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Claude

26. Oktober 2026 um 08:00

Claude ist ein Sprachmodell des US-Unternehmens Anthropic und kann im Browser, als Desktop-App und am Smartphone genutzt werden. Neben dem klassischen Chat bietet Claude eine Reihe von Funktionen, die ineinandergreifen: Recherchen mit Quellenangaben, die Arbeit mit Dateien auf dem eigenen Computer, interaktive Lernspiele, Präsentationen sowie Aufgaben, die regelmäßig von selbst erledigt werden. Im Screencast begleiten wir die Englischlehrerin Frau Hofer eine Woche lang bei der Vorbereitung einer Unterrichtsreihe zum Thema „Mit KI Englisch-Dialoge üben”.

Recherchieren und Material erstellen

Im Chat stellt man Fragen, lädt Dateien hoch und lässt Texte schreiben oder überarbeiten. Mit der Funktion Recherche durchsucht Claude selbstständig zahlreiche Quellen und fasst die Ergebnisse in einem Bericht mit Quellenangaben zusammen. Die Quellen sollten dennoch immer geprüft werden. In Cowork gibt man Claude einen Ordner auf dem eigenen Computer frei. Claude liest die darin enthaltenen Arbeitsblätter, übernimmt deren Layout und erstellt daraus neue Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien.

Lernspiele, Folien und Ordnung

Ohne Programmierkenntnisse lassen sich im Chat kleine Lernspiele, Quiz oder Webseiten erstellen. Diese sogenannten Artifacts laufen direkt im Browser und können über einen Link mit der Klasse geteilt werden. Für größere Programmierprojekte steht Code zur Verfügung. Mit Design entstehen Präsentationen und Plakate, die sich als PowerPoint oder PDF exportieren lassen. In Projekten werden Chats, Dateien und Anweisungen zu einer Klasse oder Unterrichtsreihe gebündelt.

Claude an die eigene Arbeit anpassen

Mit Skills speichert man Arbeitsanweisungen, etwa wie Lesetexte für eine bestimmte Klasse aufgebaut sein sollen. Claude wendet sie automatisch an, sobald sie zur Aufgabe passen. Unter Geplant richtet man Aufgaben ein, die Claude regelmäßig erledigt, zum Beispiel jeden Montag drei aktuelle Themen als Lesetexte aufzubereiten. Diese Aufgaben laufen auch dann, wenn der eigene Computer ausgeschaltet ist.

Datenschutz und Kosten

Da die Daten in die USA übertragen werden, dürfen keine personenbezogenen Daten von Schüler:innen, Kolleg:innen oder anderen Personen eingegeben werden. In den Einstellungen lässt sich deaktivieren, dass Chats zum Training der KI verwendet werden. Claude darf erst ab 18 Jahren genutzt werden und eignet sich daher ausschließlich für die Unterrichtsvorbereitung durch Lehrpersonen. In der kostenlosen Version stehen Stand Oktober 2026 der Chat, Artifacts und Skills zur Verfügung. Recherche, Cowork, Code, Design und geplante Aufgaben setzen ein Abo voraus. Alle Funktionen teilen sich ein gemeinsames Nutzungskontingent, das bei aufwendigen Aufgaben schnell aufgebraucht ist.

Fazit

Claude kann Lehrpersonen viel Vorbereitungsarbeit abnehmen und verbindet Recherche, Materialerstellung und Organisation in einer Anwendung. Prüfen und entscheiden muss die Lehrperson jedoch selbst. Vor der Nutzung lohnt es sich, zu überlegen, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden, da der volle Funktionsumfang schnell kostenpflichtig wird.

Claude
+ Allrounder
+ Eignet sich für komplexe und umfangreiche Aufgaben
– Viele Funktionen gibt es erst in der bezahlten Variante
– Konto notwendig
– Erst ab 18 Jahren erlaubt

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Gemini Notebook

06. Juli 2026 um 16:23

Mit Gemini Notebook können eigene Inhalte – Textquellen, Präsentationen, Websites sowie Audio- und Videodateien – mithilfe von KI kostenlos aufbereitet werden. Dabei greift Gemini Notebook auf das multimodale Gemini von Google zurück. Bei der Aufbereitung der bis zu 50 unterschiedlichen Quellen kommt es zu keiner Vermischung von Quelleninhalt und Trainingsinhalten der KI. Dadurch werden Halluzinationen, also die Ausgabe falscher Inhalte, nahezu vollständig ausgeschlossen. Die hochgeladenen Quellen können als Mindmap, Audio-Zusammenfassung im Podcast-Format, Arbeitsbehelf für Schüler:innen, FAQ oder als Zeitachse ausgegeben werden. Zudem ist es möglich, sich mit den hochgeladenen Quellen über einen Chatbot auszutauschen.

Komplexe Inhalte einfach verarbeiten: 

Das Tool „Gemini Notebook“ (ursprünglich „Notebook LM“) kann vor allem die Einarbeitung in komplexe Themenbereiche in Schule, Studium und Beruf enorm erleichtern. So ist es in der Lage, bis zu 50 verschiedene Dokumente mit hunderten Seiten binnen Minuten zu durcharbeiten und auf das Wesentliche herunterzubrechen. Dabei werden in regelmäßigen Abständen Fußnoten eingefügt, sodass nachvollziehbar ist, aus welcher Quelle welche Information stammt. Zusätzlich wird sogar der exakte Originaltextabschnitt angegeben. Im Anschluss können die hochgeladenen Quellen mithilfe eines Chatbots nach persönlichen Bedürfnissen weiter durchsucht werden. Zwar verfügt das Tool über keine Memory-Funktion, aber die bisherige Unterhaltung kann in Form einer Notiz gespeichert werden und steht so auch nach dem Schließen der Anwendung weiterhin zur Verfügung.

Aufbereitung von Informationen in verschiedenen Formaten:   

Neben der textlichen Zusammenfassung und der anschließenden Befragung mithilfe eines Chatbots kann Gemini Notebook die hochgeladenen Quellen auf verschiedene andere Arten aufbereiten. Für den Schulkontext sind vor allem die Formen der Mindmap, der Infografik und des Podcasts spannend. Bei der Mindmap werden komplexe textliche Inhalte visuell aufbereitet, während beim Podcast eine Audiodatei entsteht, in der die Informationen einfach, kurz und prägnant in verschiedenen Sprachen von mehreren Hosts aufgearbeitet werden. Am Ende stehen in der Regel drei Reflexionsfragen, mit denen die Schüler:innen nochmals über die gehörten Inhalte reflektieren können.
Zudem können die Quellen in weiteren Textformaten wie Arbeitsbehelfen, FAQs oder Zeitachsen aufbereitet werden.

Zusammenarbeit im Team:

Man kann nicht nur allein, sondern auch in größeren Teams an einem Notebook arbeiten. Auch die Vergabe von ausschließlich Leserechten ist möglich. Voraussetzung dafür ist, dass alle Personen über ein Google-Konto verfügen.

Fazit:   

Mit Gemini Notebook können große Datenmengen auf unterschiedliche Art und Weise kostenlos aufbereitet werden. Zudem ist es möglich, sich mit den hochgeladenen Quellen per Chatbot zu unterhalten. Dabei wird das bei vielen Chatbots häufig auftretende Phänomen des Halluzinierens nahezu ausgeschlossen.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 05.08.2026.

 

WEBSITE: Gemini Notebook

+ Kostenfreie Nutzung
+ Es treten so gut wie keine Halluzinationen auf
+ Die hochgeladenen Quellen werden auf unterschiedliche Art und Weise aufbereitet (grafisch, audio, textlich).
- Google Konto erforderlich
- Auf 50 Quellen begrenzt

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Syncthing: Dateien synchronisieren ohne Cloud

25. Mai 2026 um 06:00

Cloud‑Dienste sind heute ubiquitär und bequem, aber nicht alternativlos. Mit Syncthing lassen sich Dateien zwischen Computern und auch auf dem Smartphones direkt synchronisieren – ganz ohne Cloud, ohne Benutzerkonto und ohne fremde Server. Ein Blick auf ein Werkzeug für alle, die ihre Daten selbst kontrollieren wollen.

Syncthing als Cloud‑Alternative

Wer Dateien zwischen mehreren Geräten synchron halten möchte, greift oft automatisch zu bekannten Cloud‑Diensten. Diese funktionieren zuverlässig, erfordern jedoch Vertrauen in externe Anbieter und deren Infrastruktur.

Syncthing wählt einen anderen Ansatz.
Die freie Open‑Source‑Software synchronisiert Dateien im Peer‑to‑Peer‑Verfahren direkt zwischen den eigenen Geräten – ganz ohne zentralen Cloud‑Speicher.

Die Web‑Oberfläche von Syncthing zeigt verbundene Geräte und synchronisierte Ordner auf einen Blick.
Bild: Die Web‑Oberfläche von Syncthing zeigt verbundene Geräte und synchronisierte Ordner auf einen Blick.

Wie Syncthing funktioniert

Jedes Syncthing‑Gerät erhält eine eindeutige Geräte‑ID (ausgegraut dargestellt, siehe Bild oben). Erst wenn zwei Geräte diese gegenseitig austauschen und freigeben, dürfen sie Daten synchronisieren. Danach lassen sich Ordner definieren, die automatisch synchron gehalten werden.

Typische Eigenschaften:

  • verschlüsselte Übertragung
  • kein Benutzerkonto notwendig
  • nur geänderte Dateiteile werden übertragen
  • Synchronisation lokal oder über das Internet

Geräte müssen nicht dauerhaft online sein – Änderungen werden nachgeholt, sobald eine Verbindung besteht.

Plattformen und Einsatzbereiche

Syncthing ist für Windows, macOS, Linux, Android und iOS (Phone & Tablet) verfügbar und läuft auch auf vielen NAS‑Systemen oder Heimservern. Dadurch ergeben sich zahlreiche Anwendungsfälle:

  • automatische Sicherung von Smartphone‑Fotos
  • Abgleich von Arbeitsdateien zwischen Laptop und PC
  • privater Datei‑Sync im Heimnetz
  • gemeinsame Ordner für kleine Teams oder Familien

Gerade im lokalen Netzwerk arbeitet Syncthing schnell und ressourcenschonend.

Bedienung: funktional

Die Oberfläche von Syncthing ist bewusst sachlich gehalten. Konfiguriert wird alles über eine Web‑Oberfläche im Browser. Diese bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, etwa:

  • Versionsverwaltung für Dateien
  • Begrenzung von Bandbreite und Speicherplatz
  • unterschiedliche Synchronisationsmodi
  • gezielte Freigabe einzelner Ordner

Eine gewisse Einarbeitung ist nötig, dafür erhält man ein sehr transparentes und kontrollierbares System.

Benutzerfreundlich: Syncthing Tray – SyncthingTrayzor

Syncthing Tray bzw. SyncthingTrayzor sind kleine Zusatzanwendungen, die Syncthing am Desktop komfortabler machen. Sie läuft im Hintergrund und zeigt den Synchronisationsstatus über ein Symbol in der Taskleiste an. Von dort aus lässt sich Syncthing starten oder stoppen, Ordner und Geräte überwachen sowie Benachrichtigungen bei Problemen anzeigen. Besonders unter Windows und Linux erleichtert Syncthing Tray den Alltag deutlich. Auf macOS übernimmt eine eigene Syncthing‑App mit Menüleisten‑Symbol eines anderen Projekts eine vergleichbare Rolle.

Selective Sync: manuell oder Zusatzprogramm

Ein echtes Selective Sync wie bei klassischen Cloud‑Diensten bietet Syncthing von Haus aus nicht. Stattdessen lassen sich über Ignoriermuster (.stignore Datei) gezielt Ordner und Dateien von der Synchronisation ausschließen. Für mehr Komfort existieren jedoch Zusatzwerkzeuge, etwa grafische Desktop‑Hilfen wie Syncthing-PySelective, mit denen sich einzelne Inhalte gezielt auswählen und lokal speichern lassen.

Wo Syncthing nicht passt

Syncthing ersetzt keine klassische Cloud für spontane Dateifreigaben oder Webzugriffe. Dateien sind nur verfügbar, wenn mindestens ein Gerät online ist, und es gibt keine öffentlichen Download‑Links um Dateien bzw. Ordner freizugeben. Für viele Nutzer:innen ist genau das jedoch ein bewusster Vorteil.

Im eigenen Netzwerk finden sich Syncthing‑Geräte zwar völlig automatisch, aber wenn sie sich an unterschiedlichen Orten befinden, hilft ein sogenannter Discovery‑Server – ähnlich wie ein Telefonbuch. Dabei werden keine Dateien gespeichert oder eingesehen. Die Synchronisation selbst erfolgt direkt zwischen den Geräten. Nur wenn das nicht möglich ist, etwa bei stark eingeschränkten Internetzugängen, kann ein Relay‑Server die Verbindung vermitteln, ohne Zugriff auf die Inhalte zu haben. Dabei können eigene Relay-Server eigensetzt werden, d.h. ohne einer Mitlesemöglichkeit einer dritten Partei bei der Herstellung einer Verbindung.

Fazit

Syncthing ist kein Massen‑Cloud‑Dienst, sondern ein Werkzeug für digitale Selbstbestimmung. Wer bereit ist, sich ein wenig einzuarbeiten, erhält eine leistungsfähige Lösung zur sicheren Dateisynchronisation – ohne Abo, ohne Datensammlung und ohne Anbieterbindung.

Weiterführende Hyperlinks zum Projekt u.a.

Synthing Übersicht

+ Keine Vorkenntnisse erforderlich
+ Syncthing Tray erleichtert Einstieg
+ keine Cloud, kein externer Anbieter
+ volle Datenhoheit
+ Open Source und kostenlos
+ plattformübergreifend – Windows, Linux u. macOS & Apps für Android u. iOS
+ auch offline‑tauglich

– Einarbeitung in Bedienung (einmalig)
– ein Gerät muss ständig erreichbar sein, wenn Cloud-Ersatz gewünscht
– Discovery-Servern muss zum Auffinden vertraut werden

Dieser Text wurde mit Hilfe von KI (Copilot M365) erstellt, aus einzelnen Recherche-Teilen vom Autor kombiniert und redigiert. Die Verantwortung über Inhalt, Idee und Ausführung liegen alleine beim Autor.

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Proton Mail

13. April 2026 um 01:01

Im schulischen Alltag kommt dem Schutz der digitalen Identität eine hohe Bedeutung zu. Proton-Mail bietet hier eine Lösung für Lehrende und Lernende, um E-Mail-Postfächer ohne Preisgabe persönlicher Identifikationsmerkmale zu nutzen.

Beschreibung der Applikation

Proton-Mail ist ein E-Mail-Dienst aus der Schweiz, der den Schutz der Privatsphäre ins Zentrum stellt. Ein wesentliches Merkmal ist die Möglichkeit, ein Konto zu erstellen, ohne eine bestehende E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummer hinterlegen zu müssen. Dies ermöglicht eine anonyme Registrierung.

Dadurch gibt es jedoch auch keine klassische „Passwort vergessen“-Funktion per E-Mail. Beim Einrichten wird ein PDF-Dokument mit einer Wiederherstellungsphrase generiert. Dieses Dokument muss sicher aufbewahrt werden (z. B. ausgedruckt oder auf einem USB-Stick). Geht die Phrase verloren, kann bei einem Passwortverlust der Zugriff auf das Konto nicht wiederhergestellt werden.

E-Mails zwischen Proton-Nutzer*innen werden automatisch verschlüsselt. Nur Absender und Empfänger können den Inhalt lesen. Auch eingehende Mails von anderen Anbietern werden verschlüsselt. Die Software ist quelloffen.

Einsatzmöglichkeiten im schulischen Kontext

  • Anonyme Anmeldung bei Drittanbietern: Für das Testen oder die Nutzung von Applikationen und Web-Plattformen bietet Proton-Mail die Möglichkeit, anonyme E-Mail-Adressen zu verwenden. Auf diese Weise lassen sich Benutzerkonten bei Drittanbietern erstellen, ohne private Daten mit externen Diensten verknüpfen zu müssen.
  • Schutz der digitalen Identität: Da keine Telefonnummer zur Verifizierung nötig ist, bleiben personenbezogene Daten geschützt. Dies ist besonders wertvoll, wenn Schüler*innen sich für zeitlich begrenzte Projekte bei Online-Applikationen registrieren müssen.

WEBSITE: PROTON-Mail

+ Anonyme Registrierung: Erstellung eines Kontos ohne Telefonnummer oder Zweit-Mail möglich.
+ Hoher Datenschutz: Keine Werbeanalysen oder Scans der E-Mail-Inhalte durch den Anbieter. Der Dienst unterliegt dem Schweizer Datenschutz.
+ Risiko des Datenverlusts: Ohne die Wiederherstellungsphrase führt ein vergessenes Passwort zum totalen Datenverlust.
– Begrenzter Speicherplatz: In der kostenlosen Basisversion weniger Platz als bei werbefinanzierten Anbietern.
– Eingeschränkte Suche: Da die Inhalte verschlüsselt sind, ist eine Volltextsuche auf dem Server technisch nicht möglich.

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