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Claude Design Anleitung: So nutzt du den KI-Designer

01. November 2026 um 14:00

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Claude Design

Mit Claude Design gestaltet Claude nicht nur Texte, sondern auch Grafiken: Logos, Instagram-Posts, Etiketten oder den Entwurf einer Website. In unserem neuen Video zeigen wir dir an einem Beispiel, wie du damit Schritt für Schritt einen kompletten Markenauftritt baust. In diesem Artikel erfährst du, wie Claude Design funktioniert, wie du ein Designsystem anlegst, Entwürfe bearbeitest und exportierst und wo die Grenzen liegen. Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

Was ist Claude Design?

Claude Design ist das Design-Werkzeug von Anthropic direkt in Claude. Du beschreibst im Chat, was du brauchst, und Claude baut den Entwurf auf einer Arbeitsfläche daneben auf. Das können Grafiken, Logos, Social-Media-Posts oder Entwürfe für Websites sein.

Anschließend passt du den Entwurf an: per Chat, per Kommentar an einer bestimmten Stelle oder direkt mit der Maus auf der Arbeitsfläche. Zusammen mit Claude Docs für Texte und Claude Slides für Präsentationen deckt Claude Design damit den visuellen Teil der Büroarbeit ab.

Am einfachsten bittest du Claude in einer Unterhaltung um einen Entwurf, etwa ein Logo oder eine Grafik. Alternativ startest du im Bereich Artefakte unter „Design“ mit einer leeren Vorlage. In der Desktop-App von Claude findest du Claude Design außerdem direkt in der Seitenleiste (falls nicht: Mehr -> Seitenleiste bearbeiten -> Design auswählen).

Für wen lohnt sich Claude Design?

Claude Design richtet sich an alle, die regelmäßig Grafiken brauchen, aber keine Designer sind. Das gilt für Selbstständige und Gründer genauso wie für Vereine, Schule und Uni-Projekte.

Besonders hilfreich ist es, wenn du eine Idee schnell sichtbar machen willst. Hast du zum Beispiel eine konkrete Vorstellung von einem Logo, kannst du sie dir als Entwurf zeigen lassen, bevor du Geld für einen Profi ausgibst.

Designsystem in Claude Design anlegen

Bevor du die ersten Grafiken erstellst, lohnt sich ein Designsystem. Das ist so etwas wie das Markenhandbuch für dein Projekt: Farben, Schriften, Schattierungen, abgerundete Ecken und der allgemeine Stil. Claude prüft neue Entwürfe gegen dieses Designsystem und du musst nicht jedes Mal erklären, wie deine Marke aussieht.

Als Grundlage lädst du Material hoch, aus dem Claude deinen Stil ableitet, zum Beispiel ein Logo, Screenshots, eine Präsentation oder ein PDF. Deine Designsysteme verwaltest du unter „Einstellungen“ und „Designsysteme“. Du kannst mehrere anlegen, etwa für unterschiedliche Projekte. Eine Vorlage für den Prompt:

Leite aus diesen Unterlagen ein Designsystem für [Marke] ab. Hauptfarbe ist [Farbe], dazu [weitere Farben]. Der Stil soll [drei Eigenschaften] wirken, nicht [Gegenteil].

Schau dir das Ergebnis genau an, bevor du es nutzt. Ein Designsystem ist immer nur so gut wie das Material, das du hochlädst. Fehlt etwas, lade weitere oder bessere Beispiele hoch oder passe die Einstellungen von Hand an.

So erstellst du ein Logo mit Claude Design

Für ein Logo startest du ein neues Projekt, wählst dein Designsystem aus und beschreibst, was du dir vorstellst. Lass dir am besten mehrere Varianten gleichzeitig zeigen, dann kannst du vergleichen:

Entwirf drei unterschiedliche Logo-Ideen für [Marke]: eins nur mit Schrift, eins mit einem einfachen [Symbol], eins als [Form]. Zeig alle nebeneinander, jeweils auf hellem und auf dunklem Hintergrund.

Der helle und dunkle Hintergrund zeigt dir sofort, ob das Logo überall funktioniert. Ein KI-Logo ist allerdings ein erster Entwurf und noch kein fertiges Markenzeichen. Für ein echtes Unternehmen lohnt sich am Ende oft trotzdem ein Profi, der den Entwurf sauber ausarbeitet.

Social-Media-Grafiken mit Claude Design erstellen

Mit einem Designsystem im Hintergrund musst du Farben und Schriften nicht mehr erwähnen. Du beschreibst nur noch Inhalt und Format:

Erstelle [Anzahl] Instagram-Posts im Format 4:5 für [Anlass]. Ein Post [Inhalt 1], einer [Inhalt 2]. Nutze unser Logo und wenig Text.

Gib dabei immer das Format an. Eine Instagram-Story ist hochkant, ein Post meist 4:5, ein LinkedIn-Banner sehr breit. Ohne Formatangabe rät Claude, und du musst hinterher korrigieren.

Etiketten und Website-Entwürfe mit Claude Design

Claude Design eignet sich auch für Etiketten und einfache Produkt-Illustrationen. Für einen Shop-Entwurf oder eine Präsentation reicht das oft schon:

Gestalte für [Produkt] ein [Form] Etikett im Stil unseres Logos. Zeig das Produkt als einfache Illustration, so wie es im Online-Shop aussehen würde.

Ebenso kannst du dir den Entwurf einer Website bauen lassen, zum Beispiel einer Startseite. Claude stellt dabei oft Rückfragen, bevor es loslegt. Wichtig: Das Ergebnis ist ein Entwurf, keine fertige Website. Funktionen wie Warenkorb oder Bezahlung laufen nicht. Den Entwurf kannst du aber selbst nachbauen, an einen Entwickler geben oder als Vorlage nutzen.

Erstelle einen Entwurf für die Startseite von [Projekt] mit [Abschnitten]. Zielgruppe ist [Zielgruppe].

In unserem Video über Claude Design zeigen wir dir zudem, wie du aufwändige Animationen für deinen Website-Entwurf baust.

So bearbeitest du Entwürfe in Claude Design

Für Änderungen gibt es drei Wege. Große Umbauten wie ein anderes Farbschema oder ein neues Layout beschreibst du im Chat. Für gezielte Änderungen klickst du eine Stelle auf der Arbeitsfläche an und hinterlässt einen Kommentar, zum Beispiel Mach [Element] kräftiger, damit man es auch ganz klein noch erkennt.

Kleinigkeiten erledigst du direkt selbst: Texte anklicken und ändern, Elemente mit der Maus verschieben, vergrößern oder ausrichten. Je genauer deine Vorstellung ist, desto besser trifft Claude sie. Beschreibe Stil, Zielgruppe und Format und hänge Beispiele an, die dir gefallen, etwa Posts oder Websites, die du gesehen hast.

Claude Design exportieren und teilen

Über den Button „Export“ oben rechts lädst du deine Entwürfe herunter. Hier stehen unter anderem HTML, PDF und PNG zur Verfügung. Außerdem kannst du Entwürfe an andere Werkzeuge wie Canva schicken und dort weiterbearbeiten.

Deine Entwürfe sind zunächst privat. Über „Teilen“ legst du fest, wer sie öffnen darf und ob diese Personen nur ansehen, kommentieren oder auch bearbeiten können.

Was Claude Design noch nicht kann

Claude Design ist kein Fotostudio. Fotorealistische Produktfotos gehören nicht zu den Funktionen, die Anthropic beschreibt. Dafür brauchst du andere Werkzeuge wie ChatGPT oder Canva und für echte Shop-Fotos am Ende echte Produkte und gutes Licht.

Dazu kommt: Ohne eigenes Designsystem und Anpassungen erkennt man den typischen KI-Look schnell. Hier solltest du also darauf achten, einen eigenen unverwechselbaren Stil zu entwickeln.

Fazit: Ist Claude Design eine Canva-Alternative?

Für den ersten Entwurf ist Claude Design eine echte Alternative. Logo-Ideen, Social-Media-Posts oder Etiketten entstehen schnell, oft schneller, als man in Canva die passende Vorlage gefunden hat. Mit einem gut gemachten Designsystem bleiben die Ergebnisse außerdem einheitlich.

Ganz ersetzen kann Claude Design Canva aber nicht. Für Fotos und den letzten Feinschliff landest du oft trotzdem dort oder in Profi-Tools, praktischerweise direkt über den Export.

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