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„Medienspiegel“-Sonderpreis: Off-the-Record-Podcast erhält Auszeichnung für transparenten Journalismus

03. November 2026 um 17:08

Unser Podcast „Off the Record“ wurde ausgezeichnet! Einmal im Monat nehmen wir euch mit hinter die Kulissen, das wurde nun mit einem Preis für transparenten Journalismus gekürt.

Bilderrahmen mit Urkunde
Danke für die Auszeichnung!

Wir freuen uns sehr, dass unser Hintergrund-Podcast „Off the Record“ mit dem Sonderpreis bei der Vergabe des „Medienspiegel – Preis für transparenten Journalismus“ ausgezeichnet wurde!

Den monatlichen Podcast gestalten Anna Biselli, Chris Köver, Ingo Dachwitz, Sebastian Meineck und Serafin Dinges. In Off the Record spricht das Team mit wechselnden Gästen von netzpolitik.org über Hintergründe unserer Arbeit. Im Vordergrund steht dabei, Transparenz über unsere Recherche- und Redaktionsarbeit sowie unsere Organisationsstrukturen zu schaffen. Dafür gibt es im Podcast verschiedene Rubriken.

Im „Thema des Monats“ werfen wir ein inhaltliches Schlaglicht auf ein ausgewähltes, viel diskutiertes digitalpolitisches Thema oder eine eigene Recherche. Bei „Aus dem Maschinenraum“ erklären wir interne Prozesse und Ereignisse, etwa die Finanzierung der Arbeit. Mit „Blattkritik“ reflektieren wir Erfolge und Rückschläge des vorangegangenen Monats und beantworten schließlich im „Postfach“ eingesandte Fragen von Hörer:innen.

Die Jury sagt: „Damit werden die Mediennutzerinnen und ‑nutzer nicht nur mit spannenden Reportagen und Berichten versorgt, sondern ihnen wird auch vermittelt, wie diese entstanden sind.“

Der undotierte „Medienspiegel“-Preis existiert seit 2016 und wird seit 2021 jährlich von der Initiative Tageszeitung (ITZ) und der Vereinigung der Medien-Ombudsleute (VDMO) vergeben. Er soll „die Selbstkontrolle, die Fähigkeit zur Selbstkritik und die Bereitschaft zur Transparenz in den Medien“ fördern.

Weitere Preise für Braunschweiger Zeitung und Blick.ch

Den Hauptpreis erhielt in diesem Jahr die Braunschweiger Zeitung. Sie berichtete kritisch über die TU Braunschweig und die Braunschweiger Klinik. In den Investigativ-Recherchen wollte sich keine der Quellen namentlich äußern, was wiederum Kritik an der Berichterstattung nach sich zog. All das arbeitete die Zeitung laut der Jury vorbildlich auf und erläuterte transparent ihre Vorgehensweise.

Ein weiterer Sonderpreis ging an das Schweizer Medium blick.ch für ihren transparenten Umgang damit, wie die Redaktion KI einsetzt.

Das Team von netzpolitik.org bedankt sich herzlich bei der Jury für die Anerkennung unserer Arbeit. Wir danken auch allen Spender:innen, ohne die unser Podcast und all unsere andere Arbeit nicht möglich wären!

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Transparenzbericht 3. Quartal 2026: Unsere Einnahmen und Ausgaben und Druck im Kessel

31. Oktober 2026 um 08:34

Auf dem politischen Druckanzeiger klettert der Zeiger stetig nach oben. Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck. Vor allem junge Menschen wollen eine Wende. Wir stehen an der Seite der Zivilgesellschaft und suchen 300 Brandschutzhelfer:innen.

Gemälde von Claude Monet, das einen Zug in einem Bahnhof zeigt, dazwischen Menschen
La Gare Saint-Lazare, le train de Normandie (1877) – Gemeinfrei: Claude Monet

Um unsere journalistische Arbeit zu finanzieren, bitten wir euch regelmäßig um Spenden. Nur so können wir recherchieren und die Grund- und Freiheitsrechte aller verteidigen.

Unsere Spendenkampagnen sind rückblickend wie die Skala auf einem Druckanzeiger: 2023 riefen wir zum Kampf gegen Bullshit auf. 2024 ging es volle Härte gegen die autoritäre Wende. Und 2025 warnten wir davor, dass die Demokratie an einem Kipppunkt steht.

Aktuell steigt der Druck im Kessel weiter an. Vielerorts in Europa gärt es angesichts steigender Lebenshaltungskosten und einer zunehmend autoritären Politik. Das zeigen die Proteste in Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Portugal oder Albanien.

Auch in Deutschland wächst der Widerstand insbesondere junger Menschen. Sie haben offenbar genug davon, dass das Leben immer teurer, das Klima immer heißer und die Grundrechte immer weiter beschnitten werden.

Statt diese existenziellen Probleme anzugehen, heizt die Bundesregierung die Lage weiter an: Sie rüstet den Überwachungsstaat auf, schränkt die Transparenz ein und schneidet der Zivilgesellschaft die Luft ab.

Und ganz aktuell fordern Vertreter:innen der CDU im Vorfeld angekündigter Gen-Z-Proteste ein hartes Vorgehen gegen „diesen gewaltbereiten Mob“; die Gewerkschaft der Polizei warnt derweil vor „Krawallmigranten“, die keine Gnade zu erwarten hätten.

Wir suchen 300 Brandschutzhelfer:innen

In dieser brenzligen Lage braucht es eine starke Zivilgesellschaft. Und ein Medium, das für unsere Grund- und Freiheitsrechte kämpft.

Unsere aktuelle Spendenkampagne läuft unter dem Titel „Die Hütte brennt. Wir gehen rein.“ Wir wollen damit zeigen, wie wir für eine freie, offene und solidarische Gesellschaft kämpfen:

  • Wir schlagen bei gefährlichen Entwicklungen Alarm.
  • Wir durchleuchten Gesetzesvorhaben und zeigen, wo die Brandgefahr steigt.
  • Wir befreien und veröffentlichen Dokumente, damit sich Leser:innen ihr eigenes Bild machen können.
  • Wir machen Menschen sichtbar, deren Grundrechte bedroht sind – und bilden Netzwerke.

All das geht nur mit deiner Unterstützung! Aktuell suchen wir 300 neue Brandschutzhelfer:innen, die unsere Arbeit mit einer monatlichen Dauerspende unterstützen. Schon Beträge ab 5 Euro helfen uns.

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Werde jetzt bis 15.11. Brandschutzhelfer:in für netzpolitik.org: Unterstütze unseren Kampf für Grund- und Freiheitsrechte mit einer monatlichen Dauerspende.

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Die harten Zahlen

Der Druck in unserem Haushalt zu Jahresbeginn hat sich erfreulicherweise reguliert. Im September hat uns eine Großspende in Höhe von 15.000 Euro erreicht. Diese im letzten Transparenzbericht herbeigesehnte extra Brise an Unterstützung hat uns zum Abschluss des 3. Quartals eine Handbreit Löschwasser unterm Kiel verschafft. Wir sind begeistert – herzlichen Dank dafür! Zum Ende des dritten Quartals liegen wir nun mit denkbar knappen 0,04 Prozent über unseren Jahreserwartungen bis dahin.

Unsere Spendeneinnahmen

Im dritten Quartal haben wir 218.843 Euro an Spenden von euch erhalten. Das ist dank der Großspende ein sehr gutes Ergebnis und liegt etwas mehr als 15 Prozent über unserem Plan. Weil der Jahresanfang deutlich unter unseren Erwartungen blieb, schließen wir zum 30. September bei den Spendeneinnahmen dennoch nur mit einem Plus von 222 Euro ab. Diesen Ausgleich geschafft zu haben, beruhigt uns dennoch immens.

Unsere Einnahmen

Insgesamt belaufen sich unsere Einnahmen im dritten Quartal auf 228.638 Euro. Die Spendeneinnahmen betragen knapp 96 Prozent der Gesamteinnahmen. Die restlichen 4 Prozent setzen sich aus regelmäßigen Einnahmen und den sonstigen Erlösen zusammen.

Regelmäßige Einnahmen erzielen wir durch Verkäufe im Web-Shop, durch die Verwertung unserer Veröffentlichungen im Pressespiegel und durch den Zuschuss für den Platz im Rahmen des Freiwilligendienstes. In den sonstigen Erlösen stellen wir die Erstattungen für Ausfallzeiten aufgrund von Krankheit und Zinserträge dar.

 

Unsere Ausgaben

Für Personalkosten haben wir im dritten Quartal 232.571 Euro verausgabt und liegen damit rund 5.000 Euro unter den veranschlagten Kosten laut unserem Stellenplan. Die Einsparung liegt unter anderen an einem Stipendium des Netzwerk Recherche für unseren Volontär.

In den Sachkosten haben wir für das dritte Quartal 64.482 Euro und damit rund 13.300 Euro weniger ausgegeben als kalkuliert. Das ist vor allem der monatlichen Kalkulation von Ausgaben geschuldet, die jedoch nicht regelmäßig, sondern punktuell im Jahr auftreten, sowie bisher nicht verausgabten Beratungs- und Fortbildungskosten.

Insgesamt hatten wir im zweiten Quartal 2026 Personal- und Sachkosten von 297.053 Euro.

Unser Projekt Reichweite hatten wir in den letzten beiden Quartalsberichten 2025 vorgestellt. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre bis Herbst 2027. Die Finanzierung in Höhe von 200.000 Euro entnehmen wir aus unseren Rücklagen. In 2025 haben wir für das Projekt insgesamt 38.000 Euro vor allem für den Relaunch unserer Website und eine Stelle für die Verbreitung unserer Inhalte in den sozialen Medien ausgegeben. Im ersten Quartal 2026 haben wir lediglich Personalkosten in Höhe von etwas unter 7.600 Euro verausgabt. Mit den Ausgaben im zweiten Quartal in Höhe von 38.100 Euro konnten wir den Relaunch unserer Website abschließen und die Arbeit an der Installation sowie Konfiguration der neuen Software zur Verwaltung der Spendendaten aufnehmen.

Im dritten Quartal sind wir mit der Software für die Verwaltung der Spendendaten live gegangen. Für die Abschlussarbeiten daran und für Personalkosten haben wir 15.900 Euro ausgegeben. Im Projekttopf verbleiben somit etwas unter 97.800 Euro, die bis Ende 2027 vor allem für Personalkosten im Bereich Social Media und Spendenverwaltung sowie für Beratung im Fundraising verplant sind.

Das vorläufige Ergebnis

Wir schließen das 3. Quartal mit einem Ergebnis in Höhe von ‑68.400 Euro ab. Laut Plan haben wir mit einem Ergebnis von ‑112.400 Euro gerechnet. Aufgrund der guten Einnahmesituation und den geringen Ausgaben in Personal- und Sachkosten ist das Minus um 44.000 Euro geringer ausgefallen. Wobei uns ein Minus in den ersten drei Quartalen nicht besonderes beunruhigt, solange es im Rahmen unserer Erwartungen bleibt. Das gleichen wir nach unseren bisherigen Erfahrungen im vierten Quartal mit der Jahresendkampagne aus.

In unserer aktuellen Spendenaktion suchen wir Brandschutzhelfer:innen, die uns im aufgeheizten Kampf für Grund- und Freiheitsrecht unterstützen. Mehr Dauerspenden helfen uns auch, unterjährig weniger vorfinanzieren zu müssen. Damit würden zurückgehaltene Mittel frei, die wir für unsere Arbeit verwenden könnten.

Danke für eure bisherige und zukünftige Unterstützung!

Wenn ihr uns unterstützen wollt, findet ihr hier alle Möglichkeiten. Am besten ist ein Dauerauftrag oder ein Lastschrifteneinzug. Hierfür fallen die geringsten Gebühren im Vergleich zu anderen Zahlungsarten an.

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Zweck: Spende

Wir nehmen Spenden via Paypal an.

Wir sind glücklich, die besten Unterstützer:innen zu haben.

Unseren Transparenzbericht mit den Zahlen für das 2. Quartal 2026 findet ihr hier.

Vielen Dank an euch alle!

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iRights e.V. übernimmt Blogarchiv von Telemedicus

19. Oktober 2026 um 14:26

Viele Jahre lang hat Telemedicus (www.telemedicus.info) das Recht der Informationsgesellschaft begleitet. Jetzt ist das juristische Blog als statisches Archiv wieder online – betreut durch den iRights e.V.

Wie sich digitale Bestände dauerhaft bewahren lassen, beschäftigt iRights.info seit vielen Jahren. Umso mehr freut es uns, dass wir nun selbst eine aktive Rolle beim Bewahren übernehmen: Gemeinsam mit dem ehemaligen Telemedicus-Team haben wir das Archiv des juristischen Blogprojekts Telemedicus gesichert. Ab sofort machen wir es wieder zugänglich.

20 Jahre Bloggeschichte

Der erste Telemedicus-Artikel erschien Ende 2006, also vor fast genau zwanzig Jahren. In über 3.000 Artikeln widmete sich das Blog fortan dem Recht der Informationsgesellschaft.

Telemedicus berichtete über Urheber-, Medien- und Datenschutzrecht, ordnete aktuelle Urteile und Gesetzgebungsverfahren ein und richtete sich dabei bewusst auch an ein Publikum ohne juristischen Hintergrund. Ab 2014 kam die Telemedicus-Sommerkonferenz hinzu, die sich als Treffpunkt für Fachleute aus Recht und Netzpolitik etablierte. Lange Zeit spielte Telemedicus eine prägende Rolle unter den deutschsprachigen Rechtsblogs.

Der Name Telemedicus taucht auf iRights.info auch nicht zum ersten Mal auf: Über Jahre erschien der wöchentliche Nachrichtenüberblick von Telemedicus („Wochenrückblick“) bei uns als Crosspost.

iRights e.V. übernimmt und pflegt das Archiv

Zuletzt lag das Blog still und war zwischenzeitlich nicht mehr abrufbar. Das ehemalige Telemedicus-Team hat sich deshalb entschieden, die Inhalte als Archiv zu erhalten und die Domains dem iRights e.V. zu übertragen. So bleiben die Beiträge auch künftig zugänglich und durchsuchbar. Und: Die Suchfunktion auf iRights.info zeigt jetzt auch – optisch getrennt – Treffer aus dem Telemedicus-Fundus an.

Technisch haben wir die inzwischen veraltete WordPress-Installation in statische HTML-Seiten überführt. So ist eine wartungsarme Website entstanden, die weiterhin über eine Suchfunktion verfügt. Da die Beiträge auf telemedicus.info unter einer Creative Commons-Lizenz stehen, können sie im Rahmen dieser Lizenz weiterhin frei genutzt werden.

Das Archiv ist unter telemedicus.info erreichbar.

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DOI für diesen Text: https://doi.org/10.59350/0x09h-0e131 · automatische DOI-Vergabe für Blogs über The Rogue Scholar

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Zentrale Erkenntnisse aus den OERinfo-Austauschforen für Elementarbildung und berufliche Bildung

01. September 2026 um 08:07

Im Juni 2026 führte das Team von OERinfo Online-Veranstaltungen mit Akteur*innen der Elementar- und Berufsbildung durch, um sich über aktuelle Herausforderungen, Bedarfe und Potenziale von offenen Bildungsmaterialien auszutauschen. Die Veranstaltungen schließen an die Ergebnisse des systematischen Mappings an, die dabei gezielt aufgegriffen wurden. Die Diskussionen in den Veranstaltungen und die flankierende Befragung der Teilnehmenden zeigen, welche Aspekte rund um OER die Akteur*innen in diesen Bildungsbereichen beschäftigen. 

Laptop mit Videokonferenz von neun Personen neben Tasse und Notizbüchern mit handschriftlichen Stichpunkten sowie Illustrationen von Figuren, Symbolen und Würfeln mit Texten zu Bildungsthemen
Digitale Austauschforen zu OER in Elementar- und Beruflicher Bildung. Bild: KI-generiert mit CoPilot, gemeinfrei

Ein Beitrag von Johannes Appel

Bei OERinfo verfolgen wir im Communitybuilding das Ziel, neue Zielgruppen für Open Educational Resources (OER) zu erschließen. Dabei sollen vor allem Bildungsbereiche gestärkt werden, die noch besonderes Entwicklungspotenzial aufweisen.

Analyse von Bildungsinstitutionen in Bezug auf OER

Rückblick

Ein Zwischenschritt, um auf empirischer Grundlage einen fundierten Überblick über konkrete Bildungsakteure und ihre OER-Aktivitäten zu erhalten, war das systematische Mapping. In verschiedenen Blogbeiträgen haben wir bereits die Konzeption, Methodik und Zwischenergebnisse des Mappings vorgestellt. Eine ausführliche wissenschaftliche Darstellung des Analyseverfahrens und der Ergebnisse findet sich zudem in einem Beitrag in der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (Appel, Grimm & Rittberger 2026), ergänzt durch einen auf Zenodo verfügbaren “Leitfaden zur Durchführung des Systematic Mappings von OER-Communities“ (Appel 2026).

Die Methode

Kurz zusammengefasst wurden für das systematische Mapping ausgewählte Institutionen aus der Elementarbildung und der beruflichen Bildung mithilfe eines angepassten Stakeholderanalyse-Verfahrens untersucht. Die beiden genannten Bildungsbereiche wurden dabei aus dem Grund in den Blick genommen, da sie nach bisherigen Kenntnissen in Bezug auf OER noch nicht in dem Maße als erschlossen gelten wie etwa der Schul- oder der Hochschulbereich (vgl. OER-Statistik von WirLernenOnline und entsprechende Daten der OER World Map, sowie Informationen dazu im oben genannten Artikel). Im Rahmen der Analysen wurde auf Grundlage standardisierter Online-Recherchen der Einflussgrad der Institutionen im jeweiligen Bildungsbereich sowie die Art der erkennbaren OER-Aktivitäten systematisch eingeschätzt.

Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigen, dass zwar bei rund 70 Prozent der untersuchten Institutionen keine OER-Aktivitäten sichtbar waren; gleichzeitig wurden aber eine Reihe von OER-relevanten Aktivitäten unterschiedlicher Art sichtbar. Gute Ansatzpunkte für die Erweiterung der OER-Community bieten dabei aus unserer Sicht solche Institutionen, die sich mit ihren nach außen erkennbaren Aktivitäten und Angeboten „an der Schwelle” zu OER bewegen (vgl. Appel, Grimm, Rittberger 2026).

Austausch und Vernetzung fördern  – bildungsbereichsspezifisch

Die Diskussion der Ergebnisse des Systematic Mappings bestärkte uns darin, im nächsten Schritt die Gruppe der „OER-nahen Akteure“ gezielt mit Austausch- und Vernetzungsangeboten anzusprechen. Dazu konzipierten wir Online-Austauschforen, um im Dialog mehr über die  bildungsbereichsspezifische OER-bezogene Situation dieser Zielgruppen zu erfahren und anschließend im Austausch mit erfahrenen OER-Akteuren über mögliche Synergien und Potenziale ins Gespräch zu kommen. 

Durch gezielte Ansprache Beteiligung generieren 

Die Einladung der Teilnehmenden geschah durch eine gezielte Ansprache, die je nach Möglichkeit entweder direkt an konkrete, innerhalb der Institution für das Themengebiet zuständige Personen gerichtet wurde, oder über einen zentralen institutionellen Kontakt lief. Interessant ist, dass sich in einigen Fällen bereits an diesem Punkt ein ausführlicheres Gespräch zum Thema OER entwickelte, zum Beispiel wenn es um Rückfragen zur allgemeinen Einordnung der Thematik oder die zu erwartenden Inhalte der Veranstaltung ging. 

Ausgangslage einschätzen – Angebot bedarfsgerecht stricken 

Flankiert wurde die Einladung zu den Online-Austauschforen durch eine onlinebasierte Vorbefragung, um die bildungsbereichsspezifische OER-bezogene Ausgangslage aus Sicht der Teilnehmenden besser einschätzen und die Veranstaltungsinhalte darauf anpassen zu können. Sieben teils offene, teils geschlossene Fragen thematisierten die OER-bezogene Ausgangslage der Teilnehmenden und ihrer Institutionen, den wahrgenommenen Bedarf an OER, bestehende Hürden bei deren Verbreitung sowie Wünsche und Unterstützungsbedarfe für die weitere Entwicklung des Themenfeldes. Teilgenommen haben insgesamt 14 Personen, wobei sich diese Zahl jeweils zur Hälfte auf die beiden einbezogenen Bildungsbereiche aufteilt. 

OER ist als Phänomen durchgängig bekannt, aber in unterschiedlicher Weise präsent 

Als erstes Ergebnis der flankierenden Online-Vorbefragung zeigte sich, dass 13 von 14 Befragungsteilnehmenden die Begriffe Open Educational Resources, OER oder offene Bildungsmaterialien bekannt waren. Die selbstberichteten OER-Aktivitäten in den eigenen Institutionen ergaben als Nächstes ein insgesamt vielfältiges Bild: Nur eine befragte Person gab an, dass ihr bislang keine OER-Aktivitäten an ihrer Institution bekannt seien. Die übrigen Teilnehmenden berichteten von sehr unterschiedlichen Formen der Auseinandersetzung mit OER – von ersten Schritten, wie einer grundlegenden Beschäftigung mit dem Thema oder der vereinzelten Nutzung verfügbarer Materialien, über Pläne zur Erstellung eigener OER bis hin zur Veröffentlichung eigener Angebote und den internen Austausch von OER. Darüber hinaus gab es auch strukturierte OER-Angebote in Form eigener Portale oder Mediatheken und auch Beteiligungen an institutionenübergreifenden Angebotsstrukturen. Dies verdeutlicht, dass in den Institutionen der Beteiligten sehr unterschiedliche Berührungspunkte mit OER bestehen – ein aufgrund der Vorarbeiten im Rahmen des systematischen Mappings durchaus erwartbares Gesamtergebnis, das jedoch durch aufschlussreiche Einblicke ergänzt wurde: So wurde beispielsweise über eine Institution berichtet, dass ein dort bereits bestehendes, relativ breites Angebot an frei zugänglichen, bislang aber nicht offen lizenzierten Materialien künftig mit CC-Lizenzen versehen werden soll und hierzu bereits Gespräche mit Akteur*innen aus der OER-Community stattgefunden haben.

Erste Eruierung von OER-Mehrwerten und -Barrieren 

Bei der freien Nennung zentraler Mehrwerte von OER im jeweiligen Feld führten die Befragten dann bereits einige Punkte an, die später auch in den Diskussionen innerhalb der Veranstaltungen auftauchen sollten: Die allgemeine Förderung des Wissenstransfers auf unterschiedlichen Ebenen (Theorie/Praxis, Weiterbildung, kollegialer Austausch) wurde in beiden Bildungsbereichen wiederholt als zentraler Vorteil genannt. Daneben wurden die Flexibilität und Differenzierbarkeit von Materialien, die potenzielle Zeitersparnis bei der Materialerstellung sowie der Beitrag von OER zur Weiterentwicklung pädagogischer Prozesse und des pädagogischen Personals als wichtige Potenziale von OER hervorgehoben. 

Als vorrangige Barrieren für die Verbreitung von OER wurden von den Befragten der Beruflichen Bildung insbesondere fehlende Ressourcen (sowohl für Suchen und Finden als auch Erstellen und Verbreiten von OER), fehlende Qualitätssicherung und mangelnde Kenntnisse bei (potenziellen) Nutzer*innen gesehen, wobei Letzteres oftmals auch mit rechtlichen Unsicherheiten in Verbindung steht. Rechtliche Unsicherheiten und mangelnde Kenntnisse der Nutzer*innen standen hingegen bei den Befragten aus der Elementarbildung als häufige Barrieren im Vordergrund, ebenfalls in Verbindung mit fehlenden Ressourcen. 

Vergleich von Innen- und Außensicht  

Aufschlussreich war auch der Vergleich der Einschätzungen der Teilnehmenden zu den OER-Aktivitäten ihrer Institutionen mit den Ergebnissen unseres zuvor durchgeführten Mappings. Dabei zeigten sich sowohl Übereinstimmungen als auch Abweichungen: In mehreren Fällen lagen unsere Einschätzungen und die der Betroffenen selbst nur leicht auseinander – etwa, wenn wir auf Grundlage der verfügbaren Informationen das öffentliche Engagement einer Institution für OER geringer eingeschätzt hatten, als es tatsächlich ist. Die Befragungsergebnisse zeigen damit die Grenzen einer reinen Außenperspektive auf Institutionen auf und unterstreichen zugleich die Relevanz des direkten Austauschs mit den jeweiligen Akteur*innen.  

Die Befragungsergebnisse lieferten damit einen ersten Eindruck davon, wie die Beteiligten OER in Bezug auf ihr Feld und ihre Institution einordnen. In den Veranstaltungen selbst wurden dann sowohl diese als auch weitere Aspekte vertiefend diskutiert. 

Diskussion in Austauschforen vertiefen 

Die zweistündigen Online-Austauschforen, an denen neun (Berufliche Bildung) bzw. elf (Elementarbildung) Personen teilnahmen, waren darauf ausgerichtet, einen strukturierten, aber ergebnisoffenen Austausch zwischen den unterschiedlichen Beteiligten zu fördern.  

Auf eine kurze Begrüßung und Einordnung der Veranstaltung folgte eine Vorstellungsrunde. Die Teilnehmenden konnten dabei Einblicke in ihre Institution, ihr Angebot oder Projekt sowie ihre bisherigen Berührungspunkte mit OER sowie damit einhergehenden Herausforderungen und Bedarfe geben. Darauf folgte entlang unterschiedlicher Leitfragen die Diskussion der übergeordneten zentralen Frage: Wie kann die Verbreitung von offenen Bildungsmaterialien im jeweiligen Bildungsbereich gefördert werden? Die Ergebnisse der Online-Vorbefragung wurden dabei jeweils als Gesprächsimpuls oder als Rückfrage in den Diskussionsverlauf eingeflochten. 

Lizenzierungsfragen, Qualitätssicherung und KI: Diskussionsergebnisse für die Berufliche Bildung 

Im Austauschforum mit den Akteur*innen der Beruflichen Bildung standen im Verlauf der Diskussion zunächst Fragen zum Thema offene Lizenzierung im Vordergrund, insbesondere im Hinblick auf Implikationen für den Aufbau von OER-Strukturen und Angeboten: Was gibt es diesbezüglich zu bedenken, welche Erfahrungen haben die Beteiligten in ihrem Umfeld bisher mit dieser Thematik gemacht? Hier zeigten sich bereits die mitunter sehr unterschiedlichen Perspektiven und Vorerfahrungen, was erneut auf die zentrale Bedeutung dieses Teilaspekts von OER hinweist. 

Ein weiteres, von den Teilnehmenden als zentral diskutiertes Thema war die Qualitätssicherung. Dies wurde zugleich als Vorteil als auch als Herausforderung gesehen: OER bieten die Möglichkeit, auf relativ einfachem Wege aktuelle und hochwertige Inhalte schnell zugänglich und flexibel nutzbar zu machen, was große Potenziale für die Aus- und Weiterbildung darstellt. Besonders im Falle hochspezialisierter Inhalte bringt dies allerdings auch die Notwendigkeit mit sich, deren Korrektheit sicherzustellen – auch mit Blick auf die Weiterverwendung bzw. Überarbeitung. Diesem Aspekt nähern sich die Beteiligten auch auf unterschiedliche, für ihren jeweiligen Kontext passende Art und Weise. 

Ein großes Augenmerk der Diskussion lag schlussendlich auf den aktuellen sowie absehbaren Entwicklungen rund um OER und Künstliche Intelligenz. Potenziale wurden hier insbesondere bei der Erleichterung der Suche nach OER oder Hilfen bei der Materialerstellung gesehen. Dem stehen jedoch mögliche Risiken auf Seiten der (zuvor bereits diskutierten) Qualitätssicherung sowie die mögliche kommerzielle Verwertung frei zugänglicher Inhalte durch KI-Tool-Anbieter gegenüber. Als grundlegend wurde hier von den Teilnehmenden eine allgemeine Sensibilisierung auf allen Ebenen gesehen. 

Wissenstransfer, offene Lizenzen und Medienkompetenz: Diskussionsergebnisse für die Frühe Bildung:  

Die Akteur*innen der Frühen Bildung waren sich einig bezüglich der großen Mehrwerte von OER für den Wissenstransfer, zwischen Wissenschaft und Praxis einerseits sowie zwischen den Fachkräften andererseits. OER bieten an der Stelle die Möglichkeit einer schnelleren und breiteren Wirkung von aktuellen Erkenntnissen in Praxis, wobei die tatsächliche Ausschöpfung dieses Potenzials immer noch ausbaufähig ist. Eine Rolle spielen dabei die fehlenden zeitlichen Ressourcen, vor allem bei den Praktiker*innen. Ein möglichst leichter und unkomplizierter Zugang zu den Materialien ist daher bei OER-Angeboten in diesem Feld ein wichtiger Faktor, um die in der Praxis oder praxisnah professionell Tätigen erreichen zu können. Dies setzt voraus, dass die Angebote sowohl zielgruppengerecht gestaltet als auch möglichst nutzerfreundlich aufbereitet sind.  

Relevant ist in dem Zuge einmal mehr – wie bereits bei der Veranstaltung zur Beruflichen Bildung – der Themenkomplex rund um Rechtsfragen und offene Lizenzierungen. Durch den allgemeinen Mangel an zeitlichen Ressourcen und eine gleichzeitig große Heterogenität hinsichtlich der Ausgeprägtheit von Medienkompetenzen bei den pädagogischen Fachkräften ist es in diesem Feld besonders schwierig, das Thema wirksam zu vermitteln oder Interesse dafür zu wecken. 

Die Notwendigkeit zum engen Austausch bzw. zur Zusammenarbeit mit der Praxis lässt sich daher als zentraler Punkt für die nachhaltige und wirksame Etablierung von OER in der Frühen Bildung festhalten, flankiert durch ein stetiges Hinweisen auf das Thema in Veranstaltungen, im persönlichen Kontakt und über bestehende Kanäle der Fachcommunity. 

Was wir aus den Austauschforen mitnehmen 

Wie erhofft haben die Ergebnisse der beiden Online-Austauschforen dazu beigetragen, das zuvor im Rahmen des Systematischen Mappings auf empirischer Basis gewonnene Bild zum Stand der Etablierung von OER in den beiden Bereichen der Frühen bzw. der Beruflichen Bildung um wichtige Einblicke zu ergänzen. Diese sind für weitere Maßnahmen zur OER Community-Erweiterung relevant. 

Es wird deutlich, dass in vielen Bildungsinstitutionen durchaus ein Bewusstsein für und zum Teil auch ausgeprägte Kenntnisse zu offenen Bildungsmaterialien vorhanden sind. Im Gespräch mit den beteiligten Akteur*innen wurde deutlich, dass sich einige “auf dem Weg” befinden, um die Nutzung oder Produktion von OER in der jeweiligen Fachcommunity zu fördern oder sogar konkrete Angebote aufzubauen bzw. zu etablieren.  

Neben der allgemeinen Einigkeit bezüglich der großen Potenziale von OER sehen sich die Akteur*innen in der Beruflichen und der Frühen Bildung aber auch Herausforderungen gegenüber, die die (Weiter-)Entwicklung des Themas in ihren Bereichen hemmen oder zumindest verlangsamen. Zentraler Faktor sind hier die fehlenden zeitlichen Ressourcen bei den jeweiligen Praktiker*innen, um sich mit den Grundlagen – ganz besonders rechtlicher Art (Stichwort CC-Lizenzen), aber auch technischer Art (u. a. Rolle von KI oder Tools) – auseinander zu setzen, oder auch um geeignete OER zu suchen, zu produzieren oder zu teilen.  

Die Vermittlung entsprechender Kenntnisse in den jeweiligen Fachcommunities wurde in beiden Veranstaltungen als eine Aufgabe verstanden, die mit Hilfe von Austausch und Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteur*innen insgesamt wirksamer bewältigt werden kann. Der Mehrwert des direkten persönlichen Gesprächs wurde unserer Meinung nach auch durch die Online-Austauschforen einmal mehr deutlich.  

Für die Umsetzung weiterer Anschlussmaßnahmen stehen wir von OERinfo mit den Teilnehmenden weiterhin im Austausch. Über erste Aktivitäten hierzu werden wir zeitnah berichten und uns mit der OER-Community austauschen können. 

 

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Johannes Appel für OERinfo – Die Informationsstelle OER

Der Beitrag Zentrale Erkenntnisse aus den OERinfo-Austauschforen für Elementarbildung und berufliche Bildung erschien zuerst auf OERinfo – Informationsstelle OER.

OER und das Urheberrecht – ein Überblick der Beiträge von iRights.info

26. August 2026 um 09:54

Im Bereich der Offenen Bildungsmaterialien sind Fragen rund um das Urheberrecht und Künstliche Intelligenz ein Dauerbrenner. iRights.info hat als Kooperationspartnerin von OERinfo in den vergangenen Jahren zahlreiche Blogbeiträge hierzu beigesteuert. Der folgende Artikel gibt einen thematischen Überblick und soll als Orientierungshilfe dienen. 

Möglichkeiten zur urheberrechtsfreien Nutzung von Bildungsinhalten

KI und OER

Creative-Commons-Lizenzen für OER-Materialien

Creative-Commons-Module

Änderungen und Rücknahmen

Besonderheiten und Herausforderungen

Wo findet man Material?

Ausblick für OER und das Urheberrecht

Die Künstliche Intelligenz fordert das Urheberrecht aktuell sehr heraus, und schafft damit auch im Kontext der Freien Bildungsmaterialien viele neue Fragen. Die Kooperation zwischen OERinfo und iRights.info wird daher auch in Zukunft spannende Themen bieten.

Hinweis: Dieser Beitrag ist Teil einer Kooperation von iRights.info, dem Deutschen Bildungsserver und OERinfo. Der Text stammt von Jens Crueger, steht unter der Lizenz CC BY 4.0 und wurde zunächst bei OERinfo veröffentlicht.

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DOI für diesen Text: https://doi.org/10.59350/cry6m-afz94 · automatische DOI-Vergabe für Blogs über The Rogue Scholar

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„Zugang gestalten!“ vom 30. September – 02. Oktober 2026 in der Staatsbibliothek zu Berlin

19. August 2026 um 16:45

Zum 16. Mal findet vom 30. September – 02. Oktober 2026 die Internationale Konferenz Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe statt. Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz sind Geschichtspolitik und Erinnerung. In diesem Jahr ist die Konferenz zu Gast bei der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Die Schirmherrschaft hat die Deutsche UNESCO-Kommission.

Themenschwerpunkt Geschichtspolitik und Erinnerung

Wie gehen Einrichtungen des Kulturerbes mit den Zeugnissen der Vergangenheit um? Nutzen sie diese, um bestimmte Sichtweisen historischer Entwicklungen zu stützen, oder überlassen sie die Bewertung den Nutzenden und ermöglichen vor allem den Zugang zu den Quellen?

Aus Perspektive des Urheberrechts ist dabei das Hinterfragen der impliziten und expliziten Folgen rechtlicher Rahmenbedingungen auf die Geschichtspolitik und die Erinnerungskultur besonders relevant. Das Urheberrecht beeinflusst maßgeblich die Zugänglichkeiten von Zeugnissen der Vergangenheit, und es wirkt damit auf den öffentlichen wie auch auf den wissenschaftlichen Diskurs ein. Laufende Schutzfristen oder ein unklarer Rechtsstatus von Zeugnissen der Vergangenheit können Überlieferungslücken produzieren. Fehlende historische Perspektiven und Verzerrungen des Geschichtsbildes können die Folge sein. Gerade, weil diese Effekte nicht beabsichtigt sind, ist eine kritischen Reflexion der Bedeutung des Urheberrechts für geschichtswissenschaftliche, geschichtspolitische und erinnerungskulturelle Diskurse wichtig. Auf der diesjährigen Konferenz Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe werden daher Geschichtspolitik und Erinnerung im besonderen Fokus stehen.

Programm und Anmeldung

Das Programm, die Anmeldung und weitere Informationen stehen auf der Konferenzwebsite Zugang-gestalten.org bereit.

16. Internationale Konferenz Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe

30. September bis 02. Oktober 2026
in der Staatsbibliothek zu Berlin (Potsdamer Straße)

Das Abendprogramm am 30. September 2026 findet im Deutschlandmuseum statt. Das Abendprogramm am 01. Oktober 2026 findet in der Staatsbibliothek zu Berlin statt.

Der Eintritt frei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Über Zugang Gestalten

Die Konferenzreihe Zugang gestalten! begann im Jahr 2011 und findet seitdem jährlich statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Zu den Partnern gehören – neben dem iRights e.V. – das Bundesarchiv, die Deutsche Digitale Bibliothek, die Deutsche Nationalbibliothek, das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz, das Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS), das Jüdische Museum Frankfurt, die Stiftung Historische Museen Hamburg, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Wikimedia Deutschland, das ZKM Karlsruhe sowie die Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“. Konferenzleiter ist iRights-Vorstandsmitglied Paul Klimpel.

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mobilsicher.de sagt Tschüss

30. Dezember 2024 um 14:53

Vor fast zehn Jahren ist mobilsicher.de online gegangen – seitdem recherchieren und berichten wir rund ums Thema Smartphones. Immer im Fokus: Wie man das Smartphone als großartige Technologie genießt, ohne sich zum gläsernen Menschen machen zu lassen. In den letzten beiden Jahren ging es außerdem um die Frage, wie man das Handy so nachhaltig wie möglich nutzt.

Von unseren ersten Artikeln bis jetzt ist viel passiert – wir haben angefangen mit Texten zur sicheren Bildschirmsperre und dazu, was es mit den Berechtigungen auf sich hat. Die musste man damals noch vor der App-Installation gesammelt akzeptieren. Inzwischen kann man Berechtigungen ein- und ausschalten wie man will und fast jede*r hat eine Bildschirmsperre, weil die Geräte das beim Installationsprozess von selbst vorschlagen. Vor zehn Jahren haben wir uns gefreut, wenn Android-Geräte überhaupt ein Update bekommen haben – jetzt reden wir von verpflichtenden Updates für fünf Jahre oder länger. Dafür liegen jetzt ganz neue Themen auf dem Tisch, vor allem: KI und das Internet of Things.

Wir finden, das ist ein guter Zeitpunkt, dieses Projekt zu beenden und Platz für neue Köpfe zu machen, die sich dem aktuellen Stand der Technik mit neuen Ansätzen und Ideen widmen.

Bevor wir endgültig verabschieden, wollen wir auch nochmal ganz herzlich Danke sagen: Ihr wart uns eine engagierte, neugierige und geschätzte Leser*innenschaft für die wir gerne geschrieben haben.

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, der wir uns die letzten Jahre gewidmet haben, bleiben unsere Texte als Archiv online. Es wird also keine Updates mehr geben, aber viele unserer Informationen werden nicht in ein paar Wochen alt. Sie stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz, dürfen also auch von euch woanders verwendet werden, wenn ihr auf uns verweist.

Sehr viel Arbeit ist auch in unseren HandyHelfer geflossen. Das ist ein interaktives Portal, das euch dabei hilft, euer Handy länger zu nutzen oder richtig zu entsorgen. Der HandyHelfer bleibt online und kennt fast alle bis heute erschienen Handys.

An dieser Stelle möchten wir uns auch beim BMUV (früher BMJV) bedanken, das dieses Projekt über so viele Jahre begleitet und immer wieder ermöglicht hat.

Wir freuen uns nun auf neue Aufgaben, denen wir uns in Zukunft widmen werden (welche das sind, erfahrt ihr hier) und sagen Tschüss und macht es gut.

Der Beitrag mobilsicher.de sagt Tschüss erschien zuerst auf mobilsicher.de.

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