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Vor einigen Tagen wurde die neue Version von Google Gemini veröffentlicht und daher wollte ich die KI-Bildtechnologie von Google (Nano Banana) ausprobieren. Da einige Leute das neue Modell mit Koordinaten und einem bestimmten Datum herausgefordert haben, wollte ich das ebenfalls machen und habe mir zwei Szenarien ausgesucht und wollte auch gleichzeitig schauen, wie sich ChatGPT schlägt.
Krimi in den Alpen
Mein erster Prompt für Google Gemini 3 Pro lautete folgendermaßen:
Erstelle ein Bild von 46° 46′ 46″ N, 10° 50′ 26″ O im Jahr 3230 v. Chr.
Das folgende Bild hat Gemini dann erstellt. Es handelt sich hierbei um einen alten Kriminalfall und die Hauptrolle dabei hat ein sehr berühmter Südtiroler. 😉
Die Tötung von Ötzi, wie es sich Nano Banana von Google vorstellt.
Wie du spätestens anhand des Bildes erkennen kannst, handelt es sich hierbei um die Tötung von Ötzi vor 5250 Jahren. Google Gemini hat schnell und richtig erkannt, worum es geht. So hat das KI-Modell »nachgedacht«:
Focusing on Parameters
I’m now zeroing in on the request parameters: a precise location, a specific historical period (3230 BC), and the Ötztal Alps. My primary goal is a clear visualization of the event in this era, considering the landscape and potential human presence. The geographic coordinates need to be accurately represented for this specific event.
Pinpointing the Scene
I’m now fully immersed in the scene construction. The parameters are locked: the Ötztal Alps, 3230 BC. The goal is to capture Ötzi’s final moment in a realistic setting. I’m focusing on the environmental details, like the rugged terrain, the late autumn vegetation, and the harsh weather. The figure of Ötzi and his belongings are in the plan. […]
Gemini hat zügig erkannt, dass es sich hier um die Ötztaler Alpen handelt und ich, basierend auf der Jahresangabe, nach einem Bild von der Tötung von Ötzi erwarte. Und hier das Bild, welches ChatGPT 5.1 Thinking generiert hat:
Was ChatGPT generiert hat
Wie du erkennen kannst, hat ChatGPT zwar ein Bild erstellt, welches landschaftlich und auch in Bezug auf die Epoche recht gut passt. Es hat aber nicht erkannt, um welches Ereignis es mir geht. Das kannst du noch besser am Nachdenkprozess von ChatGPT erkennen:
Vorbereiten der Bildanforderung
Der Benutzer hat nach einem Bild eines historischen Szenarios gefragt, das vermutlich in den Alpen liegt, nahe der italienisch-schweizerischen Grenze, etwa am Stelvio Pass oder Südtirol. Die angegebene Jahreszahl liegt im Neolithikum oder Chalkolithikum, um 3230 v. C. Ich plane, ein realistisches Bild mit einer malerischen oder fotorealistischen Darstellung zu erstellen.
Bei dem ersten Test liegt Google Gemini 3 mit Nano Banana klar vorn. Schauen wir uns die Bilder aus dem zweiten Test an.
Die Finsternis von Golgatha
Der nächste Prompt, den ich für beide Modelle nutzte, sah so aus:
Erstelle ein Foto von 31,7785° N und 35,2296° O am 3. April 33 um 15:01.
Basierend darauf hat Google Gemini folgendes Bild erstellt:
Die Kreuzigung von Jesus, erstellt mit Google Gemini 3.
Google Gemini hat schnell erkannt, um welches historische Ereignis es geht, und hat mit Nano Banana ein realistisch wirkendes Bild erstellt. Hier ein Auszug aus dem Denkvorgang:
Locating Golgotha’s Site
I’m now focusing on depicting Golgotha outside Jerusalem’s walls in 33 AD, using the provided coordinates. The location is set near the Damascus Gate. I plan to refine the scene’s details based on historical context.
Crafting the Golgotha Scene
I am working on capturing the somber atmosphere of Golgotha outside Jerusalem in 33 AD. I’m focusing on the historical accuracy of the Roman soldiers’ armor (Lorica Hamata) and the clothing of the Jewish onlookers. The scene should convey a sense of chaos and impending doom, with dark, stormy skies and signs of an earthquake. I aim to evoke the profound sorrow and tension of that moment in time. The cityscape of Jerusalem, with its walls, will be visible in the background. […]
Nun schauen wir uns an, was ChatGPT 5.1 mit dem gleichen Prompt generiert hat:
Kreuzigung von Jesus mit ChatGPT generiert.
Einerseits hat ChatGPT hier erkannt, um welches Ereignis es sich handelt. Dabei hat ChatGPT keinen Denkvorgang generiert bzw. benötigt, obwohl ich 5.1 Thinking aktiviert hatte. Allerdings hat es mir, anstatt eines Fotos ein Gemälde erstellt.
Fazit: Google hat die Nase vorn
Auch wenn ich es ungern sage, aber momentan hat Google hier die Nase vorn. Ich habe noch weitere historische Ereignisse bemüht und auch Infografiken erstellen lassen, und es sah nicht wirklich gut für ChatGPT aus. Die zwei oberen Prompts könnte man noch als nette Spielerei für History-Nerds abtun, aber vor allem bei Infografiken, war der Abstand von Google Gemini gegenüber ChatGPT teilweise richtig heftig.
Beim Reasoning konnte ChatGPT manchmal noch mithalten, aber bei der Umsetzung bzw. bei der Bildgenerierung lag Google meistens vor. Das kann sich natürlich in wenigen Wochen ändern. Aber es zeigt leider, dass wir als Nutzer weiterhin mehrere Modelle testen müssen.
Jahrelang hat mir der „Bilderhamster“ als Ablage für Fotos gedient, die eventuell irgendwie, irgendwo, irgendwann im Unterricht zu gebrauchen sein könnten und für die Allgemeinheit unter Public Domain zugänglich waren. Nun hat sich in diesen
Was täte ich ohne die vielen Ideen von Nele Hirsch? Ich hätte auf jeden Fall dieses schöne Tool nicht entdeckt: Mit Texter kann man Bilder mit Sätzen und Wörtern Zeichnen. Man gibt in die Box rechts oben seinen Wunschtext, seine Farben und Schriftgröße ein und zeichnet mit der Maus llos.
Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist’s eine Gotteskraft.… die Liebe aber ist die Größte unter ihnen.
Kann man super auch im Religions- und Konfirmandenunterricht verwenden. Zum Beispiel beim Bibeltexte illustrieren. Wie man oben sieht.
Zu meinen Kindheitserinnerungen der 90er gehört das Sat1 Glücksrad (Das als Nebenwirkung bei mir einen Ohrwurm hinterlassen hat). Vielleicht mag ich daher Glücksräder so sehr.
Dabei ist eine selbsterklärende Toolleiste das zentrale Werkzeug
Screenshot tldraw.com
Unter dem Burgermenü links oben kann man die Dateien auch im eigenen Dateiformat exportieren und so weiterverarbeiten.
Etwas versteckt ist das Abspeichern als Bilddatei. Es ist nicht unter „File => Save as“ sondern „Edit – copy as“ zu finden. Auf diesem Weg kann man auch nur markierte Bildteile exportieren.
Sehr interessant, aber von mir noch nicht getestet: Man kann bei den Personen links oben auch ein „Multiplayer-Project“ starten.
Es geht darum, eine animierte Grafikdatei zu erstellen. In dem man auf Papier zeichnet.
Es gibt Vorlagen zum Ausdrucken, beginnend mit drei Kästchen, die dann in schneller Geschwindigkeit hintereinander geschnitten werden. Dann fotografieren und hochladen.
Gleich mal mit den großen Töchtern ausprobiert. Hat – bis auf darauf, dass das Hochladen am Handy nicht ging (dann halt übertragen oder scannen und per Computer) – gut geklappt.
Dann ging es in meinem Kopf los: Warum soll das Internetquatsch sein? Das liese sich doch auch gut im Unterricht anwenden. Zahlreiche Jesusgeschichten lassen sich vielleicht als gif erzählen.
Mit meinen Grundschülern habe ich beispielsweise für Osterzeichnung mit einem halboffenen Grab gehabt als Symbol.
Warum nicht zeichnen wie es sich öffnet?
Also schnell ausgedruckt und gezeichnet (ja, ist nicht preisverdächtig. Aber was sage ich immer zu meinen Schülern: Mach’s halt besser)
Zeichnung zu Ostern
Hochladen, warten und fertig ist der Stein, der sich wegbewegt. Gut, der Engel fehlt noch, aber das würde mich überfordern…
Ostergif
Ach, es gäbe noch mehr Vorlagen, Hintergründe die sich bewegen, man kann die Framezahl einstellen, da ist also noch viel möglich.
Kurz gesagt: Nicht nur Internetquatsch, nein, eine gute Möglichkeit für coolen Religionsunterricht!