ist eine Karte mit den Sammelstellen.
  • Mitte 2023 gab es Unischerheit, wie die Sammelboxen versandt werden können. Die Akkus gelten nämlich als Gefahrgut, weil sie Feuer fangen können. Stand Dezember 2024 ist der Start wieder für das Frühjahr 2025 geplant. Bis dahin pausiert das Projekt.

Der Beitrag Sammelprojekte für alte Handys: Unsere Empfehlung erschien zuerst auf mobilsicher.de.

Bloatware: Vorinstallierte Apps ersetzen (Android)

05. Dezember 2024 um 08:39

Bloatware: Smartphone mit Verstopfung

Handelsübliche Smartphones kommen mit vielen vorinstallierten Apps. Welche das sind, weiß man vorher nie ganz genau, denn das ist abhängig vom Gerätemodell, der Firma und dem Mobilfunkanbieter. Solche vorinstallierten Apps nennt man auch „Bloatware“, abgeleitet vom englischen Wort „bloat“ (deutsch: aufblähen).

Es ist nicht immer leicht zu durchschauen, von wem vorinstallierte Apps eigentlich stammen. Gleichzeitig haben sie oft weitreichende Zugriffsrechte, übertragen viele Daten an ihre Hersteller*innen und sind auch in Sachen Funktionalität häufig nicht die beste Wahl.

In dieser Liste findest du unsere Empfehlungen für privatsphärefreundliche Alternativen. Wenn du mehr zu einem App-Typ wissen möchtest, klick einfach auf den Link zum Ratgeber.

Du kannst die empfohlenen Apps oft nicht nur aus dem Google Playstore installieren, sondern auch aus dem verbraucherfreundlichen F-Droid-Store.

Browser

Diese Browser-Apps empfehlen wir:

  • Mozilla Firefox (Play-Store): Vollwertiger Open-Source-Browser der Mozilla-Stiftung. Integrierter Tracking-Schutz und viele Erweiterungen für mehr Privatsphäre. Wie du Firefox privatsphärefreundlich einstellst, haben wir hier zusammengestellt.
  • Fennec (F-Droid): App-Variante von Firefox ohne Analysedienste. Nutzt im laufenden Betrieb aber Dienste von Mozilla und Google, die Nutzer*innen tracken können.
  • Tor Browser: Basiert auf Firefox, nutzt aber das Anonymisierungsnetzwerk Tor. Ist standardmäßig für einen starken Schutz der Privatsphäre konfiguriert. Der Tor Browser wurde vom Tor Project gemeinsam mit dem Guardian Project entwickelt. Du findest ihn in F-Droid, sobald du unter Einstellungen > Paketquellen das Guardian Project aktiviert hast. Auch im Play-Store zu finden. Hinweis: Der Vorläufer „Orfox“ wurde eingestellt und sollte nicht mehr genutzt werden.

E-Mail

  • K-9 Mail (F-Droid, Play-Store): Open-Source-App, von einem Programmier-Team ehrenamtlich entwickelt. Dient der Verwaltung von E-Mails aus einem oder mehreren Postfächern und sammelt oder überträgt ansonsten keinerlei Daten. Schlichtes Design.
  • FairEmail (F-Droid, Play-Store): Open-Source-App des niederländischen Entwicklers Marcel Bokhorst. Dient der Verwaltung von E-Mails aus einem oder mehreren Postfächern und sammelt oder überträgt ansonsten keinerlei Daten. Basisversion mit einigen Sicherheitsfunktionen kostenlos, Vollversion kostenpflichtig.
  • Als E-Mail-Dienst empfehlen wir die kostenpflichtigen Dienste posteo.de oder mailbox.org, die optimale Privatsphärebedingungen bieten.[/box]

Fotogalerie

Diese Galerie-Apps empfehlen wir:

  • Fossify Galerie (F-Droid): Ein simpler Foto-Manager aus der Fossify-Reihe. Fossify ist ein Kollektiv aus freiwilligen Entwicklern, die unabhängige Varianten der „Simple Mobile Tools“ zur Verfügung stellen. Simple Mobile Tools, früher unsere Empfehlung für schlanke und trackingfreihe Funktions-Apps, wurde 2023 verkauft. Wir erwarten daher, dass die Apps künftig mittels Werbung und Tracking monetarisiert werden. Man kann an Fossify spenden.
  • Aves (Playstore, F-Droid): Quelloffene, werbefreie App des Entwicklers Thibault Deckers. Bietet mehr Funktionen zur Bilderverwaltung als die Fossify Galerie, unter anderem Geotagging mit OpenStreetMap.

Messenger und Video-Chat

Diese Messenger-Apps empfehlen wir:

  • Signal (Play-Store, Website des Herstellers): kostenloser, quelloffener Messenger, von Whistleblower Edward Snowden empfohlen. Standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt, bietet auch Videotelefonie. Einziges Manko: Erfordert eine Telefonnummer zum Registrieren – die kann aber verborgen bleiben.
  • Threema (Play-Store): kostenpflichtiger, quelloffener Messenger, der ebenfalls über eine standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Einzel- und Gruppenchats sowie für Videotelefonie verfügt. Anonym nutzbar. Im Funktionsumfang der Business-Version Threema Work (Play-Store) steht er großen Konkurrenten wie Skype in nichts nach.
  • Senfcall (keine Installation, nur Video-Chat): Per Web-Zugriff unter senfcall.de nutzbar. Basiert auf der quelloffenen Software BigBlueButton, von Studierenden der Universitäten Darmstadt und Karlsruhe entwickelt. Server in Deutschland, nach Ende eines Meetings werden alle Daten gelöscht.

Kalender

Diese Kalender-Apps empfehlen wir:

  • Fossify Calendar (F-Droid, Play-Store): Schlanker Kalender ohne Schnickschnak aus der Fossify-Reihe. Fossify ist ein Kollektiv aus freiwilligen Entwicklern, die unabhängige Varianten der „Simple Mobile Tools“ zur Verfügung stellen. Simple Mobile Tools, früher unsere Empfehlung für schlanke und trackingfreihe Funktions-Apps, wurde 2023 verkauft. Wir erwarten daher, dass die Apps künftig mittels Werbung und Tracking monetarisiert werden. Man kann an Fossify spenden.
  • Etar (F-Droid, Play-Store): Quelloffene, werbefreie App, entwickelt von dem saudi-arabischen Programmierer Suhail Alkowaileet. Die App kann komplett offline verwendet werden, unterstützt aber auch die Einbindung des Google-Kalenders und Exchange.
  • Kalenderchen (Play-Store): Diese Kalender-App für Android und Windows synchronisiert deinen Kalender über mehrere Geräte hinweg. Alle eingetragenen Daten werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt online gespeichert. Um den Kalender dezentral zu nutzen, musst du unter kalenderchen.de einen Cloud-Kalender anlegen. Du erstellst dabei einen privaten Schlüssel (Passwort), den du für das Einrichten von Kalenderchen auf jedem Gerät benötigst. Kosten: Einen Kalender mit Synchronisationsfunktion gibt’s für 1,50 Euro pro Monat, ohne Synchronisation genügt ein selbstgewählter Spendenbetrag. Für komplett anonyme Nutzung können Geldscheine per Post geschickt werden. Mehr Infos auf der Webseite.

Kontakte

Diese Kontakte-App empfehlen wir:

  • Fossify Contacts (F-Droid, Play-Store): Einfaches Adressbuch aus der Fossify-Reihe. Fossify ist ein Kollektiv aus freiwilligen Entwicklern, die unabhängige Varianten der „Simple Mobile Tools“ zur Verfügung stellen. Simple Mobile Tools, früher unsere Empfehlung für schlanke und trackingfreihe Funktions-Apps, wurde 2023 verkauft. Wir erwarten daher, dass die Apps künftig mittels Werbung und Tracking monetarisiert werden. Man kann an Fossify spenden.
  • MyLocalAccount: Falls dein Gerät Kontakte nur im Google-Konto abspeichern kann und keinen lokalen Speicherort anbietet, kannst du mit Hilfe der App MyLocalAccount ein entsprechendes lokales Verzeichnis auf deinem Handy anlegen. Die App entwickelt ein österreichischer Programmierer, der unter dem Namen FJ Softwaredevelopment auch den von uns empfohlenen MyPhoneExplorer anbietet.

Hinweis: MyLocalAccount ist keine App zum Verwalten oder Beabeiten von Kontakten, sondern richtet nur einen Speicherort auf deinem Gerät ein. Wenn man sie installiert, erscheint kein App-Icon auf dem Startbildschirm. Gehe nach der Installation zu:Geräteeinstellungen > Konten > Hinzufügen und tippe in der Liste auf MyLocalAccount. Wenn du nun deine Kontakte-App öffnest und einen neuen Kontakt hinzufügst, solltest du eine Auswahl haben, den Kontakt entweder im Google-Konto anzulegen oder im MyLocalAccount-Konto.

Suche

Diese Suchmaschinen empfehlen wir:

Hinweis: Suchmaschinen-Apps bringen einige Nachteile mit sich – es handelt sich dabei um abgespeckte Browser-Apps, die mit der Sicherheit eines vollwertigen Browsers wie Firefox nicht mithalten können. Stattdessen empfehlen wir, die Suchmaschine deiner Wahl beispielsweise im Firefox-Browser als Standard festzulegen. Öffne dazu das Menü des Browsers und tippe auf den Punkt „Suche“.

  • Startpage: Die niederländische Suchmaschine sucht in der Google-Trefferliste, ohne dass dabei Nutzer*innendaten zu Google gelangen. Die Suchmaschine speichert keine Daten über dich und bietet beim Öffnen von Webseiten einen anonymen Modus. Startpage kann als Suchmaschine für Browser eingestellt und als Webseite aufgerufen werden.
  • DuckDuckGo: US-amerikanische Suchmaschine, nutzt Ergebnisse von anderen Suchmaschinen, zum Beispiel Bing – nicht aber Google. Speichert keine Suchanfragen und erstellt keine Profile. Erhältlich als App im Google Play-Store oder in F-Droid, als Suchmaschine für den Browser und als Webseite.
  • Suchfeld (F-Droid): Wenn du nicht auf das Suchfeld verzichten willst, das viele von der Google-Suche auf dem Startbildschirm gewöhnt sind, kannst du dieses mit der App Simple Search ersetzen. Installiere die App, stelle darin die Suchmaschine deiner Wahl ein und füge sie dann als Widget auf dem Startbildschirm hinzu.

Tastatur

Diese Tastatur-Apps empfehlen wir:

  • HeliBoard (F-Droid): Basiert auf OpenBoard und wird aktiv von freiwilligen Entwickler*innen weitergeführt. Unterstützung ist willkommen.
  • Typewise Offline Keyboard (Play-Store): Lokale Offline-Version der App „Typewise Keyboard“, sendet keinerlei Daten. Entwickelt von einem Schweizer Start-up, das besonderen Wert auf intuitive Benutzbarkeit und wenige Tippfehler legt. Finanzierung durch App-Verkäufe, entsprechend hoch sind die Kosten: einmalig 25 Euro.
  • FlorisBoard (beta F-Droid): Quelloffene, kostenlose und vollwertige Tastatur-App des österreichischen Entwicklers Patrick Goldinger. Nach einer Unterbrechung soll das Projekt wieder aktiv vorangetrieben werden. Enthält interessante Features, wie Shortcuts, Sliding und viele Tastaturlayouts.
  • AnySoftKeyboard (F-Droid, Play-Store): Quelloffene App, die nicht ins Internet geht. Das deutsche Sprachpaket muss zusätzlich geladen werden (F-Droid, Play-Store). Derzeit von Entwickler Menny Even Danan aus New York City betreut, finanziert durch Spenden.

Telefon

Diese Telefon-App empfehlen wir:

  • Fossify Phone: (F-Droid, Play Store): Auch hinter dem Button, mit dem ihr einen Telefonanruf startet, steckt eine App. Dieser simple Dialer stammt aus der Fossify-Reihe. Fossify ist ein Kollektiv aus freiwilligen Entwicklern, die unabhängige Varianten der „Simple Mobile Tools“ zur Verfügung stellen. Simple Mobile Tools, früher unsere Empfehlung für schlanke und trackingfreihe Funktions-Apps, wurde 2023 verkauft. Wir erwarten daher, dass die Apps künftig mittels Werbung und Tracking monetarisiert werden. Man kann an Fossify spenden.

Textbearbeitung

Alternative Textbearbeitungs-Apps:

  • Collabora Office (Play-Store): Diese quelloffene App für Android kann fast alles, was ihr von der Textbearbeitung am Desktop kennt: Verschiedene Schriftarten und -farben einstellen, Absätze formatieren sowie Grafiken und Fotos einfügen. Bearbeiten könnt ihr Dokumenttypen aus Microsoft Office und Libre Office. Die App erlaubt auch das Erstellen und Ändern von Tabellen und Präsentationen. Frei von Werbung und Tracking, keine unnötigen Berechtigungen. Kostenlose Version für Einzelnutzer*innen, Zusammenarbeit mit anderen kostenpflichtig.
  • Writer (Play-Store): App mit Lese- und Schreibfunktion für die meisten Formate. Wer ein Profil in der App anlegt, kann Dokumente teilen und gemeinsam mit anderen bearbeiten. Die App läuft aber auch offline und ohne Profil. Angeboten von der Software-Firma Zoho Corp. Die Nutzungsanalyse kann in den Einstellungen abgewählt werden.

Überflüssige Apps

Ihr werdet auch viele Apps auf dem Gerät finden, die ihr überhaupt nicht braucht. Geht einmal durch die App-Liste und deinstalliert konsequent alles, was überflüssig ist. Wenn euch eine App nachträglich doch fehlt, könnt ihr sie einfach wieder neu aus dem Play-Store installieren. Wenn ihr bei einer App nicht sicher seid, was sie tut, startet eine kurze Internetsuche.

Hinweis: Folgende Apps solltet ihr auf eurem Smartphone lassen, da sonst grundlegende Systemfunktionen nicht mehr ausgeführt werden können:

  • Google Play-Store
  • Google Play Dienste / Services
  • Android System WebView
  • Einstellungen

 

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Apps aus Googles Play-Store aktualisieren

05. Dezember 2024 um 07:30

Hier zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie zu der gewünschten Einstellung zum Apps aktualisieren gelangen, und erklären, wozu sich die einzelnen Varianten eignen. Das Aussehen der Screenshots kann bei unterschiedlichen Geräten und Versionen variieren.

Diese Screenshots wurden mit einem Gogle Pixel 7a mit Android 14 und der Google Play-Store Version 32.7.19-3 (Dezember 2024) gemacht.

Bild 1: Menü des Play-Stores öffnen

Öffnen Sie die Play-Store-App. Tippen Sie dann auf das Profil-Icon in der oberen rechten Ecke. Es öffnet sich das Menü des Play-Stores.

Bild 2: Einstellungen des Play-Stores öffnen

Tippen Sie auf Einstellungen.

Bild 3: Automatische App-Updates

Unter dem Punkt Apps automatisch aktualisieren wird die aktuelle Einstellung angezeigt. Um diese zu ändern, tippen Sie darauf.

Bild 4: App-Updates einstellen

Es gibt drei Möglichkeiten, wie Apps geupdated werden: manuell, automatisch nur per WLAN oder automatisch auch über das Mobilfunknetz.

Updates können dazu führen, dass eine App neue Zugriffsrechte erhält. Ab Android 6.0 werden Nutzer bei den einwilligungspflichtigen Zugriffsrechten gefragt, bevor eine App eine neue Berechtigung nutzt. Ein Automatisches Update ist daher empfehlenswert.

Bei älteren Android-Versionen (Bis 5.9) können Apps ihre Zugriffsrechte ohne Ihre Zustimmung erweitern, falls die App schon eine Berechtigung in dieser Kategorie hat. Bis Android 5.9 müssen Sie daher selbst entscheiden:

Falls Sie bereit sind, jedes Update einzeln zu überprüfen, sollten Sie das automatische Update deaktivieren. Setzen Sie dafür den Punkt bei Apps nicht automatisch aktualisieren. Wenn Sie manuell aktualisieren und sich dabei die Zugriffsrechte für eine App erweitern, werden Sie darüber informiert und nach Ihrer Zustimmung gefragt.

Falls Sie sich nicht um Updates kümmern wollen, sollten Sie die Einstellung Nur über WLAN aktualisieren wählen. Apps werden dann von selbst aktualisiert, können aber Ihre Zugriffsrechte ungefragt erweitern.

Wenn Sie den Punkt gesetzt haben, verschwindet das Fenster. Es erscheint der vorherige Bildschirm. Unter dem Punkt Apps automatisch aktualisieren sehen Sie jetzt die geänderte Einstellung.

Bild 5: Über neue Updates informiert werden

Sie können Benachrichtigungen für Updates einrichten. Dies empfiehlt sich, falls Sie keine automatischen Updates zulassen. Bewegen Sie den Regler nach rechts bei Benachrichtigen, sobald Updates für Apps verfügbar sind.So sehen Sie, wann ein Update verfügbar ist, und können es dann mit einem Klick auf die Benachrichtigung installieren.

Bild 6: Einzelne Apps vom Update ausschließen

Wenn Sie auf das bequeme automatische Updaten nicht verzichten wollen, aber bei einzelnen Apps fürchten, dass sie ihre Rechte unangemessen ausweiten könnten, können Sie diese vom automatischen Update ausschließen. Tippen Sie dafür im Hauptmenü des Play-Store auf Apps und Gerät verwalten.

Bild 7: App auswählen

Es öffnet sich eine Übersicht, bei der man den Aktualisierungsstatus sieht. Klicke in den Reiter Verwalten,hier sind alle Apps, die aus dem Play-Store installiert wurden. Tippen Sie nun auf die App, die Sie vom automatischen Update ausschließen wollen. In unserem Beispiel wählen wir Duolingo.

Bild 8: Menü der App öffnen

Tippen Sie nun auf die auf die drei Punkte in der oberen rechten Ecke. Dadurch öffnen Sie das Menü der App.

Bild 9: Automatisches Update deaktivieren

Entfernen Sie den Haken an dem Feld Autom. Update. Bei manchen Apps können hier auch noch weitere Menüpunkte erscheinen. Die App wird nun nicht mehr automatisch aktualisiert. Auch bei dieser Einstellung sollten Sie sich benachrichtigen lassen, wenn neue Updates zur Verfügung stehen. Kehren Sie dafür zu Bild 5 zurück, und bewegen Sie den Regler nach rechts bei Benachrichtigen, sobald Updates für Apps verfügbar sind.

Manche Apps ignorieren die Play-Store-Einstellung

Facebook hat bereits 2013 erklärt, die Updates für die Facebook-App selbst in die Hand zu nehmen. Diese Updates kommen nicht über den Play-Store und die App hält sich nicht an die Einstellungen, die Sie im Play-Store vorgenommen haben. Wenn Sie also „Automatische Updates“ ausgeschaltet haben, wird Facebook sich trotzdem von selbst aktualisieren.

Das selbe berichten Nutzer vom Facebook-Messenger und von Instagram. Um Updates für diese Apps auszuschalten, muss man in die Einstellungen der App selber gehen, und dort nach der entsprechenden Option suchen.

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